Losung des Tages:

Donnerstag, 02.07.2020

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen.

Psalm 8,2

Maria sprach: Er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.

Lukas 1,49

© Evangelische Brüder-Unität–Herrnhuter Brüdergemeine
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Berichte Archiv

War schön, wieviele Truchtelfinger (und Nachbarn) sich aufgemacht hatten - die Resonanz war rundweg positiv - die kleinen Belohnungen für ausgefüllte Wanderpässe kommen in Kürze

Herzliche Einladung

Glaube im Gespräch als Videoschaltung über Microsoft Teams

Donnerstag, 28. Mai um 19.30 Uhr zum Thema:

Die Sache Jesu geht weiter.

Technische Voraussetzung ist ein PC mit dem Browser MS Edge oder Chrome oder ein Smartphone/Tablett mit der App "MS Teams"

Wer teilnehmen möchte, melde sich bitte bis Dienstag per email im Pfarramt an.

Christoph Grosse

Herzliche Einladung

Glaube im Gespräch als Videoschaltung über Microsoft Teams

Donnerstag, 28. Mai um 19.30 Uhr zum Thema:

Die Sache Jesu geht weiter.

Technische Voraussetzung ist ein PC mit dem Browser MS Edge oder Chrome oder ein Smartphone/Tablett mit der App "MS Teams"

Wer teilnehmen möchte, melde sich bitte bis Dienstag per email im Pfarramt an.

Christoph Grosse

Erweiterte Notbetreuung im Kindergarten ab 27. April 2020

Berechtigte zur Teilnahme an der erweiterten Notbetreuung in Kitas

  • Bisher angemeldet und betreute Kinder im Rahmen der Notfallbetreuung (Systemrelevante Berufe)
  • Kinder, deren beide Elternteile oder alleinerziehende einer präsenzpflichtigen Tätigkeit außerhalb der Wohnung nachgehen

Die berufliche Unabkömmlichkeit ist vom Arbeitgeber zu bescheinigen, bei Selbständigen ist eine Eigenbescheinigung ausreichend. Die Eltern müssen erklären, dass eine familiäre oder anderweitige Betreuung des Kindes nicht möglich ist.

Hier zum Download: Der Antrag und die Arbeitgeberbescheinigung.

Voraussichtlich ab 10. Mai wird es wieder Gottesdienste in den Kirchen geben.Nähere Informationen folgen im Lauf der Woche.

Unsere Kirche ist zum Gebet Dienstag bis Sonntag von 10-16.00 Uhr geöffnet.

Menschen, die Hilfe suchen oder Hilfe anbieten beim Einkaufen oder für Besorgungen dürfen sich gerne bei uns melden - per mail an (hilfe@galluskirche.de) oder über die Seite https://www.wir-helfen-nachbarn.de/in/truchtelfingen


Vorerst bleiben die Einschränkungen in Kraft, dass es keine Gottesdienste und Veranstaltungen gibt.

Unsere Kirche ist zum Gebet Dienstag bis Sonntag von 10-16.00 Uhr geöffnet.

Menschen, die Hilfe suchen oder Hilfe anbieten beim Einkaufen oder für Besorgungen dürfen sich gerne bei uns melden - per mail an (hilfe@galluskirche.de) oder über die Seite https://www.wir-helfen-nachbarn.de/in/truchtelfingen


Gebet in der Dürrezeit

Himmlischer Vater, Schöpfer der Erde, du hast die Welt geschaffen als Lebensraum für alle Kreatur. Du hast versprochen, dass nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht – solange die Erde steht. Wir bitten dich in dieser Zeit der Dürre: Gedenke deines Versprechens. Schenk dem Land Fruchtbarkeit, dass es uns weiter nährt.

Jesus Christus, unser Erlöser, unser Bruder, wir bitten dich für die Menschen, die in der Landwirtschaft  arbeiten, überall auf der Welt. Ihr wirtschaftliches Überleben hängt ab von der Ernte. Stärke sie und sei bei  ihnen, wo sie sich verlassen fühlen. Schenk ihnen Menschen, die sie unterstützen und für sie einstehen.

 Heiliger Geist der Liebe und der Wahrheit, ermutige uns, uns für den Schutz deiner Schöpfung einzusetzen. Gib uns Ideen, wie wir einander stützen können in diesen schweren Zeiten. Gib den Bemühungen Gelingen, das  Leben zu schützen in dieser großen Krise. Schenk, dass diese Erde mehr und mehr zum Raum wird, in dem die Geschöpfe miteinander leben können, ohne Hunger und ohne Angst: Dein Reich komme.

Neuanfang in der Verlängerung.

Am Montag fangen wir wieder an. Nicht alle, manche nur schrittweise, andere noch gar nicht. Wir fangen wieder an, aber es ist nicht so wie vorher. Es ist eben doch kein Neuanfang wie sonst nach den Ferien. Begegnungen und Kontakte bleiben weiterhin eingeschränkt. Manches, was uns zuvor Freude bereitet hat, geht immer noch nicht. Die Situation verlangt uns ab, Begegnungen aus der Ferne zu führen. Wir suchen nach Formen und Zeichen der Nähe aus der Distanz, in denen trotzdem Liebe und Achtung zum Ausdruck kommen. Wo wir sie finden, erleben wir Neuanfänge. Ein kurzes oder längeres Gespräch über den Zaun, ein handgeschriebener Brief, ein Telefonat nach längerer Kontaktpause kann so ein Anfang sein. Liebe lässt sich durch räumliche Ferne nicht einschränken. Das haben auch die Jünger nach Ostern erfahren, die zwar von Jesu leiblicher Nähe, aber nicht von Gottes Liebe verlassen wurden. Liebe kennt keine Distanz. Auch wenn uns die Einschränkungen unserer Tage manche Freude und Möglichkeiten nehmen, so bleibt uns doch die Liebe, die wir erfahren und die uns zum Nächsten führt. Es gilt der Satz, der Thomas von Aquin zugeschrieben wird: „Unser Leben kann nicht immer voller Freude, aber immer voller Liebe sein.“

Bleiben Sie behütet!

Pfr. Christoph Grosse

Neuanfang in der Verlängerung.

Am Montag fangen wir wieder an. Nicht alle, manche nur schrittweise, andere noch gar nicht. Wir fangen wieder an, aber es ist nicht so wie vorher. Es ist eben doch kein Neuanfang wie sonst nach den Ferien. Begegnungen und Kontakte bleiben weiterhin eingeschränkt. Manches, was uns zuvor Freude bereitet hat, geht immer noch nicht. Die Situation verlangt uns ab, Begegnungen aus der Ferne zu führen. Wir suchen nach Formen und Zeichen der Nähe aus der Distanz, in denen trotzdem Liebe und Achtung zum Ausdruck kommen. Wo wir sie finden, erleben wir Neuanfänge. Ein kurzes oder längeres Gespräch über den Zaun, ein handgeschriebener Brief, ein Telefonat nach längerer Kontaktpause kann so ein Anfang sein. Liebe lässt sich durch räumliche Ferne nicht einschränken. Das haben auch die Jünger nach Ostern erfahren, die zwar von Jesu leiblicher Nähe, aber nicht von Gottes Liebe verlassen wurden. Liebe kennt keine Distanz. Auch wenn uns die Einschränkungen unserer Tage manche Freude und Möglichkeiten nehmen, so bleibt uns doch die Liebe, die wir erfahren und die uns zum Nächsten führt. Es gilt der Satz, der Thomas von Aquin zugeschrieben wird: „Unser Leben kann nicht immer voller Freude, aber immer voller Liebe sein.“

Bleiben Sie behütet!

Pfr. Christoph Grosse

Die Landesregierung hat zunächst bis 19. April Einschränkungen des öffentlichen Lebens erlassen; darin enthalten ist auch ein Verbot von Gottesdiensten.

Das bedeutet, dass zunächst bis zu diesem Zeitpunkt alle Veranstaltungen und Gottesdienstes ausfallen werden.

Beerdigungen dürfen unter freiem Himmel stattfinden, „wenn sie im engsten Familienkreis abgehalten werden“. Dabei dürfen maximal zehn Personen anwesend sein.

Kirchengebäude dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Allerdings gilt auch hier eine Höchstgrenze von zwei Personen, die sich gleichzeitig in dem Gotteshaus aufhalten dürfen.

Unsere Kirche wird zum Gebet Dienstag bis Sonntag von 10-16.00 Uhr geöffnet.

Wort des Landesbischofs Dr. h. c. Frank Otfried July
an die Gemeinden zum Sonntag Okuli, den 15. März 2020
Liebe Gemeinde!
In den Tagen, in denen sich der Coronavirus weiter ausbreitet, hören wir viele Botschaften und Appelle.
Worte, die uns zum Handeln auffordern, aber auch unsere Haltung prägen.
Welches Wort kann uns als Christinnen und Christen heute Orientierung geben? Mir steht eine Botschaft
des Propheten Jeremia als Leitwort vor Augen: „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie!" (Jeremia
29,7). Das heißt: Als Glaubende sind wir in diesen Tagen nicht gleichgültig angesichts dieser
Bedrohung. Auch und gerade heute bejahen wir unsere Verantwortung vor Gott und den Menschen!
Für diese Haltung gibt es mutmachende Beispiele. Menschen übernehmen in diesen Tagen für andere
Verantwortung und schauen nicht nur auf sich selbst. Als Gemeinschaft in der Landeskirche wollen wir
uns dem anschließen:
Wir wollen gemeinsam „der Stadt Bestes suchen“. Von Gottes Zusage getragen, reagieren Christinnen
und Christen auf die Herausforderungen ihrer Zeit nicht in ängstlicher Hysterie, vielmehr durch ein besonnenes und beherztes Handeln zugunsten des Wohls aller unserer Nächsten. In Verantwortung füreinander tragen wir das Unsere dazu bei, dass die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird. So können
insbesondere Ältere und Schwächere vor Ansteckung geschützt und Betroffene auch weiterhin medizinisch
versorgt werden.
„Betet für sie“: Wozu wir als Christinnen und Christen jetzt besonders gerufen sind, ist das Gebet: für
erkrankte Menschen und ihre Angehörigen, für Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte, deren Kraft Grenzen hat, für alle, die sich sorgen.


Beides gehört zusammen: gut überlegte Maßnahmen in Antwort auf die aktuelle Situation und das Gebet.
„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie.“
In diesem Geiste: Gott befohlen!
Ihr

Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July

Wort des Landesbischofs Dr. h. c. Frank Otfried July
an die Gemeinden zum Sonntag Okuli, den 15. März 2020
Liebe Gemeinde!
In den Tagen, in denen sich der Coronavirus weiter ausbreitet, hören wir viele Botschaften und Appelle.
Worte, die uns zum Handeln auffordern, aber auch unsere Haltung prägen.
Welches Wort kann uns als Christinnen und Christen heute Orientierung geben? Mir steht eine Botschaft
des Propheten Jeremia als Leitwort vor Augen: „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie!" (Jeremia
29,7). Das heißt: Als Glaubende sind wir in diesen Tagen nicht gleichgültig angesichts dieser
Bedrohung. Auch und gerade heute bejahen wir unsere Verantwortung vor Gott und den Menschen!
Für diese Haltung gibt es mutmachende Beispiele. Menschen übernehmen in diesen Tagen für andere
Verantwortung und schauen nicht nur auf sich selbst. Als Gemeinschaft in der Landeskirche wollen wir
uns dem anschließen:
Wir wollen gemeinsam „der Stadt Bestes suchen“. Von Gottes Zusage getragen, reagieren Christinnen
und Christen auf die Herausforderungen ihrer Zeit nicht in ängstlicher Hysterie, vielmehr durch ein besonnenes und beherztes Handeln zugunsten des Wohls aller unserer Nächsten. In Verantwortung füreinander tragen wir das Unsere dazu bei, dass die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird. So können
insbesondere Ältere und Schwächere vor Ansteckung geschützt und Betroffene auch weiterhin medizinisch
versorgt werden.
„Betet für sie“: Wozu wir als Christinnen und Christen jetzt besonders gerufen sind, ist das Gebet: für
erkrankte Menschen und ihre Angehörigen, für Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte, deren Kraft Grenzen hat, für alle, die sich sorgen.


Beides gehört zusammen: gut überlegte Maßnahmen in Antwort auf die aktuelle Situation und das Gebet.
„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie.“
In diesem Geiste: Gott befohlen!
Ihr

Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July

Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus!

So lautet das Motto der diesjährigen Fastenaktion der evangelischen Kirche. Es ist mir heute angesichts der sich überschlagenden Ereignisse nochmal neu beweusst geworden. Für uns alle sind diese Wochen eine besondere Herausforderung und wir brauchen wahrlich mutmachende Worte und Zeichen.

Auch wenn wir in diesen Wochen die Gottesdienste und alle Veranstaltungen ausfallen lassen müssen, sind wir - nicht nur als Gemeinde - hier am Ort verbunden.  Die Truchtelfinger Glocken laden zum Gebet - mehrmals am Tag, um die eigene Ratlosigkeit , die Menschen in Not und was uns sonst bewegt vor Gott zu bringen. Sie erinnern uns so, dass wir im Vertrauen auf Gott leben und handeln können. 

Bleiben Sie behütet!

Ihr Pfr. Christoph Grosse

Und: Menschen, die Hilfe suchen und Hilfe anbieten wollen wir zusammenbringen. Wer Hilfe sucht oder helfen kann, darf sich gerne bei uns melden, per mail an (hilfe@galluskirche.de) oder über die Seite https://www.wir-helfen-nachbarn.de/in/truchtelfingen


Kinderbibelwoche und Kinderkirche

Der Kindergottesdienst am Sonntag ist zu finden auf: www.kirchemitkindern-digital.de 

In der Woche nach Ostern von Mittwoch bis Freitag gibt es die Kinderbibelwoche für Zuhause hier.

Weitere, ganz unterschiedliche Infos gibt es immer auf:

www.kinderkirche-wuerttemberg.de

Eine Rätselgeschichte für alle Kinder die gerne rätseln, findet ihr hier

Ostern in der Truchtelfinger Kirchengemeinde:

Ostersonntag

Am Ostermorgen werden auf dem Friedhof an verschiedenen Stationen Osterlichter stehen. Jeder, der möchte, kann sich dort im Lauf des Tages eine kleine Osterkerze entzünden und mit nach Hause nehmen. (Unbedingt die Abstandsregeln einhalten).

Am Ostersonntag um 9.30 Uhr gibt es die Truchtelfinger Sonntagsandacht. Texte dazu finden sich im Gemeindebrief oder hier. und auf der Homepage.

Von Palmsonntag zu Ostern – die biblische Geschichte entdecken Sie hier

Ostern für Kinder:

Der Kindergottesdienst am Sonntag ist zu finden auf: www.kirchemitkindern-digital.de 
In der Woche nach Ostern von Mittwoch bis Freitag gibt es die Kinderbibelwoche für Zuhause hier.

Weitere, ganz unterschiedliche Infos gibt es immer auf:

www.kinderkirche-wuerttemberg.de

Eine Rätselgeschichte für alle Kinder die gerne rätseln, findet ihr hier

Karwoche und Ostern in der Truchtelfinger Kirchengemeinde:

Gründonnerstag – Abendmahl feiern.

Gründonnerstag ist der Abend, an dem Jesus das Abendmahl eingesetzt hat und später verhaftet wurde. Weil es in der Kirche keine Abendmahlsgottesdienste gibt, finden Sie hier eine kleine Anleitung, das Abendmahl Zuhause zu feiern.

Karfreitagsaktion

Manche Dinge lasten wie Steine auf dem Herzen: Kummer, Sorgen und Schuld. Das Kreuz erinnert, dass Gott Lasten mitträgt und Schuld vergibt. Wir müssen sie nicht alleine tragen. Ein Gespräch und ein Gebet helfen manchmal, dass Dinge leichter werden. An der Nordseite der Kirche steht ein großes Stahlkreuz. Wer möchte, kann einen Stein mitbringen und am Karfreitag am Fuß dieses Kreuzes ablegen und mit einem Gebet verbinden. Am Sonntag wird dann bei diesen Steinen das Osterlicht entzündet als Zeichen der Hoffnung.

Ostersonntag

Am Ostermorgen werden auf dem Friedhof an verschiedenen Stationen Osterlichter stehen. Jeder, der möchte, kann sich dort im Lauf des Tages eine kleine Osterkerze entzünden und mit nach Hause nehmen. (Unbedingt die Abstandsregeln einhalten).

Am Karfreitag und Ostersonntag findet außerdem um 9.30 Uhr zur Gottesdienstzeit die Truchtelfinger Sonntagsandacht statt. Texte dazu finden sich im Gemeindebrief oder hier. und auf der Homepage.

Von Palmsonntag zu Ostern – die biblische Geschichte entdecken Sie hier

Eine Rätselgeschichte für alle Kinder die gerne rätseln, finden Sie hier

„Wenn das Brot das wir teilen als Rose erblüht“

Familiengottesdienst mit Kindergartenkindern und Taufe am Sonntag Reminiscere

Mehrmals im Jahr gestalten die Kindergärten der Kirchengemeinde Truchtelfingen den Gottesdienst mit. Dann ist dieser in aller Regel recht gut besucht, kommen doch Eltern und andere Angehörige gerne in den Gottesdienst, um zu sehen und zu hören, was ihre Kinder im Kindergarten vermittelt bekommen haben. Am Sonntag Reminiscere, dem zweiten Sonntag der Passionszeit (8. März 2020) war wieder einmal ein Familiengottesdienst in der Galluskirche  mit den beiden Kindergärten. Man durfte gespannt sein, was die Kinder unter Anleitung ihrer Erzieherinnen diesmal eingeübt hatten. Und man wurde nicht enttäuscht, die Kinder zeigten ein Anspiel zur wunderbaren Brotvermehrung zur Speisung der 5000 durch Jesus (Johannes 6,1-15). Es endete mit der Aufforderung an Jesus: Du sollst unser König sein. Pfarrer Christoph Grosse griff in seiner Predigt nach dem dazu passenden Lied „Wenn das Bort das wir teilen als Rose erblüht“ (Neue Lieder plus 86,1-5) die von den Kindern im Anspiel behandelte Perikope auf. Dem Ansinnen, König zu sein, entzieht sich Jesus. ‚Das klappt nicht, …‘ – das sei oft die Einschätzung auch in Kirchengemeinden, wenn etwas Neues gewagt werden müsse. Die Skepsis sei auch nach 2000 Jahren noch groß. Dagegen seien die Jünger mutig gewesen, da sie mit dem wenigen, das sie hatten, anfingen, dieses zu verteilen. Und es reicht. Selbst dann, wenn das so gewesen wäre, dass die, die Vorräte dabei gehabt hätten, diese mit denen geteilt hätten, die nichts hatten, wäre das ein Wunder gewesen. Bei dieser Geschichte gehe es um Kraft und langen Atem, die Jesus gebe. Menschen erlebten das gerade auch dort, wo es viel schwieriger sei, Christ zu sein als bei uns. Was sie hatten, das war nicht viel, aber genug. So könnten wir die Brocken unseres kleinen Glaubens weitergeben. Indem wir teilen, merken wir, dass es für alle reiche.

Das Lied der Kindergartenkinder „Fünf Brote und zwei Fische“ fasste die Geschichte nochmals zusammen und leitete zur Tauffeier über. Eine solche hat ja in einem Familiengottesdienst durchaus ihren Platz. Diese Taufe wies dann doch eine Besonderheit auf insofern die Tauffamilie dem Täufling ein Tauflied/Segenslied sang: „Er will dich segnen.“

Darauf ging der inhaltlich gut gefüllte Gottesdienst seinem Ende entgegen. Die Fürbitten trugen mehrere Gemeindeglieder vor. Ausdrücklich wurde der verfolgten Christen in aller Welt gedacht. Die Verfolgungssituation verschärft sich. Angebracht war an diesem Gedenktag der verfolgten Glaubensgeschwister, dass für sie die Kollekte bestimmt war. „Brich dem Hungrigen dein Brot“ war das Schlusslied. Vollkommen zu Recht erhielten die Kinder und ihre Erzieherinnen Dank; prima haben sie das gemacht und dem Gottesdienst bereichert und diesen erst zum Familiengottesdienst gemacht. Wie zum Dank auf das Lob stimmten die Kindergartenkinder nochmals ein Lied an. Darauf wurde die Gemeinde mit dem Segen entlassen.

Doch wie fast immer nach einem Familiengottesdienst war noch ein Kirchenkaffee. Weil das Wetter recht angenehm war, konnte dieser im Freien eingenommen werden. Gerade junge Familien blieben zurück und traten nicht sogleich den Heimweg an. Bei Kaffee und leckeren selbstgemachten Kuchen kam es zum Gedankenaustausch. Auch denen, die zu diesem Kirchenkaffee beigetragen haben, gebührt Dank.

Walter Rominger, Ebingen

Wort des Landesbischofs Dr. h. c. Frank Otfried July
an die Gemeinden zum Sonntag Okuli, den 15. März 2020
Liebe Gemeinde!
In den Tagen, in denen sich der Coronavirus weiter ausbreitet, hören wir viele Botschaften und Appelle.
Worte, die uns zum Handeln auffordern, aber auch unsere Haltung prägen.
Welches Wort kann uns als Christinnen und Christen heute Orientierung geben? Mir steht eine Botschaft
des Propheten Jeremia als Leitwort vor Augen: „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie!" (Jeremia
29,7). Das heißt: Als Glaubende sind wir in diesen Tagen nicht gleichgültig angesichts dieser
Bedrohung. Auch und gerade heute bejahen wir unsere Verantwortung vor Gott und den Menschen!
Für diese Haltung gibt es mutmachende Beispiele. Menschen übernehmen in diesen Tagen für andere
Verantwortung und schauen nicht nur auf sich selbst. Als Gemeinschaft in der Landeskirche wollen wir
uns dem anschließen:
Wir wollen gemeinsam „der Stadt Bestes suchen“. Von Gottes Zusage getragen, reagieren Christinnen
und Christen auf die Herausforderungen ihrer Zeit nicht in ängstlicher Hysterie, vielmehr durch ein besonnenes und beherztes Handeln zugunsten des Wohls aller unserer Nächsten. In Verantwortung füreinander tragen wir das Unsere dazu bei, dass die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird. So können
insbesondere Ältere und Schwächere vor Ansteckung geschützt und Betroffene auch weiterhin medizinisch
versorgt werden.
„Betet für sie“: Wozu wir als Christinnen und Christen jetzt besonders gerufen sind, ist das Gebet: für
erkrankte Menschen und ihre Angehörigen, für Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte, deren Kraft Grenzen hat, für alle, die sich sorgen.


Beides gehört zusammen: gut überlegte Maßnahmen in Antwort auf die aktuelle Situation und das Gebet.
„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie.“
In diesem Geiste: Gott befohlen!
Ihr
Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July

Familiengottesdienst mit Tauferinnerung

Die Kinder von Konfi3 haben die zweite Einheit im Unterricht abgeschlossen. Thema war die Taufe. Aus diesem Grunde fand am Sonntag Sexagesimae, 16. Februar 2020, ein Familiengottesdienst mit Tauferinnerung in Truchtelfingen statt. Außer den Konfi3-Kindern waren die Kinder, die im vergangenen Jahr getauft wurden, mit ihren Eltern eingeladen. Auch die Kinder der Kinderkirche nahmen am Familiengottesdienst teil.

Nach Orgelvorspiel sang die Gemeinde ein Lied aus den vergangenen Jahrzehnten, das sich aber etabliert hat. „Ins Wasser fällt ein Stein“ (EG 637,1-3) von Manfred Siebald. Dann betete die Gemeinde im Wechsel mit Pfarrer Christoph Grosse und den Konif3-Kindern Psalm 63 (EG 729). Auf Gebet und Stilles Gebet folgte der liturgische Gesang. „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576) von Jaques Berthier. Die Schriftlesung war passend zum Anlass: Jesus segnet Kinder (Markus 10,13-16). Das bekannte Lide „Jesu geh voran“ (EG 391,1-4) von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendof leitete zu einem Anspiel über, für das sich die Akteure offensichtlich noch recht kurzfristig gewinnen ließen. Grundlage dazu war das Gleichnis Jesu von den Arbeitern im Weinberg (Matthäus 20,1-16). In seiner Predigt dazu sage Pfarrer Christoph Grosse, Jesus erzähle etwas von der Zukunft, vom Himmelreich. Falsch sei das Denken, wenn es auch auf dieser Welt keine Gerechtigkeit gebe, so doch im Himmelreich, keineswegs. Jesus erzählte vom Himmelreich,  weil dort anders gerechnet werde; dort werde nicht aufgerechnet. Gott rechne mit uns nach dem, was wir sind. Manchmal spürten wir etwas von Gottes Reich, nämlich dann, wenn wir das Rechnen durchbrechen. Das geschehe etwa, wenn wir soziale Verantwortung übernehmen. Auch wenn wir es nicht recht machen, so seien wir Gott dennoch recht.

Als Lied nach der Predigt sang die Gemeinde „Vergiss es nie … Du bist du“ (Neue Lieder plus 201,1-3) von Jürgen Werth. Zur Taufe sagte Pfarrer Christoph Grosse: Wir sind Gottes Kinder, das wird uns in der Taufe zugesprochen. Im Unterricht hat sich jedes der Konfi3-Kinder eine Taufkerze gebastelt. Diese wurden nun angezündet und nach dem Tauflied „So geh nun deinen Weg“ auf dem Taufstein abgestellt.

Beim anschließenden Fürbittengebet lasen auch Konfi3-Kinder Fürbitten. Auf das Vaterunser folgte das Lied „Blinde werden sehen“ (Neue Lieder plus 9).

Mit Segenslied „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (EG 421) vom Martin Luther, dem aaronitischen Segen und dem Orgelnachspiel endete der Familiengottesdienst.

Doch der sich anschließende Kirchenkaffe ermöglichte die Begegnung. Davon wurde bei Kaffee, Kaltgetränken und selbstgemachtem Kuchen gut Gebrauch gemacht. Eine ansehbare Zahl der Gottesdienstbesucher blieb noch zurück.

Walter Rominger, Ebingen

Coronavirus - Kindergartenbesuch  Aktuelle Informationen (Stand: 28.2.2020)

Liebe Eltern,

vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport haben wir folgende Hinweise zur Vermeidung von Infektionen erhalten, die konsequent beachtet werden müssen! Soweit nicht weitere Schritte notwendig werden, wird am Montag der Betrieb der Kindergärten normal anlaufen.

 -              Bei Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren und keinen Kontakt zu einem am neuartigen Coronavirus Erkrankten hatten, sind keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen nötig. Diese Personen können daher uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen.

 -              Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben vorläufig zu Hause.

 -              Personen, die in einem Risikogebiet waren und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, u.a. bekommen, vermeiden alle nicht notwendigen Kontakte und bleiben zu Hause. Diese Personen setzen sich umgehend telefonisch mit ihrem Hausarzt in Verbindung oder nehmen Kontakt mit dem kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116117 auf.

 -              Personen, die während ihres Aufenthalts in einem Risikogebiet oder innerhalb der vergangenen 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten hatten, kontaktieren umgehend das örtlich zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen.

 Risikogebiete (27.2.2020)

In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang. / Im Iran: Provinz Ghom / In Italien: Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. / In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

Nähere Informationen zur Infektion und zu Risikogebieten finden Sie auf der Seite des Robert Koch Instituts 

Wir suchen ab sofort oder später
Erzieher/innen  (m/w/d)
im Kindergarten Rossental: 55% bis 75 %
im Kindergarten Gänsbach 45% bis 65% (20 % befristet)
Wir wünschen uns von Ihnen
- Interesse an der Umsetzung des christlichen Erziehungsauftrages und Mitgliedschaft in der ev. Kirche.
- Freude an der Arbeit mit Kindern und Eltern
-        Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Organisationstalent, kreatives, zuverlässiges und eigenverantwortliches Handeln und eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Es erwartet Sie
-        eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit
-        ein aufgeschlossenes, motiviertes Team
-        Vergütung nach KAO (TvöD) und Zusatzversorgung
Bewerbungen schwerbehinderter Menschen werden begrüßt.
Wir haben Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich bis 15.01.2020:
Evang. Pfarramt Truchtelfingen, Am Gänsbach 15, 72461 Albstadt
oder per email an: pfarramt [-punkt-] truchtelfingen [-at -] elkw [-punkt-] de

Wir sind über Konfessionsgrenzen hinweg ein Volk Gottes

Zum ökumenischen Gottesdienst am Bibelsonntag

Seit Jahren führen die Kirchengemeinden im Talgang die ökumenische Bibelwoche durch. Zu Beginn eines Jahren sind dabei Pfarrer und auch Gemeindeglieder zu Gast beim andern, d. h. bei der andern Konfession. Das belegt das gute ökumenische Miteinander im Talgang. Zur Bibelwoche, bei der in diesem Jahr ausgewählte Abschnitte aus dem fünften Buch Mose ausgelegt wurden, gehören jedoch nicht allein Bibelabende hin und her in Gemeindehäusern, sondern auch die Feier des ökumenischen Bibelsonntags. In diesem Jahr wurde dieser am 26. Januar, dem dritten Sonntag nach dem Erscheinungsfest, begangen. Die Predigt in diesem Gottesdienst, den der Posaunenchor Truchtelfingen unter der bewährten Leitung von Nico Schneider diesen mitgestaltete und eine festliche Note verlieh, hielt Ruth Schiebel, Pastoralreferentin der katholischen Seelsorgeeinheit Talgang. Bei der Auswahl der Lieder war darauf geachtet worden, dass diese bei den Angehörigen beider großer Konfessionen bekannt sind.

In ihrer Predigt sagte Pastoralreferentin Ruth Schiebel, zwar werde von furchteinflößenden Ereignissen berichtet, doch hätten die Israeliten beim Auszug aus Ägypten und bei der Wanderung durch die Wüste auch erlebt, dass diese Wirkweisen Gottes seien. Gottesfurcht sei ein wichtiges Wort, nicht nur im Alten Testament, was aber nicht heiße, dass wir Angst vor Gott haben sollten, wohl aber Ehrfurcht. Wir Christen glaubten an einen Gott, der sich sogar für uns Menschen habe ermorden lassen. Gott werde dadurch geliebt, dass wir den Unterschied zu ihm anerkennen. Gottesfurcht heiße, sich an Gottes Gebote zu halten. Gott wolle, dass es uns gut gehe. Die zehn Gebote seien Richtschnur für unser Leben. Die Israeliten haben damals Mose als Mittler gewollt, worauf sich Gott eingelassen habe, das heiße, dass es manchmal eines andern bedürfe, der uns den Zugang zu einem Bibeltext erschließen helfe. Darum gehe es ja auch bei den ökumenischen Bibelwochen. Ruth Schiebel schloss mit: Wir sind über Konfessionsgrenzen hinweg ein Volk Gottes.

Nach der Predigt sang die Gemeinde ein Lied aus unserer Zeit: „Vertraut den neuen Wegen“ (EG 395,1-3); die erste Strophe begleitete die Orgel; die Strophen zwei und drei der Posaunenchor. Auf Fürbittengebet und Vaterunser folgte wiederum ein Lied aus den letzten Jahrzehnten: „Bewahre uns Gott“ (EG 171,1-4), bei welchem der Posaunenchor die Begleitung aller vier Strophen übernommen hatte. Das Opfer dieses ökumenischen Gottesdienstes war für die Bibelgesellschaft in Ghana bestimmt. Die dortigen Kirchen haben nicht die finanziellen Mittel, um zur Bibelverbreitung im eigenen Land einen größeren Beitrag leisten zu können. Segenslied war „Strahlen brechen viele aus einem Licht“ (EG 268,1), ebenfalls eines der neueren Lieder; die Begleitung dieses und das Nachspiel hat Bernd Koch an der Orgel übernommen. Der zugesprochene aaronitische Segen beendete diesen eindrücklichen Gottesdienst zum ökumenisch begangenen Bibelsonntag.

Walter Rominger, Ebingen

 „Konfis backen Brot für die Welt“

Im Anschluss an den Gottesdienst am 2. Februar war ein eindrücklicher Brotverkauf

Der Gottesdienst am letzten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (02.02.2020) brachte in der Truchtelfinger Kirchengemeinde eine Premiere mit sich: Im Anschluss an den Gottesdienst verkauften Konfirmanden Holzofenbrote. Diese hatten sie am Tag zuvor im Holzbackofen im ehemaligen Hagenstall unter der fachkundigen Anleitung von Frau Sigrid Rehfuß, der Truchtelfinger Mesnerin und Herrn Manfred Eisele, einem langjährigen Kirchengemeinderat, gebacken. Diese Back- und Verkaufsaktion wurde im Zusammenhang mit der Unterrichtseinheit „Abendmahl“ durchgeführt. Der Erlös aus dem Brotverkauf kommt der Hilfsaktion „Bort für die Welt“ zugute. „5000 Brote. Konfis backen Brot für die Welt“ nennt sich das Unternehmen, das von der Hilfsaktion initiiert wurde, ausgehend von dem biblischen Bericht der Speisung von allein 5000 Männern durch Jesus mit fünf Broten – und wie viele Frauen und Kinder werden noch dabei gewesen sein. Die Brote gingen weg wie warme Semmeln. Keines blieb übrig (im Gegensatz zum biblischen Bericht, wo sogar noch übrig blieb). Ein ordentlicher Betrag konnte bestimmt an „Brot für die Welt“ überwiesen werden, zumal auch noch Apfelsaft zugunsten der Hilfsaktion verkauft wurde. Und den Konfirmanden hat sich bestimmt das Abendmahl durch diese praktische Backaktion und der anschließenden Abendmahlsfeier in der Galluskirche gut eingeprägt.

Der Gottesdienst davor verlief wie gewohnt. Auf das bekannte Lied zum Erscheinungsfest „Sie schön leuchtet der Morgenstern“ (EG 70,1.24) folgte Psalm 97 im Wechsel zwischen Pfarrer Christoph Grosse zusammen mit Konfirmanden und der Gemeinde. Dem Eingangsgebet und dem liturgischen Gesang „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576) schloss sich die Schriftlesung an: Die Berufung Moses am brennenden Dornbusch (2.Mose 3,1-10). Mit dem Christushymnus aus dem Philipperbrief (2,6-11; EG 764) bekannte die Gemeinde den christlichen Glauben. Lied vor der Predigt war „Morgenglanz der Ewigkeit“ (EG 450,1-4). Grundlage der Predigt bildete Offenbarung 1,2-18. Die Offenbarung des Johannes sei das letzte prophetische Buch in der Bibel; Johannes stehe in der Tradition der alttestamentlichen Propheten. Die Propheten seien Menschen gewesen, die den Finger in die offene Wunde legten und die Menschen ihrer Zeit zu einer Neuorientierung aufriefen. Jetzt seien die Menschen gefordert. Die Botschaft der Propheten wurde nicht gerne gehört, weshalb sie umstritten waren. Johannes sehe die Christen gefährdet. Je stärker der Kaiserkult werde, desto mehr wachse die Gefahr für die Christen. Johannes kritisiert den Machtanspruch des Kaisers in Rom, der sich zwar wie ein Gott verehren lässt, aber doch keiner ist. Deshalb sollen Christen nicht ihm, sondern nur Jesus folgen und die Gewissheit haben, dass Gott auch in Zeiten der Not da ist. In Christus ist das Reich Gottes angebrochen. Auf dem Wege gebe Gott Kraft.

Und dann ließen sich viele die einmalige Chance nicht entgehen, eines der von den Konfirmanden gebackenen Holzofenbrote zu erstehen, erfreuten durch den regen Kauf dieser Unikate die Konfirmanden und unterstützten dazuhin einen guten Zweck. Dies war eine Premiere. Aber dabei braucht es ja nicht zu bleiben. Hoffentlich findet das eine Fortsetzung.

Walter Rominger, Ebingen

 

Die christliche Zirkusschule kommt!

Akrobatik, Jonglage, Drahtseil, Schwerterkiste und noch viel mehr. Die bunte Welt des Zirkus kommt. Bei unserem Zirkustag gibt es viel Gelegenheit, die verschiedenen Zirkusdisziplinen auszuprobieren und Basisfertigkeiten zu erlernen. Gemeinsam mit Bettina Braun von der christlichen Zirkusschule der Kirche Unterwegs und unserem Youngsters-Team könnt ihr in die bunte Welt des Zirkus eintauchen, Neues entdecken und viel Spaß haben.

Und es gibt auch eine Aufführung! Um 15 Uhr sind deine Eltern und Großeltern eingeladen zu unserer Zirkusvorführung (ca. 30 min)

Damit wir planen können - auch für das Mittagesse - solltest du dich bis Donnerstag, 13. Februar im Pfarramt anmelden: 07432 5136 oder pfarramt.truchtelfingen@elkw.de

 „Hoffnung ist ein starker Rückenwind“ (südamerikanisches Sprichwort) – ein guter Leitgedanke für den Kirchengemeinderat

Die neu gewählten Kirchengemeinderäte wurden an Epiphanias verpflichtet

Einen „Schalttag“ nannte Pfarrer Christoph Grosse das Erscheinungsfest. Nicht allein weil damit die Weihnachtszeit abgeschlossen ist, der Alltag wieder beginnt und all der weihnachtliche Schmuck aus der Kirche verschwindet, sondern weil dieser Tag insofern denkwürdig und besonders ist, weil die Zeit des bisherigen Kirchengemeinderats zu Ende gegangen ist und der am ersten Advent gewählte seine Arbeit aufnimmt.

Die Grundlage zur Predigt bildete Jesaja 61,1-3. Das ist eine Botschaft der Hoffnung. Statt Trauer ist Freude angesagt. Geradezu paradiesische Erwartungen verkündigt der Prophet. Hoffnung ist da. Jahrhunderte später nimmt Jesus in seiner Antrittspredigt in Nazareth dieses Prophetenwort auf und bezieht dieses auf sich und erregt damit Anstoß. Jesus sei die Gegenwart Gottes in unseren Tagen. Veränderungen erwarten viele von technischen Entwicklungen, wobei allerdings vieles nicht erfüllbar sei. Das zu erkennen sei gut und ernüchternd. Hoffnung sei auch etwas anderes als Erwartung. Gott sei da und überlasse die Welt nicht sich selbst. Er wolle etwas Neues für diese Welt. Gut beschreibe ein südamerikanisches Sprichwort, was Hoffnung sei: „Hoffnung ist ein starker Rückenwind.“ Hoffnung haben wir, wenn wir etwas verändern wollen. Das habe manche bewegt, im Kirchengemeinderat mitzuwirken. Sie wollen die Welt ein Stück weit verändern, was ganz verschieden geschehen könne. Es ist die Hoffnung, die etwas ändern will, was uns zum Handeln bewege. Dann findet man sich auch nicht einfach mit dem ab, wie es ist.

Nach dem Predigtlied „Jesus ist kommen“ (EG 66,1.2.9) folgte die Entpflichtung des alten Kirchengemeinderates und die Verpflichtung des neuen. Die vergangene Wahlperiode seien gute und vertrauensvolle sechs Jahre gewesen. Vier schieden aus dem Gremium aus. Nach 36 Jahren verabschiedete sich auch Beate Eppler. Anfangs war sie die einzige Frau im Gremium. Sie wird jedoch weiterhin ehrenamtlich in der Gemeinde tätig bleiben. Für ihr großes Engagement erhielt sich die Johannes Brenz Medaille in Bronze. In Truchtelfingen erhielten diese vor ihr bereits Robert Konzelmann (+) und Heinz Conzelmann. Pfarrer Christoph Grosse verwies darauf, wie die Kirchengemeinde durch eine Doppelspitze geleitet werde: Zum einen durch Pfarrer und Kirchengemeinderat und zum andern durch Pfarrer und den aus dem Gremium gewählten Vorsitzenden. Die Amtsverpflichtung, die für Pfarrer und Kirchengemeinderäte gleichlautend ist, bejahten alle neuen Kirchengemeinderäte, worauf ihnen Pfarrer Christoph Grosse den Segen Gottes zusprach. Darauf bedankte  er sich bei den neu eingeführten Kirchengemeinderäten für deren Bereitschaft, Verantwortung in und für die Gemeinde zu übernehmen. Er zeigte sich gespannt auf die Zusammenarbeit.

Walter Rominger, Ebingen

 „Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist“

Weihnachten – Gottes unumstößliches Ja zu den Menschen

Zum Gottesdienst am vierten Sonntag im Advent

Auf das unmittelbar bevorstehende Fest der Geburt Christi und die damit verbundene geradezu unbändige Freude wiesen am vierten Sonntag im Advent Wochenspruch (Philipper 4,4f.), Psalm (Nr. 145, EG 756), Schriftlesung (Lukas 1,26-38, Ankündigung der Geburt Jesu) als auch die Lieder hin. Zum Eingang sang die Gemeinde das bekannte Adventslied von Jochen Klepper „Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern“ (EG 16,1-3). Auf Eingangslied und Stilles Gebet folgte das kurze Adventslied „Seht, die gute Zeit ist nah, Gott kommt auf die Erde“ (EG 18,1 + 2, von 1972) des recht früh verstorbenen bayerischen Pfarrers Friedrich Walz (1932-1984). Wochenlied war das auf eine ältere englische Vorlage zurückgehende „O komm, o komm, du Morgenstern“ (EG 19,1-3, von 1975) von Otmar Schulz.

Der Predigt von Pfarrer Klaus Kucht, seit einigen Jahren Ruheständler und davor 17 Jahre an der Ebinger Thomaskirche, lag ein Abschnitt aus dem ersten Kapitel des zweiten Briefes des Apostels Paulus an die Korinther zugrunde (Verse 18-22). Er meinte, der Zauber, welcher der so bekannten Weihnachtsgeschichte innewohne, erschließe sich nicht sogleich. Doch komme es darauf an, in ihr die ordnende Hand Gottes zu erkennen. In aller Unordnung solle die Offenbarung Gottes erkannt werden. Die Gemeindeglieder in Korinth, an welche Paulus diesen Brief gerichtet habe, seien aus recht unterschiedlichen Hintergründen gekommen. Doch trotz aller Verschiedenheiten soll der Glaube so gelebt werden, dass Jesus Christus die Mitte des Glaubens sei. Das verbindende Element sei die Treue Gottes. Christus sei das Fundament, das nicht zerbreche, aber verbinde. Die Gewissheit der Treue Gottes nehme uns nicht die Freiheit, auf das Evangelium unterschiedlich zu reagieren. Weihnachten bezeuge Gottes unumstößliches Ja zu den Menschen, wobei die Möglichkeit vorhanden sei, dies ganz unterschiedlich anzunehmen. Pfarrer Klaus Kucht schloss mit einer Einsicht des Franziskanerpaters Richard Rohr: Wir sollen so leben, dass Jesus darin sichtbar werde.

Nach dieser recht ansprechenden Predigt sang die Gemeinde Martin Luthers Adventslied „Nun komm, der Heiden Heiland“ (EG 4,1-5). Dem folgten Fürbitten, Gebet und Vaterunser. Schlusslied war „Auf, auf, ihr Christen alle“ (EG 536,1-3, württembergischer Teil), ein Adventslied des Hamburger Pfarrers und zu seiner Zeit hoch angesehenen Dichters Johann Rist (1607-1667). Die Segensstrophe brachte noch einmal die ganz persönliche Bitte um das Kommen Jesu zu  mir zum Ausdruck „Komm, o mein Heiland Jesu Christ“ (EG 1,5, aus: „Macht hoch die Tür“) des Königsberger Pfarrers Georg Weissel (1590-1635).

Walter Rominger, Ebingen

Kindergartenkinder bereichern mit Spiel den Gottesdienst am dritten Sonntag im Advent

Es war ein wirklich gelungener Familiengottesdienst am dritten Sonntag im Advent. Die Kinder und Erzieherinnen der beiden Truchtelfinger Kindergärten, aus dem Rossental und dem Gänsbach, bereicherten ihn mit zwei Liedern und einem doch recht umfangreichen Spiel. Dieses führte denn auch auf das nun bald bevorstehende Christfest hin. Auf der Suche nach seinem verlorenen Schaf findet der kleine Hirte Simon zusammen mit andern Hirten, indem diese einem besonders hell leuchtenden Stern folgen, zum Stall mit dem Jesuskind.

Der dritte Sonntag im Advent, der Johannes dem Täufer gewidmet ist, steht unter dem Prophetenwort. „Bereitet dem HERRN den Weg; denn siehe, der HERR kommt gewaltig“ (Jesaja 40,3.10). Um Johannes den Täufer ging es dann auch Pfarrer Christoph Grosse in seiner Predigt. Johannes der Täufer habe sich von den andern abgegrenzt. Mit seinem Leben habe er uns etwas voraus. Er rufe uns zu: Räumt euer Leben auf. Nicht die Deko sei wichtig, sondern was dahinter sei. Mit deutlichen Worten habe Johannes der Täufer zur Buße gerufen. Seine Botschaft sei an sich einfach gewesen, nämlich: Handelt gerecht.

Neben dem weniger bekannten Lied „O Komm, o komm, du Morgenstern“ (EG 19,1-3) sang die Gemeinde gegen Ende des Gottesdienstes auch das wohl bekannteste Adventslied: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ (EG 1,1.2.5).

Als Belohnung für ihren so gelungenen Auftritt erhielt jedes Kindergartenkind einen essbaren kleinen Nikolaus. Die milde Temperatur ermöglichte es, den Ständerling vor der Kirche durchzuführen.

Walter Rominger, Ebingen

Mit Posaunen durch das Kirchenjahr

Der Posaunenchor Truchelfingen gestaltet eindrückliches geistliches Konzert

Wer am 16. November das Konzert des Posaunenchors Truchtelfingen versäumt hat, hat tatsächlich etwas versäumt. Der stattliche Chor der Bläserinnen und Bläser unter der bewährten Leitung von Nico Schneider gab sein Bestes und heraus kam Posaunenmusik vom Feinsten. Thematisch ging es durch das gesamte Kirchenjahr, von Advent bis zum Ewigkeitssonntag. Musikalisch reichte das Programm vom frühen Barock bis in die Gegenwart, bot Bekanntes und weniger Bekanntes alter und neuer Meister. Es waren so bekannte Werke wie „Machet die Tore weit“, eine Vertonung von Psalm 21 durch Andreas Hammerschmidt (1612-1675) zur Adventszeit und das bekannte Gedicht Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ zum Jahreswechsel mit einem Vorspiel von Michael Schütz (*1969) und der bekannten Melodie von Siegfried Fietz (*1946). Bei diesem, wie auch beim Osterlied „Wir wollen alle fröhlich sein“ mit einem Vorspiel von Michael Nagel (*1958) und der Musik von Michael Prätorius und schließlich beim abschließenden Abendlied des Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“ mit der Melodie von Johann Abraham Schulz (1747-1800) sang die Gemeinde mit. Die Begleitung übernahm dabei teilweise auch Bernd Koch an der Orgel. Für die lange, aber festarme Trinitatiszeit (vom Sonntag nach Pfingsten bis zum Ende des Kirchenjahres) standen im Großen und Ganzen fünf eher weniger bekannte freie Stücke an. Doch bei einigen dieser kam neben dem Posaunenchor auch ein Schlagzeug zum Einsatz, das Christoph Gölz bediente. Mich persönlich haben die Choralsätze von Johann Sebastian Bach (1685-1750) zu „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“ (Text: Johann Heermann, 1585-1647) und Vorspiel (Orgel und Posaunen) sowie Bläsersatz von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) zu „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (Text und Melodie: Philipp Nicolai, 1556-1608) angesprochen. Mendelssohn hat diesen Choral in seinem Oratorium „Paulus“ verwendet.

Die Musik sollte zum Lobe Gottes sein. Dass es eine gottesdienstliche Veranstaltung war, zeigte sich auch daran, dass Pfarrer Christoph Grosse zwei „Impulse“ gab. Zum einen zu „Pfingsten“, womit Mutlosigkeit wie weggeblasen sei, durch den Geist Gottes Verbindung geschaffen werde, Starrheit überwunden werde und Bewegung und Leben entstehen. Zum andern zu „Reformation“, die fast am Ende des Kirchenjahres liegt (31. Oktober). Damit werde an das Eigentliche erinnert. Es erfolge ein Rückgriff auf Christus, womit wir aus Glauben lebten und Mut zum Leben gewönnen. Gebet, Vaterunser und Segen standen am Ende dieses musikalischen Gottesdienstes.

Es war ein zu Herzen gehender gut besuchter Gottesdienst. Unberührt blieb von den zahlreichen Gottesdienstbesuchern wohl niemand.

Walter Rominger, Ebingen

Aufsehen auf Jesus bringt Hoffnung

Zum Gemeindefrühstück und Gottesdienst am zweiten Sonntag im Advent

Zumindest denjenigen Truchtelfingern, die sich mit der evangelischen Kirchengemeinde verbunden wissen – und solche gibt es doch noch erfreulich viele - ist bewusst, dass eines der beiden jährlichen Gemeindefrühstücke seit Jahren am zweiten Sonntag im Advent ist (das andere am Muttertag, dem zweiten Sonntag im Mai). Ein inzwischen eingespieltes kleines Team hatte die Hauptarbeit bereits am Samstag-Vormittag erledigt, so dass es am Sonntag vor allem nur noch darum ging, das Ess- und Trinkbare in die dafür geeigneten Gefäße und auf die Teller und Platten zu bringen. So konnten ab 9.00 Uhr die Gäste an den schön adventlich dekorierten Tischen Platz nehmen. Rege Gespräche gab es an den Tischen.

Die Zeit verging wie im Flug. Schon rückte der Gottesdienstbeginn näher. Es ist gut, dass die Galluskirche kaum fünf Gehminuten vom Gemeindehaus entfernt ist. Den Gottesdienst zum zweiten Sonntag im Advent bereicherte die Flötengruppe. Nach deren Vorspiel sang die Gemeinde mit Orgelbegleitung das alte Adventslied „Es kommt ein Schiff geladen“ (EG 8,1-6) von Daniel Sundermann. Ein weiteres Adventslied, „O Heiland reiß die Himmel auf“ (EG 7,1-7) von Friedrich von Spee leitete zur Predigt über, der Lukas 21,25-33 zugrunde lag. Weltuntergangsstimmung gebe es, so Pfarrer Christoph Grosse, schon lange; längst bevor der Klimawandel befürchtet wurde, habe es das gegeben. Zunächst habe die Predigtperikope etwas Beängstigendes. Die Frage tauche auf, ob wir Menschen dran seien, den Untergang herbeizuführen. Oft sei Weltuntergangsstimmung mit Angst vor der Zukunft verbunden. In seiner Rede nehme Jesus zwar das Denken seiner Zeit auf, nehme uns aber nicht hinein in den Untergang. Das Ende der Welt ist nicht schon das Ende Gottes. Am zweiten Advent nehme die Gemeinde das Ende in den Blick. Am Ende werde alles neu werden. Wir wissen wohl, dass dies kommt, jedoch nicht, wie dies sein wird. Die Worte Jesu seien auch eine Mahnung: Seid euch nicht zu sicher. Zentral steht das Wort Jesu: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht“ (Lukas 21,28); dies ist auch der Spruch zur Woche des zweiten Advents. Christen können aufrecht und stark der Ankunft Jesu entgegengehen. Jesus mache es möglich, dass wir aufsehen dürfen und damit Hoffnung haben. So werde das drohende Weltgericht hoffnungsvoll. Das Aufsehen auf Jesus bringe Hoffnung.

Walter Rominger, Ebingen

Mit Posaunen durch das Kirchenjahr

Der Posaunenchor Truchelfingen gestaltet eindrückliches geistliches Konzert

Wer am 16. November das Konzert des Posaunenchors Truchtelfingen versäumt hat, hat tatsächlich etwas versäumt. Der stattliche Chor der Bläserinnen und Bläser unter der bewährten Leitung von Nico Schneider gab sein Bestes und heraus kam Posaunenmusik vom Feinsten. Thematisch ging es durch das gesamte Kirchenjahr, von Advent bis zum Ewigkeitssonntag. Musikalisch reichte das Programm vom frühen Barock bis in die Gegenwart, bot Bekanntes und weniger Bekanntes alter und neuer Meister. Es waren so bekannte Werke wie „Machet die Tore weit“, eine Vertonung von Psalm 21 durch Andreas Hammerschmidt (1612-1675) zur Adventszeit und das bekannte Gedicht Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ zum Jahreswechsel mit einem Vorspiel von Michael Schütz (*1969) und der bekannten Melodie von Siegfried Fietz (*1946). Bei diesem, wie auch beim Osterlied „Wir wollen alle fröhlich sein“ mit einem Vorspiel von Michael Nagel (*1958) und der Musik von Michael Prätorius und schließlich beim abschließenden Abendlied des Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“ mit der Melodie von Johann Abraham Schulz (1747-1800) sang die Gemeinde mit. Die Begleitung übernahm dabei teilweise auch Bernd Koch an der Orgel. Für die lange, aber festarme Trinitatiszeit (vom Sonntag nach Pfingsten bis zum Ende des Kirchenjahres) standen im Großen und Ganzen fünf eher weniger bekannte freie Stücke an. Doch bei einigen dieser kam neben dem Posaunenchor auch ein Schlagzeug zum Einsatz, das Christoph Gölz bediente. Mich persönlich haben die Choralsätze von Johann Sebastian Bach (1685-1750) zu „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“ (Text: Johann Heermann, 1585-1647) und Vorspiel (Orgel und Posaunen) sowie Bläsersatz von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) zu „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (Text und Melodie: Philipp Nicolai, 1556-1608) angesprochen. Mendelssohn hat diesen Choral in seinem Oratorium „Paulus“ verwendet.

Die Musik sollte zum Lobe Gottes sein. Dass es eine gottesdienstliche Veranstaltung war, zeigte sich auch daran, dass Pfarrer Christoph Grosse zwei „Impulse“ gab. Zum einen zu „Pfingsten“, womit Mutlosigkeit wie weggeblasen sei, durch den Geist Gottes Verbindung geschaffen werde, Starrheit überwunden werde und Bewegung und Leben entstehen. Zum andern zu „Reformation“, die fast am Ende des Kirchenjahres liegt (31. Oktober). Damit werde an das Eigentliche erinnert. Es erfolge ein Rückgriff auf Christus, womit wir aus Glauben lebten und Mut zum Leben gewönnen. Gebet, Vaterunser und Segen standen am Ende dieses musikalischen Gottesdienstes.

Es war ein zu Herzen gehender gut besuchter Gottesdienst. Unberührt blieb von den zahlreichen Gottesdienstbesuchern wohl niemand.

Walter Rominger, Ebingen

Ergebnis der Wahlen zum Kirchengemeinderat am 1. Dezember 2019

Wahlberechtigte: 1258   abgegebene Stimmen: 313   ungültige Stimmen: 0

In den Kirchengemeinderat gewählt wurden:

Beck, Christa                         358 Stimmen

Bitzer, Jochen                        226 Stimmen

Bosch, Hanna                        360 Stimmen

Conzelmann, Susanne             341 Stimmen

Gillmeister, Torsten                 263 Stimmen

Krämer, Cornelia                     185 Stimmen

Renz, Jutta                           345 Stimmen

Streich, Adelheid                    333 Stimmen

 

Von den bei der Wahl zur Landessynode abgegebenen gültigen Stimmen haben erhalten:

Laien

Mielke, Martin           120 Stimmen

Hauch, Hans-Martin   148 Stimmen

Steinfort, Amrei         168 Stimmen

Lehmann, Christoph   176 Stimmen

Kempf, Julian            133 Stimmen

Theologen

Schuttkowski, Reinhold   206 Stimmen

Kaisner, Nicole              157 Stimmen

Gerold, Thomas Dr.        147 Stimmen


Wohnung frei

Im Kindergarten Gänsbach ist ab 1. November eine EinzimmerWohnung mit Küche und Abstellraum frei, die zunächst für ein Jahr gemietet werden kann.

(250,- € + 100,-€  NK)

Nähere Informationen bei der Kirchenpflege oder im Pfarramt.

Posaunenchor in Concert

Samstag, 16. November

um 19.00 Uhr in der Galluskirche

Eintritt frei

Samstag, 16. November sind die Youngsters wieder am Start!

Es wird gemütlich kreativ - witzig verspielt und sicher wieder lecker!

Youngsters-Day ist von 10 bis 15 Uhr.

Bitte melde Dich bis Donnerstag, 14.11. beim Pfarramt an (Tel. 5136)

Wir freuen uns auf Dich!

„Allein der Glaube“!?

Das Thema des Gottesdienstes am 13. Oktober 2019, dem 17. Sonntag nach Trinitatis, ist Pfarrer Christoph Grosse zufolge „Glaube“. Der Wochenspruch legt dies durchaus nahe: „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“ (1.Johannes 5,4). Auch das Eingangslied „Die güldene Sonne“ von Paul Gerhardt (EG 449,1-4.6.8) sei an sich ein Glaubenslied (im EG unter Morgenlieder eingeordnet). Der im Wechsel gebetete Psalm 138 (Nr. 920; in: neue Lieder plus) drückte Dank gegenüber Gott aus. Mit Glauben hat ganz bestimmt die Schriftlesung zu tun: Markus 10,17-22 (Der reiche Jüngling). Da der christliche Glaube ja auch Inhalte hat, war es durchaus angezeigt, das Apostolische Glaubensbekenntnis zu sprechen. Das Wochenlied „Such, wer da will ein ander Ziel“ von Georg Weisel (EG 346,1-5) drückt Glaubenszuversicht aus. In der Predigt zu Jakobus 2,14ff. stellte Pfarrer Christoph Grosse zunächst die gemeindliche Situation zur Zeit des Jakobus dar. Dieser hatte in der in der Gemeinde zu Jerusalem, die inzwischen von dort vertrieben war, eine gewichtige Funktion. Es gab starke soziale Unterschiede. Die helfende Tat wurde offenbar nicht von  allen als geradezu verpflichtend verstanden. Jakobus polemisiere nicht gegen Römer 3 (die Gerechtigkeit aus Gott ist durch Christi Opfertod erworben und wird dem Glaubenden zuteil). So heiße Beten auch nicht, die Hände untätig in den Schoß zu legen. Jakobus ermahne denjenigen, der nur auf sich sieht, auch den anderen zu sehen. Wir werden nach den Früchten des Glaubens gefragt. In den evangelischen Kirchen sei dies auch so gewesen. Von deren Anfängen an haben Vertreter Verantwortung übernommen: diakonische Einrichtungen usw. entstanden. Dass der Glaube auch zur helfenden Tat führen soll, das mag sich auch an der für diesen Sonntag vorgeschriebenen Kollekte zeigen: Sie war für die Diakonie in Württemberg bestimmt. Nach dem Lied „Lasst uns den Weg der Gerechtigkeit gehen“ von Diethard Zils und Christoph Lehmann (EG 658,1-4) folgten Fürbittengebet und Vaterunser. Dem schloss sich das Schlusslied „Hilf, Herr meines Lebens“ von Gustav Lohmann und Markus Jenny (EG 419,1-5) an, bevor nach den Abkündigungen die Segensstrophe „O treuer Hüter“ (Strophe 6 aus „Lobet den Herren alle, die ihn ehren“ von Paul Gerhardt) und der aaronitische Segen den Gottesdienst beschlossen. Im Glauben gestärkt konnten die Gemeindeglieder in den sich spätsommerlich anfühlenden goldenen Oktober hinausgehen und bestimmt freuten sich so manche nicht nur auf einen schönen Sonntagspaziergang, sondern genauso auf die Premiere der Kirchengemeinde am Nachmittag: den ökumenischen Kirbe-Kaffee.

Walter Rominger

„Allein der Glaube“!?

Das Thema des Gottesdienstes am 13. Oktober 2019, dem 17. Sonntag nach Trinitatis, ist Pfarrer Christoph Grosse zufolge „Glaube“. Der Wochenspruch legt dies durchaus nahe: „Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat“ (1.Johannes 5,4). Auch das Eingangslied „Die güldene Sonne“ von Paul Gerhardt (EG 449,1-4.6.8) sei an sich ein Glaubenslied (im EG unter Morgenlieder eingeordnet). Der im Wechsel gebetete Psalm 138 (Nr. 920; in: neue Lieder plus) drückte Dank gegenüber Gott aus. Mit Glauben hat ganz bestimmt die Schriftlesung zu tun: Markus 10,17-22 (Der reiche Jüngling). Da der christliche Glaube ja auch Inhalte hat, war es durchaus angezeigt, das Apostolische Glaubensbekenntnis zu sprechen. Das Wochenlied „Such, wer da will ein ander Ziel“ von Georg Weisel (EG 346,1-5) drückt Glaubenszuversicht aus. In der Predigt zu Jakobus 2,14ff. stellte Pfarrer Christoph Grosse zunächst die gemeindliche Situation zur Zeit des Jakobus dar. Dieser hatte in der in der Gemeinde zu Jerusalem, die inzwischen von dort vertrieben war, eine gewichtige Funktion. Es gab starke soziale Unterschiede. Die helfende Tat wurde offenbar nicht von  allen als geradezu verpflichtend verstanden. Jakobus polemisiere nicht gegen Römer 3 (die Gerechtigkeit aus Gott ist durch Christi Opfertod erworben und wird dem Glaubenden zuteil). So heiße Beten auch nicht, die Hände untätig in den Schoß zu legen. Jakobus ermahne denjenigen, der nur auf sich sieht, auch den anderen zu sehen. Wir werden nach den Früchten des Glaubens gefragt. In den evangelischen Kirchen sei dies auch so gewesen. Von deren Anfängen an haben Vertreter Verantwortung übernommen: diakonische Einrichtungen usw. entstanden. Dass der Glaube auch zur helfenden Tat führen soll, das mag sich auch an der für diesen Sonntag vorgeschriebenen Kollekte zeigen: Sie war für die Diakonie in Württemberg bestimmt. Nach dem Lied „Lasst uns den Weg der Gerechtigkeit gehen“ von Diethard Zils und Christoph Lehmann (EG 658,1-4) folgten Fürbittengebet und Vaterunser. Dem schloss sich das Schlusslied „Hilf, Herr meines Lebens“ von Gustav Lohmann und Markus Jenny (EG 419,1-5) an, bevor nach den Abkündigungen die Segensstrophe „O treuer Hüter“ (Strophe 6 aus „Lobet den Herren alle, die ihn ehren“ von Paul Gerhardt) und der aaronitische Segen den Gottesdienst beschlossen. Im Glauben gestärkt konnten die Gemeindeglieder in den sich spätsommerlich anfühlenden goldenen Oktober hinausgehen und bestimmt freuten sich so manche nicht nur auf einen schönen Sonntagspaziergang, sondern genauso auf die Premiere der Kirchengemeinde am Nachmittag: den ökumenischen Kirbe-Kaffee.

Walter Rominger

Kirbekafee am 13.10.2019

Am kommenden Samstag, 5. Oktober, ist es wieder soweit:

die Youngsters sind unterwegs!

Diesmal werden wir mit "Highlandgames" sehr viel Spaß haben!

Wenn Du zwischen 9 und 13 Jahren alt bist, melde dich doch einfach an!

Wir treffen uns von 10 Uhr bis 15 Uhr im Gemeindehaus in der Holdertalstr. 6

Natürlich gibt es auch einen leckeren Mittagssnack

Wir freuen uns auf dich!!!

Für unseren Kindergarten Gänsbach suchen wir eine/n Erzieher/in (m/w/d) 50 - 100%.

Unser Kindergarten arbeitet

mit Kindern von 2 bis 6 Jahren in VÖ, Regelöffnungszeiten und Ganztagsplätzen und ist Montags bis Donnerstags von 7.30 Uhr - 16.30 Uhr, Freitags von 7.30 - 14.00 Uhr geöffnet. Wir haben zwei altershomogene Gruppen.

Wir wünschen uns von Ihnen
- Interesse an der Umsetzung des christlichen Erziehungsauftrages und Mitgliedschaft in der ev. Kirche.
- Freude an der Arbeit mit Kindern und Eltern
- Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Organisationstalent, kreatives, zuverlässiges und eigenverantwortliches Handeln und eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Es erwartet Sie
-        eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit
-        ein aufgeschlossenes, motiviertes Team
-        Vergütung nach KAO (TvöD) und Zusatzversorgung, die Stelle ist in S7 eingruppiert.

Für den Kindergarten Rossental suchen wir eine/n Hausmeister/in (m/w/d) ca. 5 WoSt für die Außenanlagen, Kleinreparaturen und Wartungsarbeiten sowie ggf. Schneeräumen.
Bewerbungen schwerbehinderter Menschen werden begrüßt.
Wir haben Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich: Evang. Pfarramt Truchtelfingen, Am Gänsbach 15, 72461 Albstadt, Kontakt

Für unsere Kindergärten suchen wir eine/n

Erzieher/in (m/w/d) 50 - 100%

Wir wünschen uns von Ihnen

- Interesse an der Umsetzung des christlichen Erziehungsauftrages und Mitgliedschaft in der ev. Kirche.

- Freude an der Arbeit mit Kindern und Eltern

-        Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Organisationstalent, kreatives, zuverlässiges und eigenverantwortliches Handeln und eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Es erwartet Sie

-        eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit

-        ein aufgeschlossenes, motiviertes Team

-        Vergütung nach KAO (TvöD) und Zusatzversorgung

Außerdem  suchen wir eine/n

Hausmeister/in (m/w/d) ca. 5 WoSt.

Nähere Informationen unter www.galluskirche.de.

Bewerbungen schwerbehinderter Menschen werden begrüßt.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?

Dann bewerben Sie sich: Evang. Pfarramt Truchtelfingen,

Am Gänsbach 15, 72461 Albstadt, pfarramt.truchtelfingen@elkw.de

 

Herzliche Einladung zu Glaube im Gespräch am Donnerstag, 19. September, um 19.30 Uhr., es geht diesmal um Ruth – eine besondere Erntegeschichte aus der Bibel.

„Sommerfest neben dem Kastanienbaum“

Ein gelungenes Fest des Posaunenchors trotz nicht idealen Wetters

Gerade zum 28. Juli, dem sechsten Sonntag nach Trinitatis, hatte der Sommer eine „Verschnaufpause“ eingelegt. Nach einigen heißen Tagen war es zwar angenehm kühl, aber es stand zu befürchten, dass bei einer Durchführung des Sommerfestes des Posaunenchors Truchtelfingen unter dem Kastanienbaum dieses in Wasser fallen könnte. Und so taten die Verantwortlichen denn auch recht, diese seit Jahren in Truchtelfingen etablierte Veranstaltung zum Ferienbeginn ins Gemeindehaus zu verlegen, das ja nicht mehr als einen halben Steinwurf vom Kastanienbaum entfernt ist. Pfarrer Christoph Grosse nannte es dann auch ganz treffend ein Sommerfest neben dem Kastanienbaum. Dass die Entscheidung für eine Verlegung ins Gemeindehaus richtig war, sollte sich denn auch schon gegen 13.00 Uhr zeigen, als ein über Stunden anhaltender Dauerregen einsetzte.

Am Beginn des Sommerfestes stand freilich ein Gottesdienst. Bereits mit seinem Vorspiel stimmte der Posaunenchor unter Nico Schneider auf das erste Lied ein, das Sommerlied von Paul Gerhardt „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Im Wechsel mit Pfarrer Christoph Grosse betete die doch zahlreich versammelte Gemeinde Psalm 139.

In der Predigt zu 1.Petrus 2,2-10 ging es darum, wie ich Sicherheit erlangen kann. „Gib mir einfach nur ein bisschen Sicherheit“, wie es in einem Lied der Gruppe „Silbermond“ heißt, bringe das Gefühl so vieler zum Ausdruck. Was gibt mir Sicherheit? Wovon lebe ich? Wie bin ich überhaupt zum Glauben gekommen? Solche Fragen stellte Pfarrer Christoph Grosse zu Beginn, um dann fortzufahren, dass man Christ nicht einfach so beiläufig werde. Damals, als der 1. Petrusbrief geschrieben wurde, seien die Christen eine Minderheit in einer eher feindseligen Umwelt gewesen. Wenn auch viele von ihnen Jesus nicht (mehr) persönlich gekannt haben, so haben sie jedoch die Botschaft von ihm gehört; und dies hat sie verändert. Sie haben sich bewusst dem Christentum zugewandt, wodurch sich ihr Lebensstil veränderte. Christsein bedeute eine Entscheidung, die unser Leben präge. Der Glaube brauche Nahrung, damit er wachsen könne. Menschen fragten nach der Zusage Gottes, welche bei der Taufe, der Konfirmation, aber auch bei jedem Gottesdienst im Segen gegeben werde. Nahrung des Glaubens erhalte ich durch das Wort Gottes, welches auf ganz unterschiedliche Weise erfolgen könne, etwa durch das Lesen der Bibel, die Herrnhuter Losungen, ein Kalenderblatt. Auch seien Vergewisserung und gegenseitiger Austausch wichtig. Manchmal müsse man als Christ auch Stein des Anstoßes sein. Christen kämpften für das Leben, in ganz besonderer Weise an dessen Anfang und Ende, und auch für die gebeutelte Schöpfung. Gott sei es, der Veränderung sowie auch Anfänge ermögliche.

Die Bläser und Bläserinnen des Posaunenchors vollbrachten an diesem Tag eine beachtenswerte Leistung. Nach dem Spiel wurden sie sogleich dafür benötigt, um den Gästen aufzuwarten. So waren sie als Grillmeister, am Zapfhahn und vor allem als Bedienungen tätig. Außer Kaffee und selbstgemachten Kuchen musste man sich nichts selbst holen. Man bestellte einfach bei den freundlichen Bedienungen und bekam dann sein Steak oder seine Wurst mich Salat oder Wecken, ebenso die Kaltgetränke, serviert.

Es war ein rundum gelungenes Sommerfest. Die Besucher traten denn auch völlig zufrieden den Heimweg an und freuen sich bestimmt schon auf das Sommerfest 2020. Der Posaunenchor Truchtelfingen versteht nicht allein sein Bläserspiel, sondern genauso Planung und  Durchführung von Gemeindefesten. Alle Achtung. 

Walter Rominger

„Gott lieben und seinen Nächsten wie sich selbst“

Zum Gottesdienst am Israelsonntag

Der zehnte Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest stellt das Verhältnis der Kirche zu Israel heraus. Die evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen beging den Israelsonntag (früher: Gedenktag der Zerstörung Jerusalems) mit einem Abendmahlsgottesdienst. Der Gottesdienst am 25. August zeichnete sich dadurch aus, dass ausschließlich Lieder, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind, gesungen wurden: Zum Eingang: „Kommt herbei, singt dem Herrn“ (EG 601,1-3, Diethard Zilz, 1962); dem folgte, wie in fast jedem Gottesdienst der Taizé-Gesang „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576, Jacques Berthier, 1989); als Lied vor der Predigt mit Begleitung durch Gitarre und Keyboard war ein gesungenes Glaubensbekenntnis (Neue Lieder plus, Nr. 54, Albert Frey); das Lied nach der Predigt war das so hoffnungsvolle Lied „Ich glaube fest, dass alles anders wird“ (EG 661,1-4, Martin Bogdahn, 1990); vor der Austeilung des Abendmahls sang die Gemeinde wieder ein Lied aus Taizé „Nichts soll dich ängsten“ (EG 574, Jacques Berthier, 1984); das Schlusslied war wiederum aus „Neue Lieder plus“: „Finden wir Verschiedenen zusammen“ (Nr. 137,1-4, Text: Frieder Dehlinger, Melodie: Andres Lloyd Webber, im Musical Jesus Christ Superstar); das Segensleid war „Keiner kann allein“ (EG 170,2, Dieter Trautwein, 1978).

Als Psalm betete die Gemeinde im Wechsel mit dem Liturgen Psalm 122 (in: Neue Lieder plus, Nr. 918). Die Schriftlesung war ein Abschnitt aus dem achten Kapitel des Propheten Sacharja.

Der Predigt von Pfarrer Christoph Grosse lag die Perikope Markus 12,28-34, die Frage nach dem größten Gebot, zugrunde. Ein Schriftgelehrter kommt mit der ehrlichen Frage zu Jesus, welches denn das größte Gebot sei. Schließlich kennt das Judentum einige hundert Verbote und Gebote. Jesus nennt das Doppelgebot der Lebe: Gott lieben und seinen Nächsten gleich wie sich selbst. In Gottes- und Nächstenliebe lassen sich die zehn Gebote aufteilen. Auf die erste Tafel kommen die Gebote 1 bis 4, welche das Verhältnis zu Gott betreffen, auf die zweite Tafel kommen die Gebote 5 bis 10, die das Verhältnis zum Nächsten betreffen. Wohl habe die erste Tafel Priorität, da sie vorangestellt sei; doch müsse sich die Liebe zu Gott auch an der Liebe zum Nächsten messen lassen. So wie Israel die Erfahrung gemacht habe, von Gott geliebt zu sein, so dürften auch wir Christen diese machen. Zunächst gehe es darum, dass ich Liebe von Gott erhalte und damit, vergleichbar einer Wasserschale, gefüllt werde. Meine Liebe zu Gott ist meine Antwort auf sein Kommen zu uns Menschen. Gott lieben heiße, ihn zur Mitte meines Lebens zu machen.

Mit der Feier des Abendmahls nahm der Gottesdienst seinen weiteren Verlauf und danach mit Segen und Orgelnachspiel auch sein Ende. Gestärkt mit dem „Brot des Lebens“ konnten darauf die Gottesdienstbesucher in den Sommertag hinaus- und in die neue Woche hineingehen.

Walter Rominger, Ebingen

Gottesdienst im Grünen findet in diesem Jahr witterungsbedingt im regensicheren Gemeindehaus statt

Am letzten Sonntag in den Sommerferien feiert die Truchtelfinger Kirchengemeinde traditionell einen „Gottesdienst im Grünen“ bei der Truchtelfinger Hütte auf dem Degerfeld. In den vergangenen Jahren konnte der Gottesdienst auch immer bei der Hütte stattfinden. Doch in diesem Jahr fand der „Gottesdienst im Grünen“ witterungsbedingt im Gemeindehaus statt. Ausgiebige Regenfälle in der Nacht zum Sonntag und an diesem Tag (8. September 2019) ließen dies geraten erscheinen. Aber er fand regen Zuspruch. Obwohl fast im gesamten großen Saal lange Tischreihen aufgestellt waren, so dass nach dem Ende des Gottesdienstes rasch mit dem Essen begonnen werden konnte, mussten noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden, damit alle einen Sitzplatz finden konnten. Auch zahlreiche Kinder waren gekommen, die vor der Predigt im Obergeschoss „verschwanden“ und dort ihren Kindergottesdienst hatten.

Nach dem Vorspiel durch den Posaunenchor unter Nico Schneider, der auch die gesamte Liedbegleitung übernahm, dem Gruß durch Pfarrer Christoph Grosse und der Verlesung des Wochenspruchs (Jesaja 42,3), sang die Gemeinde zum Eingang: „Danke für diesen guten Morgen“ (EG 534,1-4). Auf Psalmgebet (Psalm 91) und Eingangsgebet folgte als Schriftlesung Jesaja 29,17-24. Das Lied „Wir haben Gottes Spuren festgestellt“ (EG 656,1-3) leitete zur Predigt über. Grundlage dieser war Apostelgeschichte 3,1-10, die Heilung eines Gelähmten durch Petrus und Johannes. Es ist zur Sterbestunde Jesu (9. Stunde, 15.00 Uhr), als Petrus und Johannes in den Tempel gehen und vor dem Tor, durch das Jesus am Palmsonntag in Jerusalem einzog und nach jüdischer Überzeugung der Messias kommen soll, einen blinden Bettler sitzen sehen. Da er als unrein gilt, darf er nicht in den Tempel. Von Petrus und Johannes bekommt er kein Geld, dafür aber einen Blick, und somit ein Gesicht. In der Geschichte wird deutlich, dass Gott keine medizinischen Grenzen gesetzt sind. Eine Erfahrung ist, dass das Denken der anderen einen Behinderten oft mehr eingrenzt als dessen Behinderung. Kennzeichen der christlichen Gemeinde sei es von Anfang an gewesen, dass sie ansonsten Ausgegrenzte aufnahm. Die Gemeinde soll offene Türen haben und Inklusion leben.

Nach der Predigt sang die Gemeinde den bekannten Choral von Paul Gerhardt „Ich singe dir mit Herz und Mund“ (EG 324,1.2.7.13). Mit Fürbittengebet und Vaterunser, dem Schlusslied „Herr, ich sehe deine Welt“, während dem die Kollekte eingesammelt wurde und dem Segen ging der Gottesdienst zu Ende. Doch damit musste an diesem Sonntag noch niemand nach Hause. Wer wollte, konnte sein Mittagessen im Gemeindehaus einnehmen. Das Hüttenteam hatte Köstliches auf dem Grill bereitet. Konfirmanden boten Kaffee und Kuchen gegen eine Spende an, die der Konfirmandenarbeit zugutekommt. Die meisten der Gottesdienstbesucher blieben noch zum Essen zurück. An den Tischen und in Gesprächsgruppen unterhielt man sich. Wie es bei solchen Anlässen oft ist, hatte man sich so manches zu erzählen.

Walter Rominger, Ebingen


Verschiebung des Gottesdienstortes!


Aufgrund der schlechten Wetterprognose ist der Gottesdienst am Sonntag, 08. September 11:00 Uhr NICHT bei der Truchtelfinger Hütte, sondern im GEMEINDEHAUS.

Es spielt der Posaunenchor.
Im Anschluss gibt es dennoch Bewirtung.

 


Ein besonderer Gottesdienst mit Highlights

Verabschiedung von Kevin Klatt und Premiere der Gemeindeband

Gleich in mehrfacher Hinsicht war der Gottesdienst mit Abendmahl am 14. Juli, dem vierten Sonntag nach Trinitatis, ein besonderer. Dass der Kirchenchor den Gottesdiesnt mit gestaltet, bereichert diesen, ist aber an sich nichts Besonderes mehr; die Verabschiedung eines bewährten Mitarbeiters in der Gemeinde weitaus mehr; und dass es zu einer Premiere kommt, in diesem Fall dem Auftritt einer kürzlich gegründeten vierköpfigen Band aus Jugendmitarbeitern, das ist eine erfreuliche Sache und zeigt durchaus etwas von der Lebendigkeit der Truchtelfinger Kirchengemeinde. All das hat es bei diesem Gottesdienst gegeben – und im Anschluss vor dem Kirchenportal, weil dies das Wetter gut zuließ, einen Kirchenkaffee.

Bereits das Orgelvorspiel stimmte auf das Eingangslied ein: „Auf Seele Gott zu loben“, eine Nachdichtung von Psalm 104, wobei der Kirchenchor die Strophen eins und drei und die Gemeinde die Strophen zwei und vier sang. Im Wechsel zwischen Pfarrer Christoph Grosse und der Gemeinde wurde Psalm 95, Vers 1 bis 7a gebetet (Nr. 913 in: Neue Lieder plus) und sodann, wie in den Gottesdiensten üblich, der Liturgische Gesang „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576) angestimmt. Schriftlesung war 1.Mose 50,15-21, überschrieben mit „Josefs Edelmut und sein Tod“. Nach dem gemeinsam gesprochenen Apostolischen Glaubensbekenntnis trat die Band in Aktion. Mit dem Song „One Way“, in welchem es darum geht, dass Jesus der Weg zu Gott ist, hatten die vier Musiker ihre Premiere; die Gemeinde konnte mitsingen.

Der anschließenden Predigt lag mit Lukas 6,36-42 ein Abschnitt aus der so genannten „Feldrede“ Jesu zugrunde. Es geht in diesen Versen um die Barmherzigkeit. Pfarrer Christoph Grosse berichtete einleitend von dem in der Woche zuvor durchgeführten Pfarrkonvent in Straßburg, bei dem auch ein Besuch beim Europäischen Gerichtshof anstand. Bei diesem Gericht liegen derzeit etwa 50.000 „Fälle“ zur Bearbeitung. Die Menschen fühlen sich ohnmächtig. Für Barmherzigkeit sei das Gericht nicht zuständig, habe eine Mitarbeiterin den Theologen bei der Führung erklärt. Die christliche Botschaft indes sei etwas anderes als die Gerechtigkeit, die ein Gericht bieten könne. Ausnahmslos jeder brauche Vergebung und Zuspruch, eine zweite Chance. Das in der Schriftlesung Berichtete zeige dies: Josef richte und verurteile seine Brüder nicht, sondern gebe ihnen eine zweite Chance. Pfarrer Christoph Grosse gab deshalb der Empfehlung: Gebt Erbarmen und empfangt Erbarmen.

Nach der Predigt leitete das Sommerlied von Paul Gerhardt „Geh aus mein Herz“ (EG 503) zur anschließenden Feier des Abendmahls über, wobei der Chor die Strophen eins und acht sang, die Gemeinde die Strophe 14. Nach dem Gebet zum Abendmahl folgte das neue Lied „Ich bin das Brot, lade euch ein …“ (EG 587,1-3, von Clemens Bittlinger, 1988). Dem Abendmahlsempfang begleitete zunächst der Chor mit „Laudate omnes gentes“ (EG 181.6) und „Ubi caritas et amor“ (EG 571) und danach Alice Conzelmann an der Orgel. Nach Dank- (Beginn von Psalm 103, siehe EG 742) und Fürbittengebet und Vaterunser folgte wiederum ein neues Lied „Danke, Vater, …“ (Neue Lieder plus 114,1+2, von Judy Bailey).

Kevin Klatt, Bezirksjugendreferent im Dekanat Balingen, durfte zwei Jahre mit Kindern aus Truchtelfingen unterwegs sein im Auftrag des Herrn. In dieser Zeit habe er viele Fähigkeiten und Begabungen entdeckt. „Von Jesus bewegt …“ seien sie gewesen und er hoffe, dass dies so bleibe. Die offzielle Verabschiedung von Bezirksjugendreferent Kevin Klatt war zwar bereits am Sonntag zuvor in der Nikolauskirche in Hossingen, da er aber in Truchtelfingen viel gearbeitet hat, war es nur recht und billig, ihn auch in dieser Gemeinde zu verabschieden. Pfarrer Christoph Grosse zeigte sich denn auch für dessen Arbeit sehr dankbar und sprach damit bestimmt im Namen der ganzen Gemeinde. Er wünschte Kevin Klatt alles Gute in seiner neuen Aufgabe in der Gemeinde Trossingen und sprach ihm einen besonderen Segen zu. 

Danach endete der Gottesdienst mit dem liturgischen Segen und dem Orgelnachspiel. Doch niemand der Gottesdienstbesucher musste sogleich den Heimweg antreten. Vor dem Kirchenportal wurde eine Kaffeetafel aufgebaut, bei der man bei Kaffee, Kaltgetränken und Keksen noch miteinander ins Gespräch kommen konnte und vor allem (noch einmal) mit Kevin Klatt und diesem Gottes Segenswünsche für seine neue Aufgabe und sein weiteres Leben mit auf den Weg geben konnte.

Walter Rominger, Albstadt-Ebingen

 „Du bist ein Gott, der mich sieht“

Zum Familiengottesdienst am 5. Mai 2019 in Truchtelfingen

Wenn in der Truchtelfinger Kirchengemeinde ein Familiengottesdienst mit Beteiligung der Kindergartenkinder und deren Erzieherinnen angekündigt ist, dann können sich dessen Besucher auf einen ansprechenden Gottesdient einstellen. Und wer nicht dabei war, hat etwas versäumt. So war es denn auch wieder am vergangenen Sonntag, dem Sonntag des guten Hirten (Misericordias Domini, 5. Mai 2019). Da zeigte sich wieder einmal, was mit Kindergartenkindern erarbeitet und erreicht werden kann. Diesmal zeigten sie ein Spiel zum Turmbau zu Babel (1.Mose 11,1-9). Damit hatten sie sich offensichtlich in den letzten Wochen beschäftigt. Das Volk will größer und mächtiger werden als Gott es ist. Deshalb wollen sie den riesigen Turm bauen. Der Turm wird höher und höher. Doch Gott verwirrt ihre Sprache, so dass sie nicht weiterbauen können. Der Turm bleibt als Bauruine stehen und stürzt mit der Zeit ein. Das zeigten die Kindergartenkinder, indem sie den aus Kartons aufgestellten Turm umstießen, was ihnen Freude bereitete. Nach der Verwirrung der Sprachen und dem dadurch herbeigeführten Ende des Turmbaus wussten die Menschen wieder, dass Gott der Größte und Mächtigste ist. Mit einem passenden Lied in verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Latein), fand das Spiel der Kinder beider Truchtelfinger Kindergärten einen schönen Abschluss.

Pfarrer Christoph Grosse nahm in seiner kurz gehaltenen Predigt die Geschichte vom Turmbau zu Babel auf. Damals wollten die Menschen hoch hinaus. Doch auch heute sei die Sehnsucht groß, hoch hinaus zu wollen. Alles scheine möglich zu sein. Der Bürger sei gläsern geworden und alles von ihm werde deshalb durchschaut. Es sei so verheißungsvoll, dass es in der Bibel stehe: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Das klinge ganz anders, als das, was wir im Internet an Spuren hinterließen. Die Menschen wollten unsterblich sein. Gott habe ihr größenwahnsinniges Projekt unterbrochen. Manche Dinge könne man eben nicht. Doch Gott, der immer noch Gott ist, fängt noch einmal an – mit Abraham (1.Mose 12ff.). Immer noch kommt Gott zu uns. Bei ihm müssen wir uns keinen großen Namen machen. Bei ihm sind wir gut dran.

Dem schloss sich das Lied der Kindergartenkinder an: „Wir sind eingeladen zum Leben“, wobei die Gemeinde mitsingen konnte. Spontaner Applaus kam nach dem Ende des Liedes auf. Nach Fürbitten, die von verschiedenen vorgetragen wurden und Vaterunser folgte noch die Segensbitte, abgedruckt in „Neue Lieder plus“ (Nr. 44,1+3) und vorgesungen von den Kindern der Kindergärten, wobei auch diesmal die Gemeinde zum Mitsingen eingeladen war, bevor mit dem aaronitischen Segen und dem Orgelnachspiel der Gottesdienst sein Ende fand. Die Lieder der Kinder begleiteten Pfarrer Christoph Grosse auf der Gitarre und Bernd Koch am Keyboard, der auch die Orgel spielte.

Anschließend war Kirchenkaffee. Eine große Anzahl der Gottesdienstbesucher blieb dafür zurück. Verschiedene Kuchen konnte man sich munden lassen. Am Ende konnte man sich an die Speisung der 5000 (Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Lukas 9,10-17; Johannes 6,1-5) und an die der 4000 (Matthäus 15,32-39; Markus 8,1-10) erinnert wissen; damals blieb Brot übrig; beim Kirchenkaffee Kuchen und das, obwohl nicht gerade wenige dem angebotenen Kuchen zusprachen. Das war ein wirklich schöner Anschluss und Abschluss eines beeindruckenden Familiengottesdienstes.

Walter Rominger, Ebingen

Gemeindefrühstück zum Muttertag

Zweimal im Jahr, jeweils am Muttertag und am zweiten Sonntag im Advent, sind Gemeindeglieder aus Truchtelfingen zum Gemeindefrühstück ins Gemeindehaus eingeladen.

Nun war es wieder soweit, am Sonntag Jubilate (12. Mai 2019). Und zahlreich erschienen die Gemeindeglieder zum Frühstück vor dem Gottesdienst. An den liebevoll dekorierten Tischen nahmen sie Platz. Am Frühstücksbüffet konnte man sich zum Frühstücksgebäck „eindecken“, sowie mit Marmelade und Müsli. Kaffee, Milch und Zucker, sowie Butter, Wurst und Käse gab’s an den Tischen. Da musste niemand hungrig weggehen. Gespräche stärken auf jeden Fall das Zusammengehörigkeitsgefühl. Und zu angeregten Gesprächen ist es gekommen. So wird sich so mancher „Frühstücksgast“ bereits auf das nächste Gemeindefrühstück am kommenden zweiten Adventssonntag, dem 8. Dezember 2019, freuen.

Nach dem ausgiebigen Frühstück gingen die meisten der Besucher die kurze Strecke zur Galluskirche, um am Gottesdienst teilzunehmen. Dieser war auf das Lob des Schöpfers und seiner Schöpfung abgestellt, was bereits im Eingangslied „Wenn ich o Schöpfer, deine Macht“ (EG 506,1-6, von Christian Fürchtegott Gellert) im Eingangspsalm (Ps 66), der Schriftlesung (Prolog aus dem Johannesevangelium, Johannes 1,1ff.) und dann im Wochenlied, das durch die neue Perikopenordnung gegenüber früher auch verändert ist, „Die ganze Welt, Herr Jesu Christ“ (EG 110,1-6, von Friedrich von Spee) deutlich wurde. Auf diese Thematik war auch die Predigtperikope, Sprüche 8,22-36, abgestimmt, die ebenfalls neu in die Perikopenreihe kam; über Abschnitte aus den Sprüchen wurde vordem kaum, wenn überhappt gepredigt. In diesem Abschnitt der Sprüche komme zum einen die Ordnung, die bewahren und weiterbringen wolle, zum andern das Spiel, bei dem nicht geplant werde, zum Ausdruck. Beim Spielen sei man von Grenzen befreit, so Pfarrer Christoph Grosse. Auch der Gottesdienst sei solch ein Ort, an dem wir tun, als ob alles anders wäre. Pfarrer Christoph Grosse erzählte dann vom Ausflug zur Synagoge nach Zürich am Vortag, wo ihm ganz neu aufgegangen sei, wie wir Christen, analog zum Sabbat der Juden, den Sonntag wieder ganz neu als Tag für Gott entdecken könnten. So könne man sich die leeren Hände durch Gottes Schöpferkraft neu füllen lassen. Auch das Segenslied, die Strophen 13 bis 15 aus dem bekannten Sommerlied „Geh aus mein Herz“ (EG 503, von Paul Gerhardt) wies noch einmal auf den Schöpfer und dessen Schöpfung hin, bevor dann der aaronitische Segen den Gottesdienst beschloss.

Walter Rominger, Ebingen

Gemeindefrühstück zum Muttertag

Zweimal im Jahr, jeweils am Muttertag und am zweiten Sonntag im Advent, sind Gemeindeglieder aus Truchtelfingen zum Gemeindefrühstück ins Gemeindehaus eingeladen.

Nun war es wieder soweit, am Sonntag Jubilate (12. Mai 2019). Und zahlreich erschienen die Gemeindeglieder zum Frühstück vor dem Gottesdienst. An den liebevoll dekorierten Tischen nahmen sie Platz. Am Frühstücksbüffet konnte man sich zum Frühstücksgebäck „eindecken“, sowie mit Marmelade und Müsli. Kaffee, Milch und Zucker, sowie Butter, Wurst und Käse gab’s an den Tischen. Da musste niemand hungrig weggehen. Gespräche stärken auf jeden Fall das Zusammengehörigkeitsgefühl. Und zu angeregten Gesprächen ist es gekommen. So wird sich so mancher „Frühstücksgast“ bereits auf das nächste Gemeindefrühstück am kommenden zweiten Adventssonntag, dem 8. Dezember 2019, freuen.

Nach dem ausgiebigen Frühstück gingen die meisten der Besucher die kurze Strecke zur Galluskirche, um am Gottesdienst teilzunehmen. Dieser war auf das Lob des Schöpfers und seiner Schöpfung abgestellt, was bereits im Eingangslied „Wenn ich o Schöpfer, deine Macht“ (EG 506,1-6, von Christian Fürchtegott Gellert) im Eingangspsalm (Ps 66), der Schriftlesung (Prolog aus dem Johannesevangelium, Johannes 1,1ff.) und dann im Wochenlied, das durch die neue Perikopenordnung gegenüber früher auch verändert ist, „Die ganze Welt, Herr Jesu Christ“ (EG 110,1-6, von Friedrich von Spee) deutlich wurde. Auf diese Thematik war auch die Predigtperikope, Sprüche 8,22-36, abgestimmt, die ebenfalls neu in die Perikopenreihe kam; über Abschnitte aus den Sprüchen wurde vordem kaum, wenn überhappt gepredigt. In diesem Abschnitt der Sprüche komme zum einen die Ordnung, die bewahren und weiterbringen wolle, zum andern das Spiel, bei dem nicht geplant werde, zum Ausdruck. Beim Spielen sei man von Grenzen befreit, so Pfarrer Christoph Grosse. Auch der Gottesdienst sei solch ein Ort, an dem wir tun, als ob alles anders wäre. Pfarrer Christoph Grosse erzählte dann vom Ausflug zur Synagoge nach Zürich am Vortag, wo ihm ganz neu aufgegangen sei, wie wir Christen, analog zum Sabbat der Juden, den Sonntag wieder ganz neu als Tag für Gott entdecken könnten. So könne man sich die leeren Hände durch Gottes Schöpferkraft neu füllen lassen. Auch das Segenslied, die Strophen 13 bis 15 aus dem bekannten Sommerlied „Geh aus mein Herz“ (EG 503, von Paul Gerhardt) wies noch einmal auf den Schöpfer und dessen Schöpfung hin, bevor dann der aaronitische Segen den Gottesdienst beschloss.

Walter Rominger, Ebingen

Gemeindefrühstück zum Muttertag

Zweimal im Jahr, jeweils am Muttertag und am zweiten Sonntag im Advent, sind Gemeindeglieder aus Truchtelfingen zum Gemeindefrühstück ins Gemeindehaus eingeladen.

Nun war es wieder soweit, am Sonntag Jubilate (12. Mai 2019). Und zahlreich erschienen die Gemeindeglieder zum Frühstück vor dem Gottesdienst. An den liebevoll dekorierten Tischen nahmen sie Platz. Am Frühstücksbüffet konnte man sich zum Frühstücksgebäck „eindecken“, sowie mit Marmelade und Müsli. Kaffee, Milch und Zucker, sowie Butter, Wurst und Käse gab’s an den Tischen. Da musste niemand hungrig weggehen. Gespräche stärken auf jeden Fall das Zusammengehörigkeitsgefühl. Und zu angeregten Gesprächen ist es gekommen. So wird sich so mancher „Frühstücksgast“ bereits auf das nächste Gemeindefrühstück am kommenden zweiten Adventssonntag, dem 8. Dezember 2019, freuen.

Nach dem ausgiebigen Frühstück gingen die meisten der Besucher die kurze Strecke zur Galluskirche, um am Gottesdienst teilzunehmen. Dieser war auf das Lob des Schöpfers und seiner Schöpfung abgestellt, was bereits im Eingangslied „Wenn ich o Schöpfer, deine Macht“ (EG 506,1-6, von Christian Fürchtegott Gellert) im Eingangspsalm (Ps 66), der Schriftlesung (Prolog aus dem Johannesevangelium, Johannes 1,1ff.) und dann im Wochenlied, das durch die neue Perikopenordnung gegenüber früher auch verändert ist, „Die ganze Welt, Herr Jesu Christ“ (EG 110,1-6, von Friedrich von Spee) deutlich wurde. Auf diese Thematik war auch die Predigtperikope, Sprüche 8,22-36, abgestimmt, die ebenfalls neu in die Perikopenreihe kam; über Abschnitte aus den Sprüchen wurde vordem kaum, wenn überhappt gepredigt. In diesem Abschnitt der Sprüche komme zum einen die Ordnung, die bewahren und weiterbringen wolle, zum andern das Spiel, bei dem nicht geplant werde, zum Ausdruck. Beim Spielen sei man von Grenzen befreit, so Pfarrer Christoph Grosse. Auch der Gottesdienst sei solch ein Ort, an dem wir tun, als ob alles anders wäre. Pfarrer Christoph Grosse erzählte dann vom Ausflug zur Synagoge nach Zürich am Vortag, wo ihm ganz neu aufgegangen sei, wie wir Christen, analog zum Sabbat der Juden, den Sonntag wieder ganz neu als Tag für Gott entdecken könnten. So könne man sich die leeren Hände durch Gottes Schöpferkraft neu füllen lassen. Auch das Segenslied, die Strophen 13 bis 15 aus dem bekannten Sommerlied „Geh aus mein Herz“ (EG 503, von Paul Gerhardt) wies noch einmal auf den Schöpfer und dessen Schöpfung hin, bevor dann der aaronitische Segen den Gottesdienst beschloss.

Walter Rominger, Ebingen

Jesus lebt, mit ihm auch ich …“

Am „Weißen Sonntag“ feierte die Gemeinde Truchtelfingen einen ansprechenden Gottesdienst

Eine musikalische Bereicherung erfuhr der Gottesdienst in Truchtelfingen am Sonntag Quasimodogeniti, „wie die neugeborenen Kinder“, bekannt unter dem Namen „Weißer Sonntag“. An diesem Sonntag nach Ostern war der Männergesangverein Winterlingen zu Gast, um mit drei Liedern das Lob des Schöpfers, die Größe und die Güte Gottes zum Ausdruck zu bringen. Es war nicht das erste Mal, dass der Männergesangverein Winterlingen im Truchtelfinger Gottesdienst zu hören war.

Doch zu Beginn sang die Gemeinde zwei Strophen aus dem Osterlied „Er ist erstanden, Halleluja“ (EG 116,1+5) und betete im Wechsel mit dem Liturgen den Hymnus aus dem Römerbrief (Römer 8,31ff.; EG 762). Über dem Gottesdienst lagen Osterjubel und Osterfreude. Pfarrer Christoph Grosse ging es denn auch später in seiner Predigt darum, dass etwas vom Osterjubel herübergerettet wird, bestimmend bleibt und nicht schon gleich wieder verfliegt. Lesungen und Lieder waren dazu passend ausgewählt. Schriftlesung war Johannes 20,19-29, die Erscheinung des Auferstandenen vor den versammelten Jüngern ohne Thomas und sodann ein zweites Erscheinen bei dem Thomas dabei ist und geradezu überwältigt Jesus als seinen „Herrn und Gott“ bekennt. Nach Glaubensbekenntnis und Wochenlied „Der schöne Ostertag“ (EG 117,1-3) folgte die Predigt zum Beginn des Ersten Petrusbriefes (1.Petrus 1,3-9). „Wiedergeboren“, wie es im Ersten Petrusbrief heißt – damit könne man ja am Puls der Zeit sein. Auch die Natur erwache im Frühjahr wieder. Aber Pfarrer Christoph Grosse grenzte das Verständnis der Wiedergeburt bei den Christen deutlich von anderen Vorstellungen ab. Wenn Christen von der Wiedergeburt reden, dann meinen sie ihre Begegnung mit Jesus. Wenn ich ihm glaube, werde ich ein neuer Mensch. Ostern sei eben nicht das Fest der jährlichen Wiederkehr des Frühlings. Unser Dasein sei nicht das Spiel mit mehreren leben. wir leben nur einmal, wie auch Jesus nur einmal gelebt habe. Durch unsere Taufe werden wir in das Geschehen Jesu hineingenommen und seinem Herrschaftsbereich unterstellt. Wir haben, weil wir wiedergeboren sind, neue Hoffnung, eine „weiße Weste“. Am weißen Taufkleid, das in der frühen Kirche die Täuflinge bei ihrer Taufe in der Osternacht erhielten und bis zum darauffolgenden Sonntag anbehielten, weshalb dieser dann „Weißer Sonntag“ genannt wird, macht das deutlich. Ich darf mein Leben in Jesu Hand legen. Pfarrer Christoph Grosse schloss mit der ersten Strophe des bekannten Osterliedes von Christian Fürchtegott Gellert: „Jesus lebt, mit ihm auch ich“ (EG 115).

Nach Fürbittengebet und Vaterunser, dem Schlusslied („Auf, auf mein Herz mit Freuden“, Paul Gerhardt, EG 112,1-3), den Abkündigungen und dem Segenslied „Nimm Gottes Liebe an“ (EG 637,3) fand mit dem Orgelnachspiel durch Bernd Koch, der freilich auch Vorspiel und Begleitung des Gemeindegesangs in bewährter Weise übernommen hatte, dieser schöne Gottesdienst zum Sonntag Quasimodogeniti sein Ende.

Walter Rominger, Ebingen

Gemeindefrühstück

In 75 Minuten viel christliche Glaubenssubstanz „hineingepackt“

Zur Feier der Osternacht in Truchtelfingen

In vielen Kirchengemeinden ist es ein guter, oft seit Jahren bestehender Brauch, in der Frühe des Ostermorgens die Auferstehung Jesu zu feiern. Seit Jahren treffen sich Truchtelfinger Gemeindeglieder um 6.00 Uhr um das Osterfeuer hinter der Kirche zum Beginn der Feier der Osternacht. Mit Lesungen und kurzen Liedstrophen, die zumeist wiederholt werden, begleitet vom Flötenkreis der Kirchengemeinde, ziehen die Gläubigen nach einer Zwischenstation an der Kirchentür, in die noch dunkle Kirche ein. Mit Lesungen und Liedern wird der Geschichte Gottes mit den Menschen gedacht, etwa durch die Verlesung der Einsetzungsworte des Passionsfestes. Der frohe Osterjubel „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“ wird dreimal gesungen. Beim Choral „Christ ist erstanden“ (EG 99, 1 + 2) setzt dann auch die Orgel ein. Die kleinen Kerzen, von denen jeder Besucher eine erhalten hat, sind schon davor an der großen Osterkerze angezündet worden. Ostern sei, so Pfarrer Christoph Grosse, das Fest des Neubeginns, der Tag eines neuen Anfangs, der mit Jesus zu tun habe. Es gebe keinen Bereich, in dem Gott nicht wäre. Wir könnten von dem Vertrauen getragen sein, dass das Leben in Gottes Hand ist. Der Tod habe nicht das letzte Wort, weil Jesus wahrhaftig auferstanden sei. Das Osterlied „Wir wollen alle fröhlich sein“ (EG 100, 1 + 2) leitet zur Tauferinnerung über. Biblische Lesungen sind der Taufbefehl (Matthäus 28,18-20) und Verse aus Römer 6. Wie bei Tauffeiern spricht die Gemeinde das Apostolische Glaubensbekenntnis. Wer will, kann sich mit seiner durch Wasser aus der Taufschale befeuchteten Hand ein Kreuz auf die Stirn zeichnen und sich so seiner Taufe erinnern. Die brennenden Kerzen werden auf dem Taufstein abgestellt. Zur Erinnerung an die Osternacht kann sich nach Abschluss des Gottesdienstes wer will, eine mitnehmen. Mit einem Lied aus dem Ergänzungsbuch zum Evangelischen Gesangbuch, „Neue Lieder plus“ (Nr. 213): „Wenn der Glaube bei uns einzieht“, wird zum Abendmahl übergeleitet. Bevor das Abendmahl im großen Kreis um den Taufstein empfangen wird, singt die Gemeinde noch das neue Lied „Kommt mit Gaben und Lobgesang“ (EG 229, 1 – 3). Nach Abschluss des Abendmahls findet der Gottesdienst dann auch sein Ende. Wirklich viel ist in diese etwa 75 Minuten „hineingepackt“: Erinnerung an Jesu Auferstehung, Erinnerung an meine Taufe und Feier des Abendmahls. Im Anschluss an den Gottesdienst ist  die Gemeinde zum Osterfrühstück ins Gemeindehaus eingeladen. Eine große Anzahl der Gottesdienstbesucher nimmt an jedem Ostern diese Einladung an.

Walter Rominger

Palmsonntag mit den Youngsters

Von Zeit zu Zeit treffen sich Heranwachsende an einem Samstag zum Youngsters-Treffen mit Bezirksjugendreferent Kevin Klatt, der auch ein Teildeputat für die Jugendarbeit in der evangelischen Kirchengemeinde Truchtelfingen hat. Dabei kommen durchaus Ergebnisse heraus, die sich sehen lassen. Davon konnten sich die Gottesdienstbesucher am Palmsonntag (14. April 2019) erneut überzeugen.

Nach Eingangslied (EG 314 „Jesus zieht in Jerusalem ein“), Eingangspsalm, im Wechsel zwischen Liturg und Gemeinde gebetet, in diesem Fall der Christushymnus aus dem Philipperbreif (2,6-11, EG 764), der zum Tag passenden Schriftlesung: Jesu Einzug in Jerusalem (Johannes 12,12-19) und dem Wochenlied (eigentlich ein Adventslied, EG 14,1.2.5.6, „Dein König kommt in niedren Hüllen“), stellte Kevin Klatt die Youngsters kurz vor und berichtete, wie bei ihrem letzten Zusammensein ein kurzer Film entstanden ist, bei dem die Youngsters als Schauspieler wirkten; im vergangenen Jahr haben sie bereits einen produziert. Grundlage war der neutestamentliche Bericht von den zehn aussätzigen Männern, die von Jesus geheilt werden, aber nur einer umkehrt und bei Jesus dafür dankt (Lukas 17,11-19). Wie Pfarrer Christoph Grosse nach dem Film erklärte, ist aufgrund technischer Defekte eine erhebliche Menge Bildmaterial verloren gegangen, darum ist die Leistung der Youngsters und des unter anderem als Cutter wirkenden Kevin Klatt noch höher einzustufen. Denn was herauskam, das kann sich sehen lassen. Nach dem Kurzfilm sang die Gemeinde aus dem Ergänzungsbuch zum Evangelischen Gesangbuch „Neue Lieder plus“ das Lied „Blinde werden sehen“ (Nr. 9,1-3). Währenddessen verließen die Kinder die Kirche und gingen zu ihrem schon traditionellen Palmsonntagsfrühstück ins Gemeindehaus.

 Die Grundlage des Drehbuchs war auch die Predigtperikope: Lukas 17,11-19. Pfarrer Christoph Grosse schloss aus der Tatsache, dass nur einer von zehn Geheilten sich bei Jesus bedankt, dass das Danken offensichtlich schwer fällt. Jesus frage nicht vorwurfsvoll nach den übrigen neun; er frage nach ihnen, weil sie ihm wichtig seien. Heilung mache noch nicht heil. Gesundheit sei wohl ein hohes Gut, aber noch nicht die Hauptsache. Mit seinen Heilungen, die Jesus punktuell vollzogen habe, habe er Gottes Reich ein Stück weit vorweggenommen. Dem, der aus Dankbarkeit umgekehrt sei, habe Jesus weitergeholfen. Pfarrer Christoph Grosse empfahl, Dankbarkeit als Lebenseinstellung zu entdecken. Entscheidend sei, Jesus als den zu entdecken, der mit uns unterwegs ist. Hinter den Gaben den Geber sehen – das lasse mit unerfüllten Wünschen leben. Nach der Predigt war ein Danklied freilich am Platz: „Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn“ (EG 608,1-4).

Auf die Fürbitten, an denen auch Youngsters beteiligt waren, folgten noch, unterbrochen durch die Abkündigungen, zwei Lieder: „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“ (Neue Lieder plus Nr. 116,1-4) und als Segenslied vor dem aronitischen Segen „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (EG 421).

Die Gemeinde konnte beschenkt in den Palmsonntag und in die Karwoche gehen. Für die Youngsters war dies wiederum ein Ansporn, Vergleichbares zu unternehmen – und dann hoffentlich ohne technische Pannen.

Walter Rominger, Ebingen

Palmsonntag mit den Youngsters

Von Zeit zu Zeit treffen sich Heranwachsende an einem Samstag zum Youngsters-Treffen mit Bezirksjugendreferent Kevin Klatt, der auch ein Teildeputat für die Jugendarbeit in der evangelischen Kirchengemeinde Truchtelfingen hat. Dabei kommen durchaus Ergebnisse heraus, die sich sehen lassen. Davon konnten sich die Gottesdienstbesucher am Palmsonntag (14. April 2019) erneut überzeugen.

Nach Eingangslied (EG 314 „Jesus zieht in Jerusalem ein“), Eingangspsalm, im Wechsel zwischen Liturg und Gemeinde gebetet, in diesem Fall der Christushymnus aus dem Philipperbreif (2,6-11, EG 764), der zum Tag passenden Schriftlesung: Jesu Einzug in Jerusalem (Johannes 12,12-19) und dem Wochenlied (eigentlich ein Adventslied, EG 14,1.2.5.6, „Dein König kommt in niedren Hüllen“), stellte Kevin Klatt die Youngsters kurz vor und berichtete, wie bei ihrem letzten Zusammensein ein kurzer Film entstanden ist, bei dem die Youngsters als Schauspieler wirkten; im vergangenen Jahr haben sie bereits einen produziert. Grundlage war der neutestamentliche Bericht von den zehn aussätzigen Männern, die von Jesus geheilt werden, aber nur einer umkehrt und bei Jesus dafür dankt (Lukas 17,11-19). Wie Pfarrer Christoph Grosse nach dem Film erklärte, ist aufgrund technischer Defekte eine erhebliche Menge Bildmaterial verloren gegangen, darum ist die Leistung der Youngsters und des unter anderem als Cutter wirkenden Kevin Klatt noch höher einzustufen. Denn was herauskam, das kann sich sehen lassen. Nach dem Kurzfilm sang die Gemeinde aus dem Ergänzungsbuch zum Evangelischen Gesangbuch „Neue Lieder plus“ das Lied „Blinde werden sehen“ (Nr. 9,1-3). Währenddessen verließen die Kinder die Kirche und gingen zu ihrem schon traditionellen Palmsonntagsfrühstück ins Gemeindehaus.

 Die Grundlage des Drehbuchs war auch die Predigtperikope: Lukas 17,11-19. Pfarrer Christoph Grosse schloss aus der Tatsache, dass nur einer von zehn Geheilten sich bei Jesus bedankt, dass das Danken offensichtlich schwer fällt. Jesus frage nicht vorwurfsvoll nach den übrigen neun; er frage nach ihnen, weil sie ihm wichtig seien. Heilung mache noch nicht heil. Gesundheit sei wohl ein hohes Gut, aber noch nicht die Hauptsache. Mit seinen Heilungen, die Jesus punktuell vollzogen habe, habe er Gottes Reich ein Stück weit vorweggenommen. Dem, der aus Dankbarkeit umgekehrt sei, habe Jesus weitergeholfen. Pfarrer Christoph Grosse empfahl, Dankbarkeit als Lebenseinstellung zu entdecken. Entscheidend sei, Jesus als den zu entdecken, der mit uns unterwegs ist. Hinter den Gaben den Geber sehen – das lasse mit unerfüllten Wünschen leben. Nach der Predigt war ein Danklied freilich am Platz: „Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn“ (EG 608,1-4).

Auf die Fürbitten, an denen auch Youngsters beteiligt waren, folgten noch, unterbrochen durch die Abkündigungen, zwei Lieder: „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“ (Neue Lieder plus Nr. 116,1-4) und als Segenslied vor dem aronitischen Segen „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (EG 421).

Die Gemeinde konnte beschenkt in den Palmsonntag und in die Karwoche gehen. Für die Youngsters war dies wiederum ein Ansporn, Vergleichbares zu unternehmen – und dann hoffentlich ohne technische Pannen.

Walter Rominger, Ebingen

Zum Gottesdienst am Sonntag Estomihi (3. März 2019)

Der Gottesdienst am vergangene Sonntag Estomihi (nach Psalm 31,3: Sei mir eins starker Fels; 03.03.2019) enthielt eine Premiere. Pfarrer Gottfried Engele von der Tailfinger Peterskirche hatte, wie er verriet, wohl bereits Bestattungsfeiern in der Galluskirche, so dass dieser Sakralraum ihm keineswegs fremd war, aber dies war sein erster Sonntagsgottesdienst. Mit zunehmender Zusammenarbeit der Talganggemeinden wird der Kanzeltausch häufiger werden.

Nach dem Eingangslied „Tut mir auf die schöne Pforte“ (EG 166,1.2.4.6; von Benjamin Schmolck), dem liturgischen Gruß und Wochenspruch: „Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn“ (Lukas 18,31), betete die Gemeinde im Wechsel mit dem Liturgen Psalm 31 (EG 716), der dem Sonntag Estomihi auch den Namen gegeben hat und stimmte daraufhin die allsonntägliche Strophe an: „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 676). Schriftlesung war das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37). „Herr dein Wort die edle Gabe“ (EG 198) von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (Strophe 1) und Christian Gregor (Strophe 2) sang die Gemeinde vor der Predigt.

Die Grundlage der Predigt bildete die Fortsetzung der Schriftlesung (Lukas 10, 38-42), die Geschichte von Maria und Marta, zwei Berühmtheiten aus dem Neuen Testament und Bibellesern und Gottesdienstbesuchern bekannt, wie Pfarrer Gottfried Engele meinte. Nach einem narrativen Einstieg, mit dem der Prediger seine Zuhörer in eine orientalische Gesellschaft zur Zeit Jesu versetzte und bemerkte, es handle sich um eine ärgerliche Geschichte und eine Herausforderung, unternahm er eine vierfache Annäherung: (1) Maria und Marta. Danach begegneten uns zwei Personen in ihrer Verschiedenheit. Marta biete eine großzügige Gastfreundschaft. Dass Maria Jesus zu Füßen sitze, zeige, was für ein herausragender Gast da sei, bei dem man ja durchaus etwas lernen könne. Jeder diene, so könnte man deuten, Gott mit der Gabe, die er habe. (2) Maria oder Marta. Sie werden nicht gleich gewichtet. Es gehe um eine Wahl. Die Geschichte stelle in eine Entscheidungssitutation. Entweder Jesus dienen oder Jesus dient uns; Dienst an Gott oder Gottes Dienst an uns. Man könnte deuten: Es geht um eine Entscheidung, wonach dann Maria richtig und Marta falsch liege. (3) Marta wir brauchen dich. In der Gemeinde seien wir doch dankbar für Ehrenamtliche. Ohne Marta geht es nicht. Wäre Marta nicht gewesen, so wäre Jesus auf der Straße. (4) Jesus ist da. An sich gehe es mehr am Rande um die beiden Schwestern. Die Welt drehe sich nicht um uns und die Gemeinde auch nicht. Wenn es so wäre, dann diente die Gemeinde nicht mehr Gott. Jesus sei der Mittelpunkt der Gemeinde. Jesus ist da. Das verändere die Prioritäten. So gewönnen wir einen neuen Blick auf unser Leben. Gott sei es, der uns dienen wolle. Jesus sei der Beweis für Gottes Liebe. Wir seien Gottes Geliebte. Jesus trete für uns ein, damit wir nicht zu kurz kommen.

Auf die Predigt folgte mit „Gott gab uns Atem“ (EG 432, 1-3; von Eckart Bücken) ein neues Lied. Nach Fürbitten und Vaterunser folgte das bekannte Lied Martin Luthers: „Erhalt uns Herr bei deinem Wort“ (EG 193,1-3). Mit Abkündigungen, der Segensstrophe „Bewahre uns Gott“ (EG 171,4; von Eugen Eckert) und dem zugesprochenen Segen endete der Gottesdienst am Sonntag Estomihi.

Walter Rominger, Ebingen

Feier der Tauferinnerung

Das Christsein wird durch die Taufe begründet. Sie ist eines der beiden Sakramente, welches evangelische Kirchen feiern (bei manchen Freikirchen und protestantischen Splittergruppen mag die Einschätzung der Taufe eine andere sein). Von daher kommt der Taufe eine große Bedeutung zu. Doch dessen ist man sich im Protestantismus oft überhaupt nicht bewusst. Deshalb kann es nur begrüßt werden, dass die Truchtelfinger Kirchengemeinde Tauferinnerungsfeiern begeht, um damit an das „Grunddatum“ des Christseins zu erinnern. Eine solche Tauferinnerung war am vergangenen Sonntag, 3. Februar 2019 (5. Sonntag vor der Passionszeit). Passend dazu war, dass auch acht Konfi-3-Kinder im Gottesdienst waren und sich ihrer Taufe erinnerten, sinnenfällig nicht allein durch das mit Wasser benetzen Fingern auf die Stirn gezeichnete Kreuzzeichen, sondern auch durch das Entzünden der selbstgefertigten Taufkerzen. – Das Wochenlied hat sich gegenüber früher verändert; das neue ist „Gott liebt diese Welt …“ (EG 409; von Walter Schulz).

Mit Wasser hatte der Gottesdienst auch zu tun. „Ins Wasser fällt ein Stein …“ (EG 637,1-3) war das Eingangslied. Die Schriftlesung war die Segnung der Kinder durch Jesus. Die Taufe ist ja auch eine Segenshandlung. In der Predigt ging es um den sinkenden Petrus. Dazu sagte Pfarrer Christoph Grosse, den Halt könnten auch wir verlieren. Doch was trägt dann? Wohin können wir uns retten, wenn der Sturm braust? Entscheidend sei bei der Perikope vom sinkenden Petrus, dass Jesus zu verstehen gebe: Ich glaube an dich. Petrus habe das in seinem Leben oft erfahren dürfen. Er habe erlebt: Da ist einer, der sich auf mich einlässt. Die Taufe bedeute: Gott ist da, auch wenn es stürmisch wird. Jesus ist da und glaubt an mich und deshalb kann ich auch an ihn glauben.

Das vielen bereits aus Kindertagen bekannte Lied „Jesu geh voran …“ (EG 391,1-4) leitete zur Tauferinnerung über. Bei dieser Handlung zeichneten sich die Gemeindeglieder mit den mit Wasser benetzten Fingern das Kreuzzeichen auf die Stirn und sagten sich: „Ich bin getauft“. Pfarrer Christoph Grosse machte deutlich: Ich bin getauft; ich gehöre zu Jesus.

Vor den Fürbitten, die von den Konfi-3-Kindern vorgetragen wurden, sangen diese noch das Lied „Ob ich sitze oder stehe …“; danach „Du bist du …“ Mit Segenstrophe („Verleih uns Frieden gnädiglich …“), Segen und Orgelnachspiel fand der Gottesdienst sein Ende.

Doch ein guter Teil der Gottesdienstbesucher ging noch nicht gleich weg, sondern zum Kirchenkaffee. Eltern der Konfi-3-Kinder hatten dazu Hefezopf und Marmorkuchen gebacken und Kaffee in Warmhaltekannen mitgebracht. So stand man dann nach dem Gottesdienst noch geraume Zeit in kleinen Gruppen ins Gespräch vertieft zusammen.

Walter Rominger, Ebingen

Volles Haus beim Mitarbeiterabend in Truchtelfingen

Seit Jahren werden im Februar Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde Truchtelfingen zu einem geselligen Abend eingeladen. Dieser soll ein Dank für die geleistete ehrenamtliche Arbeit während eines ganzen Jahres sein. Heuer (am 8. Februar 2019) trafen sich nun wieder zahlreiche Gemeindeglieder zum Mitarbeiterabend. Der große Saal des Gemeindehauses war gut gefüllt. Mehr als 100 Ehrenamtliche konnte Adelheid Streich, die gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats begrüßen. Sie gab ihrer Freude darüber Ausdruck, dass die Kirchengemeinde eine stattliche Anzahl recht junger Mitarbeiter hat.

Die Besucher des Mitarbeiterabends hatten an ihren Plätzen eine interessante „Verarbeitung“ der Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ vorgefunden: ein Lesezeichen mit kleinen Klebezetteln, auf die man sich Notizen machen kann was zu tun ist und dann an einem gut sichtbaren Platz ankleben kann, so dass man daran erinnert wird. Pfarrer Christoph Grosse nahm in seiner kurzen Andacht das Erinnern auf. Er erinnerte an die kleinen Kapseln in jüdischen Häusern, die das Glaubensbekenntnis der Juden enthalten: „Höre Israel …“ Worte des Glaubens seien weiterzugeben. Manchmal bedürfe es der Erinnerung, weshalb man Rückschau betreibe, was später auch an diesem Mitarbeiterabend geschah.  Mit Bildern ließ Pfarrer Christoph Grosse das vergangene Jahr Revue passieren.

Doch davor stand des gemeinsame Essen an. Das war vielseitig und reichhaltig. Aus drei unterschiedlichen im heißen Wasser warm gemachten Wurstsorten konnte ausgewählt werden; dazu gab es Kartoffelsalat und grünen Salat; und auch an die Vegetarier war gedacht (vegetarische Maultaschen und Fleischküchle). Und nach dem erwähnten Jahresrückblick von Pfarrer Christoph Grosse konnte wer wollte, sich noch eine süße Nachspeise holen.

In diesem Jahr wird die Kirchengemeinde Truchtelfingen als Themenschwerpunkt die jüdisch-christlichen Wurzeln behandeln, wozu u. a. ein Ausflug in die Synagoge nach Zürich und ein Einführungsvortrag von Pfarrer Dr. Volkmann, dem Beauftragten für den christlich-jüdischen Dialog der württembergischen Landeskirche, dienen sollen. Künftig wird es auch eine verstärkte Zusammenarbeit im Distrikt (Talganggemeinden) geben.

Doch neben allem Programm ist bei den Mitarbeiterabenden immer auch Zeit zur persönlichen Begegnung und zum Austausch vorgesehen. Diese werden gut genutzt. Und wenn nach etwa drei Stunden der offizielle Schlusspunkt gesetzt wird, dann gehen diese Gespräche noch einige Zeit weiter. Das zeigt auch, dass der Mitarbeiterabend gut ankommt.

Walter Rominger, Ebingen

 

 

Freitag, 1. März um 19.30 Uhr

im Gemeindezentrum St. Antonius   

 

Eure Liebe sei ohne Falsch"

Zum Gottesdienst am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest, 20. Januar 2019

Am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (20. Janaur2019) hielt ein auswärtiger Prediger den Gottesdienst, was in Truchtelfingen nicht gerade häufig vorkommt. Doch dieser kam nicht von fernher, sondern auch aus dem Talgang: Pfarrer Philippus Maier aus Onstmettingen.

Am Gottesdienst mit beteiligt war der Kirchenchor, der einen Großteil der Choräle im Wechsel mit der Gemeinde sang. Den Gesang begleitete auf der Orgel Bernd Koch. Zum Eingang erklang das schöne Morgenlied „Die güldne Sonne“ von Paul Gernhardt (EG 449); die Gemeinde sang die Strophen 2, 4 und 8; der Chor die Strophen 1 und 3. Psalm 100 wurde im Wechsel zwischen Liturgen/Pfarrer und Gemeinde gebetet und wie üblich mit dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576) abgeschlossen. Die Schriftlesung war diesmal aus einem Psalm (35,8-18), was nicht gebräuchlich ist. Darauf folgte – vor der Predigt – das Wochenlied „In dir ist Freude“ (EG 398,1+2).

Predigtperikope für den diesjährigen zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest ist aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kapitel 12, Verse 9 bis 16. Pfarrer Philippus Maier stellte gewissermaßen als Überschrift über seine Predigt den Vers des Apostels: „Eure Liebe sei ohne Falsch“. Das von Paulus benutzte Wort Demut sei nicht mehr geläufig. Es beinhalte das Eingeständnis, dass ich von mir aus es nicht könne/schaffe, sondern Gottes Hilfe brauche. In den verlesenen Versen habe Paulus Demut mehrfach angesprochen, etwa damit, den andern höher zu achten als sich selber, dem Herrn dienen und im Gebet beharrlich zu sein. Pfarrer Philippus Maier sagte, Gottes Barmherzigkeit gehe stets der unseren voraus. Zur Liebe gehöre auch Hoffnung. Gott habe in seiner großen Liebe eine große Zukunft für uns. Im Blick auf diese große Zukunft können wir froh und freudig sein (vgl. auch das Wochenlied „In dir ist Freude, in allem Leide …“). Das uns verheißene große Ziel befähige uns zur Liebe. Wichtig für das Christenleben sei das Gebet, in welchem wir Gott bei seiner Liebe behaften können. Das schwierigste beim Gebet sei das für die Feinde, doch gerade dieses verändere auch uns selbst; wir versetzen uns in diese hinein. Wenn ich mich in den andern hineinversetze, lerne ich diesen schätzen und lieben. So sei das Gebet ein wichtiges Kennzeichen der Liebe.

Lied nach der Predigt war „O König aller Ehren“ (EG 71), bei welchem der Chor die Strophen 1 und 2 sang, die Gemeinde die Strophen 5 und 6. Nach Fürbittengebet und Vaterunser erklang das Lied zum Erscheinungsfest „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ in der Fassung von Philipp Nicolai (EG 70); der Chor begann mit Strophe 1, die Gemeinde folgte mit den Strophen 3 und 4. Nach den Abkündigungen und vor dem Segen wurde noch die Strophe 8 („Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben“) aus dem andern Lied zum Erscheinungsfest gesungen: „Jesus ist kommen“ (EG 66) von Johann Ludwig Allendorf. Als Gesegnete gingen die Gottesdienstbesucher in den kalten aber schönen Wintermorgen hinaus und Pfarrer  Philippus Maier eilte zu seinem nächsten Gottesdienst – nach Onstmettingen.

Walter Rominger, Ebingen

Eure Liebe sei ohne Falsch"

Zum Gottesdienst am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest, 20. Januar 2019

Am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (20. Janaur2019) hielt ein auswärtiger Prediger den Gottesdienst, was in Truchtelfingen nicht gerade häufig vorkommt. Doch dieser kam nicht von fernher, sondern auch aus dem Talgang: Pfarrer Philippus Maier aus Onstmettingen.

Am Gottesdienst mit beteiligt war der Kirchenchor, der einen Großteil der Choräle im Wechsel mit der Gemeinde sang. Den Gesang begleitete auf der Orgel Bernd Koch. Zum Eingang erklang das schöne Morgenlied „Die güldne Sonne“ von Paul Gernhardt (EG 449); die Gemeinde sang die Strophen 2, 4 und 8; der Chor die Strophen 1 und 3. Psalm 100 wurde im Wechsel zwischen Liturgen/Pfarrer und Gemeinde gebetet und wie üblich mit dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576) abgeschlossen. Die Schriftlesung war diesmal aus einem Psalm (35,8-18), was nicht gebräuchlich ist. Darauf folgte – vor der Predigt – das Wochenlied „In dir ist Freude“ (EG 398,1+2).

Predigtperikope für den diesjährigen zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest ist aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kapitel 12, Verse 9 bis 16. Pfarrer Philippus Maier stellte gewissermaßen als Überschrift über seine Predigt den Vers des Apostels: „Eure Liebe sei ohne Falsch“. Das von Paulus benutzte Wort Demut sei nicht mehr geläufig. Es beinhalte das Eingeständnis, dass ich von mir aus es nicht könne/schaffe, sondern Gottes Hilfe brauche. In den verlesenen Versen habe Paulus Demut mehrfach angesprochen, etwa damit, den andern höher zu achten als sich selber, dem Herrn dienen und im Gebet beharrlich zu sein. Pfarrer Philippus Maier sagte, Gottes Barmherzigkeit gehe stets der unseren voraus. Zur Liebe gehöre auch Hoffnung. Gott habe in seiner großen Liebe eine große Zukunft für uns. Im Blick auf diese große Zukunft können wir froh und freudig sein (vgl. auch das Wochenlied „In dir ist Freude, in allem Leide …“). Das uns verheißene große Ziel befähige uns zur Liebe. Wichtig für das Christenleben sei das Gebet, in welchem wir Gott bei seiner Liebe behaften können. Das schwierigste beim Gebet sei das für die Feinde, doch gerade dieses verändere auch uns selbst; wir versetzen uns in diese hinein. Wenn ich mich in den andern hineinversetze, lerne ich diesen schätzen und lieben. So sei das Gebet ein wichtiges Kennzeichen der Liebe.

Lied nach der Predigt war „O König aller Ehren“ (EG 71), bei welchem der Chor die Strophen 1 und 2 sang, die Gemeinde die Strophen 5 und 6. Nach Fürbittengebet und Vaterunser erklang das Lied zum Erscheinungsfest „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ in der Fassung von Philipp Nicolai (EG 70); der Chor begann mit Strophe 1, die Gemeinde folgte mit den Strophen 3 und 4. Nach den Abkündigungen und vor dem Segen wurde noch die Strophe 8 („Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben“) aus dem andern Lied zum Erscheinungsfest gesungen: „Jesus ist kommen“ (EG 66) von Johann Ludwig Allendorf. Als Gesegnete gingen die Gottesdienstbesucher in den kalten aber schönen Wintermorgen hinaus und Pfarrer  Philippus Maier eilte zu seinem nächsten Gottesdienst – nach Onstmettingen.

Walter Rominger, Ebingen

Suche Frieden und jage ihm nach! (Psalm 34,15)

Ist dieser Text der Jahreslosung für 2019 nicht ziemlich paradox - Frieden und Jagd?!

Darum soll es beim Glaube im Gespräch gehen, unserem für alle Interessierten offenen Gesprächskreis, am Donnerstag, 21.Februar um 19.30 Uhr im Gemeindehaus

Bibelwoche 2019 siehe Gallusbote/Termine

Wann:                       Samstag, 02. Februar um 10.00 Uhr

Wo:                Gemeindehaus

Diesmal heißt es wieder: Film ab!

Wir drehen gemeinsam einen Film und brauchen dazu Schauspieler, Kameraleute, Regisseure und alle, die pfiffige Ideen haben!

 Wichtig! Damit wir planen können – auch für das Mittagessen - solltest Du Dich bis Donnerstag, 31. Januar beim Pfarramt anmelden:

-> per Telefon (07432/ 5136)       -> persönlich bei Pfarrer Grosse

-> per Mail (pfarramt.truchtelfingen@elkw.de)

Wir freuen uns auf Dich:

Jugendreferent Kevin Klatt und die Evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen

Eventuell entstehen bei den Youngsters Fotos, die auch für die Zeitung, den Gemeindebrief der Kirchengemeinde und Veröffentlichungen des Evang. Jugendwerks Bezirk Balingen verwendet werden. Sollten Du oder Deine Eltern mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sein, teilt uns dies bei der Anmeldung bitte mit!

Gute ökumenische Beziehungen bei den Talganggemeinden

Im Gottesdienst bei der ökumenischen Bibelwoche predigte der katholische Dekan Anton Bock aus Tailfingen in der Galluskirche

Auf Ökumene sind die Talganggemeinden seit Jahren ausgerichtet. Zeichen dafür ist zum Beispiel die zu Beginn des Jahres durchgeführte ökumenische Bibelwoche. Pfarrer beider großen Konfessionen sind zu Bibelabenden bei der jeweils anderen Konfession. Die Besucher dieser, die an den Sonn- und Feiertagsgottesdiensten in aller Regel (noch) getrennt sind, finden sich zusammen ein. Und dann gehört zu diesen Bibelwochen auch der ökumenische Kanzeltausch. Der Prediger ist Gast beim andern. So hielt am letzten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (27. Januar 2019) in der evangelischen Galluskirche der katholische Dekan Anton Bock aus Tailfingen die Predigt. Der ökumenische Gottesdienst war festlich, wozu in starkem Maße das erhebende Spiel des Truchtelfinger Posaunenchors unter der Leitung von Nico Schneider beitrug.

Ein feierliches Vorspiel durch den Posaunenchor eröffnete den Gottesdienst zur ökumenischen Bibelwoche. Die Gemeinde sang zum Eingang „Du hast uns Herr gerufen und darum sind wir hier …“ (EG 168,1-3), betete dann im Wechsel mit dem Liturgen (Pfarrer Christoph Grosse) den bekannten Psalm 23 und beschloss das Psalmgebet mit dem liturgischen Gesang „Meine Hoffnung und meine Freude…“ (EG 576). Die Schriftlesung war den Abschiedsreden Jesu entnommen (aus Johanes 14). Nach einem Zwischenspiel des Posaunenchors bekannte die Gemeinde den christlichen Glauben mit dem Christushymnus aus dem Philipperbrief (2,6-11; EG 764). Dass der Glaube mit dem Hymnus aus dem Philipperbrief bekannt wurde, liegt wohl darin begründet, dass bei der diesjährigen Bibelwoche der Philipperbrief behandelt wurde. Dem schloss sich das gesungenen Glaubensbekenntnis an: das eher selten gesungene „Wir glauben Gott im höchsten Thron …“ des Dichters des 20. Jahrhunderts, Rudolf Alexander Schröder (EG 184,1-5; Begleitung nur durch die Orgel). Philipper 4,10-23 war Predigtperikope von Dekan Anton Bock. Er zeigte auf, wie Paulus doch eine glänzende Karriere gehabt habe, bis er vor Damaskus, als ihm Jesus erschien, geradezu abgestürzt sei. Nun ist Paulus im Gefängnis und muss sogar mit der Todesstrafe rechnen. Doch er setze sein Leben in Beziehung zu Gott. Der Prediger rief dazu auf, die aktuellen Geschehnisse von Gott her und auf ihn hin zu bedenken und sich wie Paulus auf den Weg zu machen. „Ich vergesse was dahinten ist und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist“ (Philipper 3,13) hatte dieser in Philippern geschrieben. Grundgedanke müsse sein: unserem Gott und seinem Sohn sei Ehe. Dekan Bock schloss seine Predigt damit: Wir sollen Vertrauen haben wie Paulus. „Werdet meine Nachahmer“, hat Paulus ja auch an anderer Stelle geschrieben.

Walter Rominger, Ebingen

Eure Liebe sei ohne Falsch"

Zum Gottesdienst am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest, 20. Januar 2019

Am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (20. Janaur2019) hielt ein auswärtiger Prediger den Gottesdienst, was in Truchtelfingen nicht gerade häufig vorkommt. Doch dieser kam nicht von fernher, sondern auch aus dem Talgang: Pfarrer Philippus Maier aus Onstmettingen.

Am Gottesdienst mit beteiligt war der Kirchenchor, der einen Großteil der Choräle im Wechsel mit der Gemeinde sang. Den Gesang begleitete auf der Orgel Bernd Koch. Zum Eingang erklang das schöne Morgenlied „Die güldne Sonne“ von Paul Gernhardt (EG 449); die Gemeinde sang die Strophen 2, 4 und 8; der Chor die Strophen 1 und 3. Psalm 100 wurde im Wechsel zwischen Liturgen/Pfarrer und Gemeinde gebetet und wie üblich mit dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576) abgeschlossen. Die Schriftlesung war diesmal aus einem Psalm (35,8-18), was nicht gebräuchlich ist. Darauf folgte – vor der Predigt – das Wochenlied „In dir ist Freude“ (EG 398,1+2).

Predigtperikope für den diesjährigen zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest ist aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kapitel 12, Verse 9 bis 16. Pfarrer Philippus Maier stellte gewissermaßen als Überschrift über seine Predigt den Vers des Apostels: „Eure Liebe sei ohne Falsch“. Das von Paulus benutzte Wort Demut sei nicht mehr geläufig. Es beinhalte das Eingeständnis, dass ich von mir aus es nicht könne/schaffe, sondern Gottes Hilfe brauche. In den verlesenen Versen habe Paulus Demut mehrfach angesprochen, etwa damit, den andern höher zu achten als sich selber, dem Herrn dienen und im Gebet beharrlich zu sein. Pfarrer Philippus Maier sagte, Gottes Barmherzigkeit gehe stets der unseren voraus. Zur Liebe gehöre auch Hoffnung. Gott habe in seiner großen Liebe eine große Zukunft für uns. Im Blick auf diese große Zukunft können wir froh und freudig sein (vgl. auch das Wochenlied „In dir ist Freude, in allem Leide …“). Das uns verheißene große Ziel befähige uns zur Liebe. Wichtig für das Christenleben sei das Gebet, in welchem wir Gott bei seiner Liebe behaften können. Das schwierigste beim Gebet sei das für die Feinde, doch gerade dieses verändere auch uns selbst; wir versetzen uns in diese hinein. Wenn ich mich in den andern hineinversetze, lerne ich diesen schätzen und lieben. So sei das Gebet ein wichtiges Kennzeichen der Liebe.

Lied nach der Predigt war „O König aller Ehren“ (EG 71), bei welchem der Chor die Strophen 1 und 2 sang, die Gemeinde die Strophen 5 und 6. Nach Fürbittengebet und Vaterunser erklang das Lied zum Erscheinungsfest „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ in der Fassung von Philipp Nicolai (EG 70); der Chor begann mit Strophe 1, die Gemeinde folgte mit den Strophen 3 und 4. Nach den Abkündigungen und vor dem Segen wurde noch die Strophe 8 („Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben“) aus dem andern Lied zum Erscheinungsfest gesungen: „Jesus ist kommen“ (EG 66) von Johann Ludwig Allendorf. Als Gesegnete gingen die Gottesdienstbesucher in den kalten aber schönen Wintermorgen hinaus und Pfarrer  Philippus Maier eilte zu seinem nächsten Gottesdienst – nach Onstmettingen.

Walter Rominger, Ebingen

„Bei Gott ist kein Ding unmöglich“ – „Traumschiffpianist“ berichtet eindrücklich über seine Lebenswende

Musikalischer Gottesdienst mit dem Musikevangelisten Waldemar Grab am vierten Advent

Das war schon ein besonderer Gottesdienst, den die Besucher am vierten Sonntag im Advent (23.12) in der Galluskirche erleben konnten. Der Pianist und Musikevangelist Waldemar Grab machte auf seiner Konzerttour auch in Truchtelfingen Station. Vor sechs Jahren war er schon einmal hier; über die Einladung habe er sich gefreut. Am Abend zuvor hatte er im Thalia-Theater in Tailfingen ein Weihnachtskonzert gegeben. Fernsehzuschauern, die die Serie „Das Traumschiff“ angeschaut haben, ist Waldemar Grab kein Unbekannter; über Jahre wirkte er dort als Traumschiffpianist mit. Zehn Monate im Jahr war er an Bord dieses Luxusschiffes, lebte in einem Fünf-Sterne-Hotel und blieb, wie er in seiner eindrücklichen, zeugnishaften Predigt berichtete, doch unerfüllt. Zunächst aber sang er mit der Gemeinde das wohl bekannteste Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ (EG 1, 1. 2. 5) des Königsberger Pfarrers Georg Weissel und von Martin Gotthard Schneider „Danke für diesen guten Morgen“ (EG 334), wozu er erklärte, es gebe so vieles für das wir Gott dankbar sein könnten. Vor Jahren hätte er sich nicht vorzustellen vermocht, dass er einmal vor Menschen von seinem Glauben Zeugnis ablegen werde. Doch was bei Menschen unmöglich sei, das sei bei Gott möglich (Matthäus 19,26; vgl. auch Lukas 1,37). Waldemar Grab, inzwischen 62 Jahre alt, berichtete davon, wie er zum Glauben an Jesus, den Christus Gottes gefunden habe. In seinen frühen Jahren war er Verlagskaufmann und Journalist, dann Chefstuart bei Helmut Schmidt und Hans-Dietrich Genscher. Seine Kanzlerzeit fiel in die Zeit des sog. „Deutschen Herbstes“. Anschließend ging er in die freie Wirtschaft und war nebenbei Hobbypianist. Erst einmal von André Rieu entdeckt, kam er aufs „Traumschiff“. Sieben Jahre wirkte er darauf als Pianist. Verankert war er damals in asiatischen Religionen. Doch das angenehme Leben und die östliche Religiosität genügten ihm nicht. Und so griff er zu einer ausgelegten Gideonbibel. Gott öffnete ihm das Herz. Eine Parallele zu Augustins Bekehrung in der Gartenlaube bei Mailand tut sich auf. Zwei Jahre liest Waldemar Grab in der Bibel. Dann geht er am 21. Dezember 2004 von Bord des Traumschiffs. Er lässt sich bei der Bibelschule „Neues Leben“ ausbilden. 2006 gründet er die Organisation „Hoffnungsträger e. V.“, die Inlandmission betreibt; freilich war das Gottesdienstopfer für diese Organisation bestimmt. Menschen sollen von Jesus erfahren. Waldemar Grab bekannte von sich, nicht mehr dort zu sein, wo er einmal war, aber auch noch nicht dort, wo er einmal sein möchte. Er ist sich jedoch darin gewiss, in der Ewigkeit einmal bei Jesus zu sein. Es sei bei Jesus völlig gleichgültig, welchen Status ich bei den Menschen habe. Aber es komme darauf an, im Leben die Entscheidung für Jesus zu treffen, da es zunächst um meine Erlösung gehe. Gott zeige mir anschließend dann schon, was ich zu tun habe. Er habe auf jeden Fall einen Neuanfang gewollt. Am Ende seiner eindrücklichen missionarischen Predigt warnte Waldemar Grab vor der Verfälschung des Wortes der Bibel.

Anschließend sang die Gemeinde zusammen mit Waldemar Grab am Keyboard vom Weihnachtslied „O du fröhliche“ (EG 44) vier Strophen (im EG sind nur drei abgedruckt). Auf Fürbitten, Vaterunser, Abkündigungen folgte ein von Waldemar Grab gesungener Segen. Beeindruckt von diesem musikalischen Gottesdienst mit missionarischer Predigt gingen die Gemeindeglieder in den vierten Advent und die bevorstehenden Weihnachtstage. Es ist zu wünschen, dass Waldemar Grab wieder einmal einen Gottesdienst in Truchtelfingen hält. Bis dahin brauchen ja keine sechs Jahre wie diesmal zu vergehen.                                                                                                          Walter Rominger, Ebingen

„Stille Nacht …“ – Eindrücke von der Christvesper

Mit Jesu Geburt geht alttestamentliche Prophetie in Erfüllung

Passend zum Heiligen Abend sang die Gemeinde zu Beginn der Christvesper das weltbekannte Weihnachtslied „Stille Nacht“ (EG 46,1-3) und betete den Lobgesang der Maria (Lukas 1,46-55). Freilich durfte die wohlvertraute Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium nicht fehlen, die auf zwei Mal verlesen wurde (Lukas 2,1-4; Lukas 2,15-20), unterbrochen vom Kirchenchor mit der Weise „Hört der Engel helle Lieder“ (EG 54). Der Kirchenchor gestaltet den Gottesdienst mit; er sang im Wechsel mit der Gemeinde. Nach dem Eingangsgebet hatte er bereits das den meisten Gottesdienstbesuchern eher unbekannte Lied „Singt von der Liebe, die in Gott entsprang“ gesungen. „Lobt Gott ihr Christen alle gleich“, ist das Lied zum Heiligen Abend (EG 27); Chor und Gemeinde sangen im Wechsel (Chor Strophen 1+2, 5+6; Gemeinde Strophen 3+4).

Grundlage der Predigt war Jesaja 9,1-6. Diese prophetische Weissagung gehöre genauso wie Lukas 2 zum Christfest, sagte Pfarrer Christoph Grosse. In der Geburt Jesu hätten die frühen Christen die Erfüllung von Jesaja 9 gesehen. Der Weg Jesu eröffne den Menschen Perspektiven. Sein Weg sei einer, der Grenzen überschreite. An Ostern habe Gott mit der Auferweckung Jesu den Tod überwunden.

„Ich steh an deiner Krippe hier“ (EG 37) folgte auf die Predigt, wieder im Wechsel von Gemeinde (Strophen 1. 3. 4) und Chor (Strophe 2). Nach Fürbittengebet und Vaterunser ging die gelungene Christvesper am Heiligen Abend mit dem Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ (EG 30,1-4) seinem Ende entgegen. Im Anschluss an den Segen sang die Gemeinde im Stehen „O du fröhliche“ (EG 44,1-3) und ging dann in die „stille, heilige Nacht“ hinaus und strebte den weihnachtlichen Stuben zu.

Walter Rominger, Ebingen

Weihnachten – das Fest eines neuen Anfangs

Zum Festgottesdienst am Christfest

Mit feierlichem Vorspiel eröffnete der Truchtelfinger Posaunenchor den Festgottesdienst mit Abendmahl zum Christfest. Die Gemeinde sang das Weihnachtslied „Brich an du schönes Morgenlicht“ (EG 33,1-3) teils mit Orgel- teils mit Posaunenbegleitung. Anschließend betete sie anstelle des Psalms den Hymnus aus dem Kolosserbrief (1,15-20; EG 763). Schriftlesung war Jesaja 52,5ff. (Die frohe Botschaft). Darauf folgte ein Zwischenspiel durch den Posaunenchor: „Niemals war die Nacht so klar“. In seltenen Fällen wird das Nicänische Glaubensbekenntnis (EG 692) gesprochen. An diesem Christfest war es der Fall. Vielleicht sollte so die ganz besondere Bedeutung dieses Tages gezeigt werden. Vor der Predigt sang die Gemeinde „Herbei o ihr Gläub’gen“ (EG 45), wobei ihren Gesang bei den Strophen 1 und 2 der Posaunenchor und bei den Strophen 3 und 4 die Orgel begleitete. Predigtperikope war der Beginn des Johannesevangeliums (Johannes 1,1-5.9-14). Jesus wird als das Licht in der Finsternis der Welt betrachtet. In die Dunkelheit der Welt hinein werde Gott Mensch. Deshalb sei Jesus nicht von allen wohlgelitten gewesen und sei sein Weg in dieser Welt von Widerständen gekennzeichnet gewesen. Wo mich die Weihnachtsbotschaft treffe, könne ich nicht im Dunkel bleiben. Weihnachten sei, so schloss Pfarrer Christoph Grosse seine Predigt, das Fest eines neuen Anfangs. Die Gemeinde antwortete darauf mit dem Weihnachtslied „Dies ist der Tag, den Gott gemacht“ (EG 42), begleitet bei den Strophen 1 bis 4 von der Orgel, bei den Strophen 6 bis 8 vom Posaunenchor.

Die Strophen 3 und 4 des bekannten Weihnachtsliedes „Ich steh an deiner Krippe hier“ (Text: Paul Gerhardt; Melodie: Johann Sebastian Bach) leitete zum Abendmahl über.

Nach Abendmahl, Dank- und Fürbittengebet fand der Gottesdienst mit dem Lied „Nun singet und seid froh“ (EG 35,1-4), dem Segen und dem im Stehen gesungenen „O du fröhliche“ (EG 44,1-3), das genauso wie „Stille Nacht“ zum Heiligen Abend zu den Weihnachtsfeiertagen gehört, seinen Abschluss. Der Posaunenchor spielte unter Nico Schneider; an der Orgel war Hermann Schick.

Walter Rominger, Ebingen

Christus hat uns versöhnt, damit wir uns versöhnen können

Eindrücklicher Familiengottesdienst zum dritten Advent mit den Kindergärten

Wieder einmal gestalteten Kindergartenkinder zusammen mit ihren Erzieherinnen den Gottesdienst mit. Am dritten Sonntag im Advent waren sie aus beiden Kindergärten, dem aus dem Rossental und dem vom Gänsbach gekommen, ebenso die Kinder, die an Konfi 3 teilnehmen; sie hatten gerade eine Lerneinheit abgeschlossen. Gleich nach dem Orgelvorspiel erfreuten die Kinder der Kindergärten die zahlreich versammelte Gemeinde mit dem Lied: „Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht“. Die Gemeinde betete im Wechsel den „Lobgesang der Maria“ (Lukas 1,46-55; EG 761). Passend zu dritten Sonntag im Advent war auch als Schriftlesung der Lobgesang des Zacharias (Lukas 1,67ff.). Die Kindergartenkinder führten darauf eine Geschichte von Sternen vor. Sterne haben ja in der Advents- und Weihnachtszeit eine große Bedeutung. In dieser Geschichte priesen einzelne Sterne ihre Vorzüge an, weshalb sie den Weg zum neugeborenen König weisen könnten, etwa: er sei der größte Stern, der hellste, der schnellste. Ein kleiner Stern schlägt den andern, von denen jeder sich für den fähigsten hält, vor, sie sollten doch zusammen den Weg zum Kind in der Krippe weisen. Und darauf lassen sie sich auch ein. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg nach Bethlehem und der kleine Stern führt sie an. Bis heute erzählen sich die Menschen von dem Stern, der den Weg zur Krippe weist. Das Lied „Komm o komm du Morgenstern“ (EG 19,1-3) nahm Gedanken des Spiels auf. Und auch Pfarrer Christoph Grosse führte diese Gedanken in seiner Predigt zu Römer 15,7 fort: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Dieser Bibelvers war 2015 die Jahreslosung. Weil mich Christus angenommen hat wie ich bin, darf auch ich andere annehmen wie sie sind. Das heiße, dass nicht alle in einer Gemeinde gleich werden müssen. Pfarrer Christoph Grosse rief dazu auf, zu entdecken, dass wir aus der Versöhnung leben. Christus habe das, was wir nicht tragen können, getragen. Seine Predigt schloss Pfarrer Christoph Grosse mit dem wirklich bedenkenswerten Satz: Christus hat uns versöhnt, damit wir uns versöhnen können“

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg“ (EG 540,1) sangen Kinder und Gemeinde nach der Predigt. Beim anschließenden Gebet trugen unterschiedliche Sprecher die einzelnen Fürbitten vor, die jeweils abgeschlossen wurden mit der Liedstrophe: „Tragt in die Welt ein Licht“. Gegen Ende des Gottesdienstes erklang noch einmal das wahrscheinlich bekannteste Adventslied: „Macht hoch die Tür“ (EG 1, 1. 2. 5), bevor der Gottesdienst mit dem Segenslied, das auch Kinder gerne singen: „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“ (EG 511,1) dem Segen und dem Orgelnachspiel beendet wurde.

Doch hinter der Kirche wurde bei einem Ständerling Gebäck, vieles davon in Sternform, gereicht, das von den Kindergartenkindern und deren Erzieherrinnen gemacht war. Die niedrige Temperatur war für längeres Verweilen mit Begegnung und Gespräch nicht günstig – schade eigentlich nach solch eindrücklichem Familiengottesdienst.

Walter Rominger, Ebingen

„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht“ (Lukas 21,28)

Zum traditionellen Gemeindefrühstück am zweiten Sonntag im Advent und anschließendem Gottesdienst Zweimal im Jahr, jeweils am zweiten Sonntag im Advent und am Muttertag (zweiter Sonntag im Mai), lädt die evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen zum Gemeindefrühstück vor dem Gottesdienst ins Gemeindehaus ein. Recht viele nehmen dieses Angebot an. In allen Altern sind die Besucher des Gemeindefrühstücks. Schön ist, dass auch junge Familien darunter sind. An einem langen Tisch sind Köstlichkeiten zum Verzehr zu finden: Flocken, Quark und Milch fürs Frühstücksmüsli, Honig und verschiedene Marmeladen, Brot und Brötchen, auch Dinkelerzeugnisse und Hefe- und Nusszopf. Auf den Tischen stehen neben dem frisch gebrühten Kaffee Butter und auf Tellern Wurst und Käse. Dazu kann wer will sich auch noch mit Fruchtsäften bedienen und sich seinen Teller mit Rührei füllen lassen, sich einfach an einem, der liebevoll gedeckten Tische niederlassen, sich selbst bedienen oder auch bedienen lassen. Und dann noch die richtigen Tischnachbarn, man kennt sich ja meist – so macht ein Frühstück doch richtig Freude. Die Plätze sind zwar recht gut besetzt, doch einige sind immer noch frei und weitere Tische ließen sich wohl auch noch stellen. Das ist doch einladend, jedenfalls einen Versuch wert.

Leider vergeht beim Essen, Trinken und Reden die Zeit wie im Fluge. Bald schon rufen die Glocken der nahen Galluskirche zum Gottesdienst. Spätestens dann ist es Zeit, sich auf den Weg dorthin zu machen. Wenn auch nicht alle, so werden doch die meisten der Frühstücksbesucher im Anschluss zu Gottesdienstbesuchern. Dieser stand freilich ganz im Zeichen des Advents. Lieder und Lesungen stimmten darauf ein: zu Beginn das bekannte Lied „Es kommt ein Schiff geladen“ (EG 8,1-6), der Kanon „Seht auf und erhebt eure Häupter“ (EG 21), der den Wochenspruch aufnimmt (Lukas 21,28), ebenso das Lied „O Heiland reiß die Himmel auf“ (EG 7,1-3.7) und das im Ergänzungsheft zum evangelischen Gesangbuch (EG) stehende „Blinde werden sehen, Lahme werden gehen“, das die Gemeinde nach der Sprechmotette des Truchtelfinger Teen-Kreises, der am Gottesdienst beteiligt war, sang, in welcher die großen Visionen einer zukünftigen Welt vom Propheten Jesaja geschaut werden. Der Prophet beklagt einerseits die üblen Zustände seiner Zeit, die denen in heutiger Zeit nicht so unähnlich sind, entwirft aber in seiner Schau auch eine große Zukunft mit seinen kühnen Bildern von der zukünftigen Welt. Die Schriftlesung davor (Lukas 21,25-31) entstammt einer Rede Jesu, die er nur wenige Tage vor seinem Leiden und Sterben in Jerusalem hielt; Jesus kündigte darin sein zweites Kommen an und rief zur Wachsamkeit auf; dies ist das Thema des zweiten Sonntags im Advent. Die mit dem Advent verbundene Erwartungshaltung nahm Pfarrer Christoph Grosse in seiner Predigt auf, deren Grundlage Jesaja 35,3ff. war. Auf die möglicherweise bangen Fragen: Was kommt auf uns zu? und: Wer hat überhaupt eine (tragbare) Vision? biete der Prophet Jesaja die Antwort. Zwar herrsche in dem Menschen die Sehnsucht nach Heil und Heilung, aber ernste Sorgen nehmen uns den Atem. Doch Jesajas Vision reiche viel weiter als ich überhaupt zu denken vermag. Gerade in einer Welt, die so wenig Hoffnung habe, bedürfe es Orten der Hoffnung. Advent bedeute, Gott komme uns entgegen, weshalb wir uns aufmachen können, ihm entgegenzugehen, weil sich unserer Erlösung nahe (Lukas 21,28). Nach der Predigt sang die Gemeinde das bekannte Adventslied „Die Nacht ist vorgedrungen“ (EG 16,1-3). Dem schlossen sich Fürbittengebet, bei welchem auch Jugendliche des Teen-Kreises einzelne Bitten verlasen, und das Vaterunser an, bevor dann das Adventslied „Tochter Zion, freue dich“ (EG 13,1-3), der Segen und die Segensstrophe „O lass dein Licht auf Erden siegen“ (EG 14,6) den Gottesdienst zum zweiten Sonntag im Advent beschlossen.

Walter Rominger, Ebingen

Christus hat uns versöhnt, damit wir uns versöhnen können

Eindrücklicher Familiengottesdienst zum dritten Advent mit den Kindergärten

Wieder einmal gestalteten Kindergartenkinder zusammen mit ihren Erzieherinnen den Gottesdienst mit. Am dritten Sonntag im Advent waren sie aus beiden Kindergärten, dem aus dem Rossental und dem vom Gänsbach gekommen, ebenso die Kinder, die an Konfi 3 teilnehmen; sie hatten gerade eine Lerneinheit abgeschlossen. Gleich nach dem Orgelvorspiel erfreuten die Kinder der Kindergärten die zahlreich versammelte Gemeinde mit dem Lied: „Das Licht einer Kerze ist im Advent erwacht“. Die Gemeinde betete im Wechsel den „Lobgesang der Maria“ (Lukas 1,46-55; EG 761). Passend zu dritten Sonntag im Advent war auch als Schriftlesung der Lobgesang des Zacharias (Lukas 1,67ff.). Die Kindergartenkinder führten darauf eine Geschichte von Sternen vor. Sterne haben ja in der Advents- und Weihnachtszeit eine große Bedeutung. In dieser Geschichte priesen einzelne Sterne ihre Vorzüge an, weshalb sie den Weg zum neugeborenen König weisen könnten, etwa: er sei der größte Stern, der hellste, der schnellste. Ein kleiner Stern schlägt den andern, von denen jeder sich für den fähigsten hält, vor, sie sollten doch zusammen den Weg zum Kind in der Krippe weisen. Und darauf lassen sie sich auch ein. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg nach Bethlehem und der kleine Stern führt sie an. Bis heute erzählen sich die Menschen von dem Stern, der den Weg zur Krippe weist. Das Lied „Komm o komm du Morgenstern“ (EG 19,1-3) nahm Gedanken des Spiels auf. Und auch Pfarrer Christoph Grosse führte diese Gedanken in seiner Predigt zu Römer 15,7 fort: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Dieser Bibelvers war 2015 die Jahreslosung. Weil mich Christus angenommen hat wie ich bin, darf auch ich andere annehmen wie sie sind. Das heiße, dass nicht alle in einer Gemeinde gleich werden müssen. Pfarrer Christoph Grosse rief dazu auf, zu entdecken, dass wir aus der Versöhnung leben. Christus habe das, was wir nicht tragen können, getragen. Seine Predigt schloss Pfarrer Christoph Grosse mit dem wirklich bedenkenswerten Satz: Christus hat uns versöhnt, damit wir uns versöhnen können“

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg“ (EG 540,1) sangen Kinder und Gemeinde nach der Predigt. Beim anschließenden Gebet trugen unterschiedliche Sprecher die einzelnen Fürbitten vor, die jeweils abgeschlossen wurden mit der Liedstrophe: „Tragt in die Welt ein Licht“. Gegen Ende des Gottesdienstes erklang noch einmal das wahrscheinlich bekannteste Adventslied: „Macht hoch die Tür“ (EG 1, 1. 2. 5), bevor der Gottesdienst mit dem Segenslied, das auch Kinder gerne singen: „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“ (EG 511,1) dem Segen und dem Orgelnachspiel beendet wurde.

Doch hinter der Kirche wurde bei einem Ständerling Gebäck, vieles davon in Sternform, gereicht, das von den Kindergartenkindern und deren Erzieherrinnen gemacht war. Die niedrige Temperatur war für längeres Verweilen mit Begegnung und Gespräch nicht günstig – schade eigentlich nach solch eindrücklichem Familiengottesdienst.

Walter Rominger, Ebingen

Der Sohn folgt dem Vater nach

„Stabübergabe“ nach fast 30 Jahren Dienst als Posaunenchorleiter von Willy an Nico Schneider am ersten Sonntag im Advent

Es war ein recht denkwürdiger Festgottesdienst zum Ersten Advent. Denn beim Truchtelfinger Posaunenchor ging geradezu eine Ära zu Ende. Nach 29 Jahren gab Willy Schneider das Amt des Posaunenchorleiters ab und der Taktstock ging an dessen Nachfolger. Das Erfreuliche daran ist, dass es nahtlos weitergehen kann, und diese Aufgabe in der Familie verbleibt. Willy Schneiders Sohn Nico, der bereits in der vergangenen Zeit des Öfteren den Posaunenchor geleitet hat, übernimmt nun diese verantwortungsvolle Aufgabe. Und Willy Schneider wird als Trompeter dem Posaunenchor treu bleiben. Ein stattlicher Posaunenchor und eine überdurchschnittlich große Gottesdienstgemeinde waren aus diesem Anlass zugegen.

Nach dem Vorspiel durch den Posaunenchor sang die Gemeinde die Strophen 1 bis 4 des wohl bekanntesten Adventliedes „Macht hoch die Tür …“ (von Georg Weissel, EG 1) und betete anschließend im Wechsel den zum Advent passenden Psalm 24. Auf den Advent stimmte auch die Schriftlesung ein, Sacharja 9,9 und 10.

Zwar wurde an diesem ersten Adventssonntag mit dem Beginn eines neuen Kirchenjahres die bisherige alte Perikopenordnung der Predigttexte durch eine neue ersetzt, was aber beim diesjährigen Text zum ersten Advent keine Änderung bedeutet. Der Einzug Jesu in Jerusalem nach dem Matthäusevangelium (21,1-11) war Textgrundlage zur Predigt. Pfarrer Christoph Grosse wies darauf hin, wie gerade die Geschichte von Jesu Einzug in Jerusalem die christliche Frömmigkeit beeinflusst habe. Der Ruf „Hosianna“ sei in Wirklichkeit kein Jubel- sondern ein Hilferuf, bedeute dies „hilf doch“. Aber daraus sei zu Recht ein Jubelruf geworden, weil es Gott sei, der zu uns komme. Das „Hosianna“ dürfe für einen jeden Bitte als auch Lob sein.

Dazu passte gut die vom Posaunenchor musizierte Mottete „Stimmt Hosianna an“. Willy Schneider dirigierte diese zu seinem Abschied.

Anschließend überbrachte Corinna Konzelmann den Dank der Posaunenbläser Truchtelfingen. In der langen Zeit als Leiter war es Willy Schneider gelungen, dass der Chor auf bis zu 50 Bläsern anwuchs und damit der größte im ganzen Kirchenbezirk Balingen war. Willy Schneider hat es verstanden, die Bläser mitzunehmen und nachhaltig gewirkt. Sie bedankte sich im Namen der Bläser bei Willy Schneider für alles, was er in all den Jahren für den Posaunenchor getan habe. Zur Erinnerung überreichte Corinna Konzelmann Willy Schneider ein Fotoalbum, das Aufnahmen seit seinem Beginn als Chorleiter 1989 enthält.

Bezirksposaunenwart Jürgen Stengel aus Meßstetten betonte, Willy Schneider habe in vorbildlicher Weise Verantwortung für andere übernommen. Er überreichte ihm die von Landesposaunenwart Hans Ulrich Nonnenmann und Pfarrer Cornelius Kuttler, dem Leitenden Referenten des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (ejw) unterschriebene Urkunde für 29 Jahre Posaunenchorleitung und die silberne Nadel des ejw.

Für die Truchtelfinger Kirchengemeinde bedankte sich deren gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Adelheid Streich, für alles, was Willy Schneider an der Gemeinde getan hat. Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Leiter des Posaunenchors war er auch sechs Jahre im Kirchengemeinderat. Als Dank für seine treuen Dienste übergab Adelheid Streich für die Kirchengemeinde dem Ehepaar Schneider einen Reisegutschein für den Stilfzer Hof im Engadin.

Dann war „Stabübergabe“ von Willy Schneider an seinen Sohn Nico. Corinna Konzelmann wünschte gutes Gelingen. Nico Schneider ist ja bereits langjähriger Bläser in Truchtelfingen und seit Januar auch im Kirchengemeinderat. Pfarrer Christoph Grosse verpflichtete den neuen Posaunenchorleiter mit Handschlag.

Wohl kaum etwas passt fast am Ende eines so denkwürdigen Gottesdienstes besser als „Dankmusik“, welche der Posaunenchor jetzt unter Nico Schneider musizierte.

Nach Fürbittengebet und Vaterunser sang die Gemeinde noch aus dem Adventlied „Wie soll ich dich empfangen …“ (von Paul Gerhardt, EG 11,1-3), bevor der Posaunenchor nach dem Segen mit seinem Nachspiel den beeindruckenden Gottesdienst zum ersten Sonntag im Advent beendete.

Walter Rominger, Ebingen

„Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!“ (Psalm 150,6)

Eindrückliches Kirchenkonzert in Truchtelfingen am Martinstag

Worte des Dankes richtete Pfarrer Christoph Grosse fast am Ende des eindrücklichen Kirchenkonzerts am Sonntag-Abend (11.11.2018) an alle Akteure. Das Konzert mit den beiden Kirchenchören aus Truchtelfingen und Bitz, dem Flötenensemble des Ebinger Gymnasiums und Oliver Geiger an der Orgel, der auch die Leitung der Chöre hatte, war an einem denkwürdigen Tag: einhundert Jahre zuvor wurde der Waffenstillstand unterzeichnet, der den Ersten Weltkrieg beendete.

Das Konzert stand unter dem Gesamtthema: „Alles was Odem hat, lobe den Herrn!“ Es war dem 150. Psalm entnommen und ist der letzte Satz des Pslaters.

Das Repertoire umfasste Werke für Chor, Flöten und Orgel vom Barock bis zur Gegenwart. Darunter war auch ein Stück für Orgel aus der Feder von Oliver Geiger. Während das Flötenensemble sich auf Werke des Barock konzentrierte (etwa Bach und Händel), sangen die vereinigten Chöre Werke der Romantik (etwa Silcher) und der Gegenwart (Heizmann, Siebald). Unterbrochen waren die Musikbeiträger durch Lesungen von Pfarrer Christoph Grosse. Nach dem eigentlichen Ende des Kirchenkonzerts gab es Beifall, worauf die vereinigten Kirchenchöre aus Bitz und Truchtelfingen als Zugabe sangen: „Der Tag, mein Gott, ist nur vergangen“ (EG 66, Gerhard Valentin nach einem englischen Original). Die Kollekte war freilich für die beiden Kirchenchöre bestimmt.

Walter Rominger, Ebingen

Die Youngsters sind wieder aktiv! Und diesmal werden wir echt erfinderisch. Neugierig?

Dann melde Dich an, per Mail, am Telefon oder bei Pfarrer Grosse.

Der Termin:          Samstag, 10. November von 10.-15.00 Uhr

Wie immer gibt es ein leckeres Mittagessen.....(Hat jemand was von Pizza gesagt?)

Wir freuen uns auf Dich!

Gott hat die Welt so schön gemacht“

Familiengottesdienst zum Erntedankfest

Mit der Melodie des bekannten Liedes von Matthias Claudius „Wir pflügen und wir streuen“ stimmte bereits das Orgelvorspiel auf das Erntedankfest ein. Es war ein schön gestalteter und inhaltlich gelungener Familiengottesdienst, bei dem die Kinder der beiden Truchtelfinger Kindergärten mitwirkten. Die ganze, recht zahlreich versammelte Gemeinde betete den Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte“), der den Kindergartenkindern geläufig ist, begleitet er sie doch in ihrem Kindergartenalltag. Ein Anspiel der Kinder brachte am Beispiel des Wachsens, Reifens und Erntens eines Apfels zum Ausdruck, wie dafür Sonne, Wind und Regen nötig sind, die Gott gibt. Die Schriftlesung zu Matthäus 5,19ff. warnte vor dem Sammeln irdischer Schätze. Dank gegenüber Gott kam durch das Lied „Ich singe dir mit Herz und Mund“ (EG 324,1-4.7) zum Ausdruck. In seiner Predigt zu 1.Timotheus 4,4+5 sagte Pfarrer Christoph Grosse, was Gott geschaffen habe, sei gut, jedoch nicht alles, was Menschen hervorbringen. Menschen blieben jedoch auf das, was die Erde hervorbringt, angewiesen. Dankbarkeit mache zufrieden. Deshalb sollten wir auch die Umstände, in die wir hineingestellt sind, akzeptieren. Manches sei auch nur eine Frage der Perspektive. Das Erntedankfest könne den Impuls für ein dankbares Leben geben.

Zur Predigt passte gut das Lied der Kindergartenkinder: „Gott hat die Welt so schön gemacht“. Nach Fürbittengebet – vorgetragen von verschiedenen Sprechern – Vaterunser und dem Lied „Gott gab uns Atem“ (EG 432,1-3) wurden sechs Kinder aus der Kirchengemeinde vorgestellt, die jetzt mit Konfi3 beginne. Das Gottesdienstopfer war für die mit Truchtelfingen verbundene Missionarsfamilie Berger bestimmt, die, ausgesandt von der Liebenzeller Mission, in Malawi Dienst tut. Nach Segensstrophe („O treuer Hüter“ aus: „Lobet den Herren, alle die ihn ehren“, EG 447,6) und dem Segen war die Gemeinde zum Kirchenkaffee eingeladen. Dieser konnte bei schönem Wetter auf dem Friedhof eingenommen werden. Eine stattliche Anzahl von Gemeindegliedern fand sich dazu ein. Auch konnten die Erntegaben besichtigt werden. Sie kommen den Jugendlichen des Diasporahauses Bietenhausen zugute.

Walter Rominger, Ebingen

SOLI DEO GLORIA – Dankgottesdienst zur Goldenen Hochzeit von Hermann und Rosmarie Schick

Wahrlich, das war weitaus mehr als ein fulminanter Gottesdienst, weit eher ein von überschwänglicher Dankbarkeit gekennzeichneter, der anlässlich der Goldenen Hochzeit von Hermann und Rosmarie Schick, geb. Lindegger, am vorgerückten Vormittag des vergangenen Samstags (8. September) stattfand. Freilich, es war Dankbarkeit in zweifacher Hinsicht. Zum einen gebührt Dank dem Jubelpaar für seine jahrzehntelange unermüdliche Arbeit in der Kirchengemeinde Truchtelfingen, vornehmlich in der Altenarbeit und noch mehr in der Kirchenmusik: Hermann Schick spielt seit Jahrzehnten im Posaunenchor und ist als Organist tätig; überdies ist er im Kirchenbezirk als Lektor unterwegs; zusammen mit seiner Frau Rosmarie war er jahrelang für den monatlichen Altennachmittag mit verantwortlich. Dass ein Kirchenchor unter der Leitung von Bezirkskantor Ehni sang, dieser an der Orgel zusammen mit der Flötistin Frau Paulus, musizierte, der Posaunenchor spielte und der sicher vielbeschäftigte Dekan Wiedmann aus Balingen unter den zahlreichen Gottesdienstbesuchern weilte, das drückt doch unmissverständlich die große Wertschätzung und Dankbarkeit den Eheleuten Schick gegenüber aus. Wie die Eheleute Schick ihren Gottesdienst anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit verstanden wissen wollen, das erhellt aus dem Deckblatt des von ihnen entworfenen Liedblattes: „SOLI DEO GLORIA Dank-Gottesdienst …“: als ihren großen Dank Gott gegenüber. So waren denn auch die Lieder ausgewählt, die von der Gemeinde abwechselnd mit dem Chor, teils mit Orgelbegleitung und teils mit Begleitung durch den Posaunenchor gesungen wurden: „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ (EG 317), „Großer Gott, wir loben dich“ (EG 331), wobei auch der mahnende Ton nicht fehlte: „Herr, gib uns Augen, die den Nachbarn sehn“ und schließlich als Schlusslied: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (EG 147), welches den Blick auf die Ewigkeit lenkt, die für Christen jedoch eine im himmlischen „Freudensaal“ ist.

Pfarrer Christoph Grosse erinnerte in seiner Predigt an die Trauung des Jubelpaares durch Pfarrer Rudolf Funk, damals auf der Burg Hohenzollern, zwei Tage von der berufsbedingten Ausreise des jungen Paares für einige Jahre nach Israel. Anschließend folgten ein paar Jahre in Kanada, wo auch die drei Kinder geboren wurden. Seit 39 Jahren sind sie nun wieder in Truchtelfingen. Der Denkspruch zur kirchlichen Trauung war: „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens gegen“ (Offenbarung 2,10b). Wir dürften Gott gegenüber Treue halten, weil darüber die Verheißung des Segens stehe. Damit das Leben gelinge, sei das Entscheidende Gottes Treue zu uns. Im Glauben geerdet zu sein, das brauchten wir zum Leben. Die Krone zu erhalten, das sei das Ziel unseres Lebens. Wir könnten darauf vertrauen, dass Gott treu ist und er es wohl machen werde.

Die Eheleute Hermann und Rosmarie Schick empfingen noch einmal wie vor 50 Jahren Gottes Segen durch Pfarrer Christoph Grosse. Er übergab dem Jubelpaar die von Landesbischof D. July unterzeichnete Urkunde.

Nach einem Zwischenspiel durch den Posaunenchor trugen beim Fürbittengebet Angehörige der Eheleute Schick die einzelnen Gebetsbitten vor.

Ein jeder derer, die mit dem Jubelpaar den Dank-Gottesdienst zur Goldenen Hochzeit feierte, erhielt von einem der vier Enkel am Ausgang einen nahrhaften, süßen Gruß mit: eine Tafel Schweizer Schokolade. Das ist symbolträchtig, stammt doch Rosmarie Schick aus der Schweiz und leben zwei ihrer Kinder und zwei Enkelkinder in der Schweiz.

Walter Rominger, Ebingen 

Erntedankfest am 30. September um 9.30 Uhr in der Galluskirche

mit den Kindergärten

Herzliche EInladung!

 

Gelungener Hüttengottesdienst – in diesem Jahr sogar mit Jubiläum

Ein strahlender Spätsommertag lockte eine stattliche Anzahl Gemeindeglieder zum längst zur guten Tradition gewordenen Gottesdienst im Grünen bei der Truchtelfinger Hütte am letzten Sonntag der Sommerferien; in diesem Jahr am 9. September (15. Sonntag nach Trinitatis). Zu diesem warmen Spätsommertag passte das Eingangslied „Die güldne Sonne“ (EG 449,1-4). Der Truchtelfinger Posaunenchor unter der Leitung von Willy Schneider begleitete dieses Lied sowie die übrigen in gewohnt bewährter Weise.

Schriftlesung (aus Matthäus 6) und Predigt (zu Psalm 146) waren aufeinander abgestimmt. Die Worte Jesu wenden sich gegen den Sorgengeist, während der Psalmbeter Gottes ewige Treue lobt. Der Psalm 146 gehört zu den fünf Psalmen am Ende des Psalmbuches, die in das Gotteslob einstimmen. Pfarrer Christoph Grosse machte deutlich, dass der Psalm 146 Beispiele nenne, an denen sich Gottes Treue zeige. Da werde ein Gott gelobt, der bei den Menschen ist; ein Gott, der denen die Hand hinstrecke, die keine Hoffnung mehr haben, damit sie wieder Hoffnung bekämen. Der Psalmbeter rede so, weil er so Gott erlebt habe. An uns sei es, das weiter zu erzählen, was wir mit Gott erlebt haben, damit die Menschen die Botschaft von dem hören, der sich uns zuwendet.

Nach der Predigt sang die Freiluftgemeinde das Lied „Du meine Seele singe“ von Paul Gerhardt, welches den Psalm 146 aufnimmt (EG 302,1.2.8). Nach dem Fürbittengebet, dem gemeinsamen Vaterunser und dem Schlusslied „Geh unter der Gnade“ (EG 543,1-3) richtete Frau Weber ein kurzes Grußwort an die Gemeinde. Sie konnte auf ein Jubiläum verweisen: Seit 50 Jahren kommt sie in jedem Jahr mit heranwachsenden Mädchen, die sich in einem Programm der eva (Evangelische Gesellschaft, Stuttgart) befinden zu einer Hüttenfreizeit. Sie bedankte sich dafür, dass dies immer möglich war. Für die gute Durchführung des diesjährigen Gottesdienstes bei der Truchtelfinger Hütte galt, wie auch in den Vorjahren, ein großer Dank dem Hüttenteam.

Nach einer kurzen „Umbaupause“ – Tische mussten gestellt werden – ging es zum „gemütlichen Teil“. Das Hüttenteam bot Deftiges vom Grill an, und das Kindergartenteam Rossental Kaffee und Kuchen. Noch recht lange saß man an den Tischen zusammen. Es war – wieder einmal – ein gelungener Gottesdienst im Grünen am Ende der Sommerferien.

Walter Rominger, Ebingen

 

Bei der Aktion Gratishilfe geht es ganz einfach darum, Mitmenschen aus Truchtelfingen etwas Gutes zu tun. Die Helfer bieten ihre Unterstützung gratis an und bedingungslos.

Das Angebot der Gratishilfe umfasst beispielsweise Gartenarbeitenm, kleinere Installationen und Reparaturen, Reinigungsarbeiten, Hausarbeiten, Beratungen, Ämterbegleitung, Spaziergänge, Fahrdienste, Transport und Kinderbetreuung. Die Helfer gehen davon aus, dass eventuell benötigtes Material zu Verfügung gestellt wird und die Arbeit nicht länger als 3 Stunden dauert.

Koordinationsbüro ab 12. September:

werktags von 10-12 Uhr und 17-19 Uhr, Tel. 07432 12303 /Fiedler

Bitte melden Sie sich hier, wenn Sie Hilfe in Anspruch nehmen möchten.

Können Sie sich vorstellen, ein paar Stunden bei der Aktion Gratishilfe mitzuhelfen? Dann wenden Sie sich bitte an das Pfarramt und teilen Sie uns mit, an welchen Tagen Sie mitmachen können: 07432 5136


 

Die Youngsters sind zurück !

Am Samstag, 29. September machen wir uns auf die Suche nach Mister X !

Dazu müssen Beweise gesammelt und ausgewertet werden, Rätsel gelöst und auf Verbrecherjagd gegangen werden.

Dazu brauchen wir Spürnasen im Alter von 9-13 Jahren

Samstag, 29. September um 10 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Truchtelfingen

Bitte anmelden im Pfarramt!

Erntedankfest am 30. September um 9.30 Uhr in der Galluskirche

mit den Kindergärten

Herzliche EInladung!

 

  1. Am Freitag um 18.00 Uhr läuten an vielen Orten Europas 15 Minuten die Glocken anlässlich des UN Welttages des Friedens. In diesem Jahr werden wir an das Ende des 1. Weltkrieges und den 30jährigen Krieg erinnert. In Truchtelfingen findet dann um 18.15 Uhr ein kurzes Friedensgebet statt, zu dem wir sie herzlich einladen.
  1. Am Freitag um 18.00 Uhr läuten an vielen Orten Europas 15 Minuten die Glocken anlässlich des UN Welttages des Friedens. In diesem Jahr werden wir an das Ende des 1. Weltkrieges und den 30jährigen Krieg erinnert. In Truchtelfingen findet dann um 18.15 Uhr ein kurzes Friedensgebet statt, zu dem wir sie herzlich einladen.

Gottesdienst am Israelsonntag

In der langen festlosen Zeit nach dem Dreieinigkeitsfest sticht der 10. Sonntag nach Trinitatis heraus. Es ist der Gedenktag der Zerstörung Jerusalems oder Israelsonntag (5. August 2018). An diesem wird in besonderer Weise der Verbundenheit der Kirche mit Israel gedacht.

Dass Christen keineswegs gegenüber Israel hochmütig sein können, das kam bereits in der Schriftlesung zum Ausdruck, dem Bußgebet des Propheten Daniel (Daniel 9,15-19). Und dass christlicher Glaube Glaube an den dreieinigen Gott ist, das brachte das gesungene Glaubensbekenntnis von Rudolf Alexander Schröder „Wir glauben Gott im höchsten Thron, …“ (EG 184,1-5) zum Ausdruck. Predigtgrundlage bildete Apostelgeschichte 3,1-21: Die Heilung des Gelähmten. Pfarrer Christoph Grosse wies darauf hin, dass Lukas in seinem Doppelwerk mit dieser Geschichte das Wirken Jesu mit dem der Jünger verknüpfe. Es komme zum Ausdruck, dass die Sache Jesu weitergehe. Die Gemeinde wachse. Es beginne zwar in Jerusalem, dort ist der Ausgangspunkt, aber es gehe weiter. An dieser Begebenheit, der Heilung des Gelähmten, merke man, dass Jesus lebe. Petrus wende sich nicht ab, sondern den Menschen zu, weil er deren Heil wolle. Das Evangelium die frohe Botschaft, sei auch immer Ruf zur Umkehr. Wir werden damit nicht beschämt. Gott wirke Versöhnung. Umkehr bedeute Aufstehen – und dann können wir Dinge verändern. Gedanken der Predigt waren im Lied „Vertraut den neuen Wegen“ (EG 395,1-3) des Zeitgenossen Peter Hertzsch (geb. 1930, Jena) aufgenommen.

Walter Rominger

Gottesdienst am Israelsonntag

In der langen festlosen Zeit nach dem Dreieinigkeitsfest sticht der 10. Sonntag nach Trinitatis heraus. Es ist der Gedenktag der Zerstörung Jerusalems oder Israelsonntag (5. August 2018). An diesem wird in besonderer Weise der Verbundenheit der Kirche mit Israel gedacht.

Dass Christen keineswegs gegenüber Israel hochmütig sein können, das kam bereits in der Schriftlesung zum Ausdruck, dem Bußgebet des Propheten Daniel (Daniel 9,15-19). Und dass christlicher Glaube Glaube an den dreieinigen Gott ist, das brachte das gesungene Glaubensbekenntnis von Rudolf Alexander Schröder „Wir glauben Gott im höchsten Thron, …“ (EG 184,1-5) zum Ausdruck. Predigtgrundlage bildete Apostelgeschichte 3,1-21: Die Heilung des Gelähmten. Pfarrer Christoph Grosse wies darauf hin, dass Lukas in seinem Doppelwerk mit dieser Geschichte das Wirken Jesu mit dem der Jünger verknüpfe. Es komme zum Ausdruck, dass die Sache Jesu weitergehe. Die Gemeinde wachse. Es beginne zwar in Jerusalem, dort ist der Ausgangspunkt, aber es gehe weiter. An dieser Begebenheit, der Heilung des Gelähmten, merke man, dass Jesus lebe. Petrus wende sich nicht ab, sondern den Menschen zu, weil er deren Heil wolle. Das Evangelium die frohe Botschaft, sei auch immer Ruf zur Umkehr. Wir werden damit nicht beschämt. Gott wirke Versöhnung. Umkehr bedeute Aufstehen – und dann können wir Dinge verändern. Gedanken der Predigt waren im Lied „Vertraut den neuen Wegen“ (EG 395,1-3) des Zeitgenossen Peter Hertzsch (geb. 1930, Jena) aufgenommen.

Walter Rominger

„Jesus wirkt weltweit“

Tobias Köhler von „Hilfe für Brüder“ berichtet über das Wachsen der Gemeinde Jesu trotz aller Widerstände: Es ist wie in frühchristlicher Zeit

Die evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen unterstützt seit Jahren die aus pietistischer Tradition hervorgegangene missionarisch-diakonische Organisation „Hilfe für Brüder“ (Stuttgart), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in der weiten Welt einheimische Kirchen und Gemeinden durch Ausbildung, Katastrophenhilfe usw. zu unterstützen und deren Entwicklung in einer guten und gewünschten, weil an der Heiligen Schrift ausgerichteten Richtung, zu fördern. Der inzwischen 80jährige Stuttgarter Pfarrer Winrich Scheffbuch hat 1980 „Hilde für Brüder“ gegründet. Heute ist „Hilfe für Brüder“ in 100 Ländern weltweit tätig.

Tobias Köhler, der Leiter von „Hilfe für Brüder international“, berichtete im Gottesdienst am 15. Juli (siebter Sonntag nach Trinitatis), dass in Äthiopien, in dem einst eine marxistische Regierung herrschte, kürzlich ein Christ, der ursprünglich Moslem war, zum Staatspräsidenten gewählt wurde. Bereits zu Beginn von dessen Regierungszeit ist es zum Friedensvertrag mit Eritrea gekommen. Tobias Köhler berichtete von der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen „Hilfe für Brüder“ und den äthiopischen Kirchen. Vieles von dem was etwa in Äthiopien erlebt werde, erinnere an das, was in der Apostelgeschichte berichtet werde. Trotz nicht zu leugnender Übergriffe auf Christen baue Jesus weltweit seine Gemeinde.

Es war dann auch naheliegend, dass Tobias Köhler einen Abschnitt aus der Apostelgeschichte (1,1-8, Christi Himmelfahrt) seiner Predigt zugrunde legte; bereits die Schriftlesung hatte auf das Thema Mission und Gemeinde eingestimmt (Apostelgeschichte 2,41-47, Die erste Gemeinde). Tobias Köhler stellte seine Predigt unter das Thema: „Jesus wirkt weltweit“. Er führte dies in dreifacher Weise aus. Zum einen: Jesus wirkt durchs sein Wort. Dieses Wort schaffe Fakten. Er warnte aber davor. Dieses Wort zu verwässern. Dann verliere es seine Kraft. In unseren Breiten sei vielfach der Egoismus zur Norm geworden. Doch es gelte, Kopf und Herz in Einklang miteinander zu bringen; Wort und Tat sollten zusammenkommen. Zum andern: Jesus wirkt durch seien Heiligen Geist. Die Gebetsbitte sei, Jesus möge mich gebrauchen können. Wie Jesus durch seinen Heiligen Geist wirkt, das verdeutlichte Tobias Köhler an der Entwicklung der Gemeinde Jesu im Iran. 1970 habe es in dem moslemischen Land so gut wie keine Christen gegen, gerade mal so um die 200. Zurzeit seien es bereits vier Millionen bei einer Gesamtbevölkerung von 80 Millionen. In keinem Land wachse die Christenheit mehr als im Iran. Dafür sei unterschiedliches verantwortlich: viele seien vom Islam enttäuscht, Jesus erscheine Menschen in Träumen und Visionen, christliche Sender strahlten evangelistische Sendungen aus. In die jungen Gemeinden sei zu investieren. Und schließlich: Jesus wirkt durch seine Mitarbeiter. Wir Christen seien eingebunden als Teil dieses weltweiten Geschehens. Verheißungsvoll ist dann: Jesu Gemeinde wächst weltweit.

Passend war das Lied nach der Predigt, ein Pfingstlied von Philipp Spitta, mit dem um den Heiligen Geist gebeten wird. „O komm du Geist der Wahrheit“ (EG 136,1-4) wie auch das Schlusslied von Josua Stegmann, mit dem um Gottes bleibende Begleitung gebeten wird: „Ach bleib mit deiner Gnade“ (EG 374,1-4).

Das Opfer dieses Gottesdienstes war freilich für „Hilfe für Brüder“ bestimmt. Es kommt einer Bibelschule in London zugute, die auch Prediger für den Iran ausbildet. Nach dem Gottesdienst bestand die Möglichkeit zu eventuellen Fragen an Tobias Köhler und konnte man sich mit Informationsmaterial versorgen.

Walter Rominger, Ebingen

Familiengottesdienst mit Superlativcharakter

Auf den Sonntag vor Ferienbeginn (22. Juli, 8. Sonntag nach Trinitatis) war in der evangelischen Kirchengemeinde Truchtelfingen ein Familiengottesdienst gelegt, der es wirklich in sich hatte, geradezu Maßstäbe setzte. Denn mit der Kinderkirche und dem Kirchenchor waren zwei wesentliche Gruppen der Gemeinde an der Gestaltung beteiligt; zudem wurde dann noch, passend zu einem Familiengottesdienst, ein Kind getauft. Thema des Gottesdienstes war der Prophet Jona, zu dem die Kinder der Kinderkirche und deren Helfer ein Singspiel aufführten, das durch Dias zusätzlich veranschaulicht wurde. Jona wird von Gott in die gottlose Stadt Ninive geschickt, um deren Bewohner zur Buße zu rufen. Und entgegen Jonas Vermutung tun dies die Bewohner Ninives, von deren obersten Repräsentanten bis zum einfachen Fußvolk. Damit ist Jonas Auftrag erfüllt, und damit endete auch das Singspiel der Kinderkirche. Pfarrer Christoph Grosse nahm die Prophetenerzählung von Jona auf, die ja auch nicht beendet ist. Jona wartet; auf Gottes Strafe an Ninive wartet er indes vergeblich. Und weil diese – zu Recht – ausbleibt, ist Jona zornig auf Gott. Gott erinnert den Propheten daran, dass er ihm zu Unrecht zürnt, wenn er Ninive verschont. Wie sich Jona schließlich verhält, bleibt offen: ob er Gott recht gibt oder weiterhin zürnt. Aber Jona muss lernen: Wir Menschen liegen Gott am Herzen. Gott ist auch ein berechenbarer Gott; er ist nämlich „gnädig, barmherzig und von großer Güte“ (Jona 4,2).

Der Kirchenchor bereicherte den Gottesdienst mit zwei Liedbeiträgen und sang bei den Gemeindeliedern im Wechsel mit der Gemeinde. Am Fürbittengebet waren Angehörige der Tauffamilie und Mitarbeiter der Kinderkirche beteiligt.

Dieser gelungene Familiengottesdienst war eine gute „Reklame“ für die Truchtelfinger Kinderkirche und so möge doch der fromme Wunsch, der in den gottesdienstlichen Abkündigungen laut wurde, nach den Sommerferien sollten doch einige neue Kinder dazukommen, in Erfüllung gehen.

Walter Rominger, Ebingen

 

Kirchturmwetterfahnenfest am 29. Juli 2018

Vielen Dank allen Helfern und danke für den zahlreichen Besuch!

 

Kirchturmwetterfahnenfest am 29. Juli 2018

Vielen Dank allen Helfern und danke für den zahlreichen Besuch!

 

Kirchturmwetterfahnenfest am 29. Juli 2018

Vielen Dank allen Helfern und danke für den zahlreichen Besuch!

Flötengruppe bereichert Gottesdienst auf eindrückliche Art und Weise

Zum Gottesdienst am 6. Sonntag nach Trinitatis, 8. Juli 2018

Wie sehr bereits eine zahlenmäßig recht überschaubare Flötengruppe den Gottesdienst zu beleben und emotional aufzuwerten vermag, das zeigte sich am 6. Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest (8. Juli 2018). Dessen Vorspiel war nicht, wie gewohnt, durch die Orgel, sondern erfolgte durch die Flötengruppe der Truchtelfinger Kirchengemeinde.

Zwar gilt die lange Zeit nach dem Dreieinigkeitsfest (in diesem Jahr zählen wir 23 Sonntage nach Trinitatis) als festlose Zeit im Kirchenjahr, aber an wesentliche Inhalte christlichen Glaubens wird an dem einen und anderen dieser Sonntage doch erinnert. Der 6. Sonntag nach Trinitatis erinnert uns an die Taufe, worauf auch der Wochenspruch (Jesaja 43,1) hinweist.

Im Zuge eines Kanzeltausches hielt Pfarrer Philippus Maier aus Onstmettingen den Gottesdienst in der Galluskirche, während Pfarrer Christoph Grosse in der Onstmettinger Philipp-Matthäus-Hahn-Kirche Dienst tat. Als Grundalge seiner Predigt hatte Pfarrer Philippus Maier eine Perikope aus dem Lukasevangelium ausgewählt (Lukas 14,25-35). Es sind vier Gleichnisse bzw. Bildworte, die in diesen gut zehn Versen stehen, wobei das Wort vom Kreuz tragen und Jesus nachfolgen dann Realität wird (Vers 26f.). In den Versen werde deutlich, wie unendlich kostbar es ist, Jünger Jesu zu sein. Aber es gelte auch, die Kosten dafür zu überschlagen, worauf, passend ausgewählt zur Predigtperikope, auch die alttestamentliche Schriftlesung hinausläuft (1.Könige 15,8-21). Jesus nachfolgen kann in dieser Welt durchaus Nachteile bringen und sogar das Leben kosten. Bleiben Christen in unseren Breiten auch vom Leiden noch weitgehend verschont, so sieht dies in anderen Teilen dieser Welt, besonders im islamischen Machtbereich, vollkommen anders aus. Und dennoch finden dort Menschen zum Glauben an Jesus. Sie haben unendlich mehr gefunden, als sie aufgeben. Freilich, von sich aus kann niemand Jesus in all dem Schweren was kommen kann, nachfolgen. Aber bei Jesus ist Hilfe zu haben. So können wir mit Jesu Hilfe alles drangeben und gewinnen Erlösung, Gott und die Ewigkeit. Welche herrliche Aussicht ist dies doch!

Außer dem Vorspiel steuerte die Flötengruppe zwei Zwischenspiele und das Nachspiel bei und begleitete auch den Gemeindegesang, teils abwechselnd mit der Orgel. Jedenfalls wurde der Gottesdienst durch die Flötengruppe bereichert und es ist gut, wenn eine Kirchengemeinde eine solche hat.

„Lobet ihn mit Posaunen“ (Psalm 150,3)

Serenade unter dem Kastanienbaum mit dem Posaunenchor

Die Glocken der nahen Galluskirche luden zur Serenade unterm Kastanienbaum im Garten des evangelischen Gemeindehauses in Truchtelfingen. Es waren wohl gut 100  Besucher, die sich beim Kastanienbaum einfanden. Die Witterung war in diesem Jahr so, dass es sich gut im Freien sitzen ließ.

Das musikalische Programm war breit, wobei Zeitgenossen überwogen. Zusammengehalten wurde es vom Thema Wasser, inspiriert von der diesjährigen Jahreslosung: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Viele der Stücke sind denn auch mit Wasser in Verbindung zu bringen, von dem alten Choral „Brunn alles Heils, dich ehren wir“, gedichtet von Gerhard Tersteegen, über zwei Stücke aus der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, dem das Spiritual, „Wade In The Water“, das an den Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer erinnert, bis zu dem ruhigen, balladenartigen Stück „Wunderbarer Hirt“ nach Psalm 23. Die einleitenden beiden Stücke „Intrada“ und „Air“ stammten von Georg Philipp Telemann (1681-1767), einem Zeitgenossen und persönlichen Freund Johann Sebastian Bachs (1685-1750). Das diesen folgende „Fröhlich spielt ihr Bläser alle“ erinnerte an den ersten Landesposaunentag in Ulm nach dem Krieg, anlässlich dessen es entstand. Den offiziellen Schluss bildete das bekannte Abendlied von Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“. Doch ohne eine Zugabe entließen die Zuhörer die Bläser nicht. In gewohnt gekonnter Weise musizierte der Truchtelfinger Posaunenchor unter Willy und Nico Schneider, die sich in der Leitung abwechselten.

Im Anschluss war durch Mitglieder des Posaunenchors für das leibliche Wohl im Saal des Gemeindehauses gesorgt: Zur Stärkung gab es Fleischküchle mit Wecken. Und wer dann wollte, konnte in Gemeinschaft ab 20:00 Uhr das Fußballspiel Schweden-Deutschland anschauen.

Walter Rominger

Aus Furcht wird Ehrfurcht

Familiengottesdienst am Johannistag

Als wahrlich vielseitig erwies sich der Familiengottesdienst am 24. Juni 2018, dem 4. Sonntag nach Trinitatis. In diesem Jahr fiel dieser Sonntag auf den Johannistag. Beteiligt war neben den Kindern und Erzieherinnen vom Kindergarten „Gänsbach“ auch noch der Kirchenchor. Dazu gab es die Aufnahme in die evangelische Kirche eines in der römisch-katholischen Kirche Getauften und im Anschluss den Kirchenkaffee.

Thematisch stand er Gottesdienst sowohl unter dem Gedenktag Johannes des Täufers als auch unter der „Sturmstillung“ (Matthäus 8,23-27; Markus 4,35-41; Lukas 8,22-25), die Pfarrer Christoph Grosse indes gut zusammenzuführen verstand. Nach dem Eingangslied „Der Gottesdienst soll fröhlich sein“ (EG 169), den Kindergartenkinder (Str. 1 + 2), Kirchenchor (Str. 3 + 4) und Gemeinde (Str. 5) im Wechsel sangen, betete die ganze Gemeinde Psalm 23, welcher in diesem Jahr die Kindergartenkinder begleitet. Eine „Sprechmotette“ zur „Sturmstillung“ führten die Kindergartenkinder, angeleitet von ihren Erzieherinnen, auf und erhielten am Ende Beifall. Nach dem Chorgesang „In dir ist Freude, in allem Leide“, nahm Pfarrer Christoph Grosse in der Predigt die „Sturmstillung“ auf. Aus Furcht vor dem Sturm werde bei den Jüngern Ehrfurcht vor Jesus. Bei ihnen komme es zu der Frage: Wer ist er – Jesus?  In ganz ähnlicher Weise habe auch Johannes der Täufer fragen lassen und sei von Jesus darauf verwiesen worden, auf die Zeichen, die er tue, zu achten. Wenn Jesus gewissermaßen mit im Boot ist, dann darf die Gewissheit bestehen, da ist einer, der größer als anderes ist. Er verspricht, bei uns zu sein alle Tage, bin an der Welt Ende (Matthäus 28,20). Da passte das Lied der Kindergartenkinder „Jesus fährt mit seinen Freunden übers Meer“.

Pfarrer Christoph Grosse teilte der Gemeinde mit, dass der frühere Truchtelfinger Pfarrer Günther Bayha (1975-1983) im Alter von 84 Jahren im fernen Australien, wo er zuvor lange Jahre verbracht hatte und auch seinen Ruhestand, im Alter von 84 Jahren heimgegangen sei.

Am Schluss des Familiengottesdienstes sangen Chor (Str. 1, 3, 5) und Gemeinde (Str. 2, 4, 8) im Wechsel aus Paul Gerhardts Sommerlied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ (EG 503) und nach dem Segen die Kindergartenkinder und der Kirchenchor das Segenslied „Gott steht hinter dir“.

Nach diesem beeindruckenden Familiengottesdienst traf sich noch eine stattliche Anzahl der Gemeindeglieder beim Kirchenkaffee. Dieser findet fast jeden Monat einmal statt. Dieses Mal war er bei angenehmer Temperatur und trockener Witterung auf dem Kirchhof.

Walter Rominger

„Lobet ihn mit Posaunen“ (Psalm 150,3)

Serenade unter dem Kastanienbaum mit dem Posaunenchor

Die Glocken der nahen Galluskirche luden zur Serenade unterm Kastanienbaum im Garten des evangelischen Gemeindehauses in Truchtelfingen. Es waren wohl gut 100  Besucher, die sich beim Kastanienbaum einfanden. Die Witterung war in diesem Jahr so, dass es sich gut im Freien sitzen ließ.

Das musikalische Programm war breit, wobei Zeitgenossen überwogen. Zusammengehalten wurde es vom Thema Wasser, inspiriert von der diesjährigen Jahreslosung: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Viele der Stücke sind denn auch mit Wasser in Verbindung zu bringen, von dem alten Choral „Brunn alles Heils, dich ehren wir“, gedichtet von Gerhard Tersteegen, über zwei Stücke aus der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, dem das Spiritual, „Wade In The Water“, das an den Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer erinnert, bis zu dem ruhigen, balladenartigen Stück „Wunderbarer Hirt“ nach Psalm 23. Die einleitenden beiden Stücke „Intrada“ und „Air“ stammten von Georg Philipp Telemann (1681-1767), einem Zeitgenossen und persönlichen Freund Johann Sebastian Bachs (1685-1750). Das diesen folgende „Fröhlich spielt ihr Bläser alle“ erinnerte an den ersten Landesposaunentag in Ulm nach dem Krieg, anlässlich dessen es entstand. Den offiziellen Schluss bildete das bekannte Abendlied von Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“. Doch ohne eine Zugabe entließen die Zuhörer die Bläser nicht. In gewohnt gekonnter Weise musizierte der Truchtelfinger Posaunenchor unter Willy und Nico Schneider, die sich in der Leitung abwechselten.

Im Anschluss war durch Mitglieder des Posaunenchors für das leibliche Wohl im Saal des Gemeindehauses gesorgt: Zur Stärkung gab es Fleischküchle mit Wecken. Und wer dann wollte, konnte in Gemeinschaft ab 20:00 Uhr das Fußballspiel Schweden-Deutschland anschauen.

Walter Rominger

Glaube im Gespräch

"Der Prophet Jona"

Donnerstag, 21. Juni um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Truchtelfingen

Herzlich willkommen!

Einladende Kirche sein

Festlicher Gottesdienst mit Posaunenchor und Taufe

Es war ein wirklich feierlicher Gottesdienst zum zweiten Sonntag nach Trinitatis (10. Juni 2018): Eine Taufe wurde gefeiert und der Truchtelfinger Posaunenchor spielte wieder einmal erhebend unter der bewährten Leitung seines langjährigen Dirigenten Willy Schneider. Der gesamte festliche Gottesdienst stand unter dem Spruch zu diesem Sonntag, dem Heilandsruf: „Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäus 11,28). Dem Vorspiel durch den Posaunenchor folgte das Gemeindelied „Danke für diesen guten Morgen“ (EG 334,1-6). Schriftlesung war das Gleichnis Jesu vom großen Abendmahl (Lukas 14,15-24). Vor der Predigt sang die Gemeinde das Wochenlied „Ich lobe dich von ganzer Seelen“ (EG 250,1-3). In seiner Predigt zu 1.Korinther 14,1-3. 20-25) machte Pfarrer Christoph Grosse deutlich, es komme darauf an, so von Gott zu reden, dass es bei den Menschen ankomme und verstanden werde. Die Kirche Jesu Christi sei eine einladende Kirche. Die Sprache der Liebe spreche an. Er schloss mit dem Bibelvers, welchen die Tauffamilie für den Täufling ausgewählt hat: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinden das Böse mit Gutem“ (Römer 12,21). So habe Jesus gelebt. An seinen Nachfolgern sei es, zum Glauben an Jesus einzuladen und so zu leben, dass die Menschen verstehen: Es ist Jeus, der ruft.

In seiner kurzen Taufansprache sagte Pfarrer Christoph Grosse, vom Glauben müsse erzählt werden, sei doch die Bibel das große Erzählbuch der Taten Gottes. Er machte Mut dazu, den Kindern Geschichten aus der Bibel zu erzählen.

Auf die Taufe folgten als Tauflied „Ins Wasser fällt ein Stein“ (EG 637,1-3), Fürbitten und Vaterunser und als Schlusslied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ (EG 171,1-4), bevor dann der festliche Gottesdienst mit dem Segenslied („Verleih uns Frieden gnädiglich“, EG 421), dem Segen und dem Nachspiel seinen Abschluss fand. An der Orgel saß der junge Till Grosse. Dieser Gottesdienst war beispielhaft für eine einladende Kirche.

Walter Rominger

Ein schöner Brauch: Gemeindefrühstück am Muttertag

Seit etwa 15 Jahren gibt es in unserer Kirchengemeinde zwei Mal pro Jahr ein Frühstück vor dem Gottesdienst: am zweiten Sonntag in Advent und am zweiten Sonntag im Mai, dem Muttertag. Dann kommen jedes Mal zahlreiche Gemeindeglieder ins Gemeindehaus und lassen sich an den schön gedeckten Tischen zum Frühstück nieder. An den Tischen kam  es zu teils angeregten und anregenden Gesprächen. Das gemeinsame Essen und Trinken stiftet Gemeinschaft und bringt Menschen einander näher. Darum geht es ja auch in einer Kirchengemeinde.

Nach diesem Gemeindefrühstück war der Gottesdienst zum Sonntag Exaudi. Pfarrer Christoph Grosse spürte man es ab, wie er noch ganz unter dem Eindruck der Kindergottesdiensttagung in Stuttgart stand, einem Begegnungsfest und einer Fortbildungsveranstaltung, an der er als Kindergottesdienstpfarrer des Kirchenbezirks Balingen zwei Tage teilnahm (die Tagung fand von Himmelfahrt bis Sonntag Exaudi, 10. bis 13. Mai mit 2000 Teilnehmern statt). Die Zahlen sind immer noch beachtlich: 184.000 Kindergottesdienste werden deutschlandweit gehalten; es gibt 48.000, meist ehrenamtliche Kindergottesdiensthelfer in 9.000 Helferteams. Weil Kinder in den Glauben hineinwachsen sollen, deshalb sei es wichtig, dass Kindergottesdienste stattfinden. Gottes Geist ziehe in die Herzen ein, gehe mit, wirke und lebe in ihnen. Pfarrer Christoph Grosse schloss seine Predigt mit dem Satz, unter dem die Kindergottesdienstkonferenz stand: „Aus gutem Grund auf gutem Grund“.  Walter Rominger

„Nun danket alle Gott …“

Eindrücke vom Konfirmationsgottesdienst in der Galluskirche

Unter festlichen Klängen des Posaunenchors zogen am Sonntag Kantate (29. April) 14 Konfirmanden in die gut besetzte Galluskirche zu ihrem Konfirmationsgottesdienst ein. Da der Katechismusteil bereits am Sonntag zuvor „absolviert“ worden war, durfte ein Gutteil der Aufregung weggefallen sein. So war dies denn auch ein entspannter Festgottesdienst mit Abendmahl. Passend dazu war das Eingangslied, wie auch andere, vor allem das Schlusslied. Drei Strophen aus „Lobe den Herren, den möchtigen König der Ehren“ (EG 317, 1. 2. 5, Joachim Neander) sang die Gemeinde zu Beginn, begleitet von Bernd Koch an der Orgel. Die Gebetsbitten des Kollektengebets trugen Konfirmanden vor. Passend zur Konfirmation, da damit ja auch der Ruf in die Nachfolge verbunden ist, war die Schriftlesung von der engen Pforte, die zum Leben fährt (Matthäus 7,13ff.). Ein Musikstück des Posaunenchors, der unter der bewährten Leitung von Nico Schneider musizierte, leitete zum Predigtteil über. Der Predigt vorangestellt war ein kurzer Film über die Konfirmandenzeit 2017/2018. Pfarrer Christoph Grosse legte seiner Predigt die Jahreslosung für 2018 zugrunde. „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Wie ein roter Faden zog sich, wenn auch unausgesprochen, „Nachfolge“ durch die Predigt. Es seien ganz starke Worte, die er den Konfirmanden mit auf ihren weiteren Lebensweg geben wolle. Auf diesem werde manches gelingen, aber auch so manche Durststrecke zu bewältigen sein und manches umsonst sein. Umsonst bedeute in der Jahreslosung gratis, kostenlos. Das Leben sei einem jeden geschenkt worden, ohne irgendeine Vorleistung. Pfarrer Christoph Grosse machte Mut, zum Glauben zu stehen. Es komme auch nicht allein darauf an, danach zu fragen, was mit gut tut, sondern auch was dem Nächsten dienlich ist. Wenn ich Jesus folge, dann brauche ich nicht andauernd zu überlegen, ob ich das auch durchhalte. Denn Gott verheiße mir, dass er mit ihr gehe. Pfarrer Christoph Grosse schloss mit der tiefen Wahrheit: Was wir glauben ist eine der wichtigsten Fragen in unserem Leben. Es ist gar das Wichtigste im Leben eines Christenmenschen.

Die Konfirmanden hatten ein Wunschlied für ihren Konfirmationsgottesdienst ausgewählt: „Ins Wasser fällt ein Stein“ (EG 637,1-3, Text: Manfred Siebald, Melodie: Kurt Frederic Kaiser), das die Gemeinde nach der Predigt sang (Begleitung: Strophe 1 Orgel; Strophe 2 und 3 Posaunenchor).

Nachdem am vorangehenden Sonntag das Apostolische Glaubensbekenntnis aufgesagt worden war, sang die Gemeinde im Konfirmationsgottesdienst ein Lied zum Glaubensbekenntnis, das zur Verpflichtung und Einsegnung überleitete. Unter Handauflegung wurden die Konfirmanden einzeln eingesegnet und ihnen ihre Denksprüche überreicht, die sie sich selbst ausgewählt hatten. Eltern und Paten der Konfirmanden trugen, versammelt vor dem Altar, einen Wunsch ihn Form eines Liedes vor: „Das wünsch ich dir“. Die (Laien)Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Adelheid Streich, richtete ein Grußwort an die frisch Konfirmierten. Sie lud diese in den Teeny-Kreis ein und gab der Hoffnung Ausdruck, ihr Konfirmationsspruch möge sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten. Ein besonderer Dank für ihr Engagement bei den Konfirmanden erging an Susanne Conzelmann und Torsten Gillmeister.

Das Lied „Jesus in my house“, vorgetragen von den Konfirmanden, leitete zum Abendmahl über. Die Austeilung geschah in Form der Wandelkommunion, so dass diese sich trotz der zahlreichen Abendmahlsgäste nicht in die Länge zog. Der Festgottesdienst ging dann auch seinem Ende zu. Auf den Dankpsalm folgte das Fürbittengebet, bei dem einzelne Konfirmanden Bitten vortrugen. Es schloss mit dem gemeinsamen Vaterunser. Vor dem Segen sang die Gemeinde das bekannte Lied von Martin Rinckart „Nun danket alle Gott“ (EG 321, Begleitung Strophe 1 Orgel; Strophe 2 Posaunenchor; Strophe 3 Orgel und Posaunenchor, Satz von Johann Sebastian Bach).

Unter Posaunenklängen zogen die Konfirmanden aus. Es schloss sich dann die Feier der einzelnen Konfirmandenfamilien an – und für ein Erinnerungsfoto blieb bestimmt auch noch Zeit; die Galluskirche war ja den ganzen Nachmittag hindurch geöffnet.

Walter Rominger.

Christi Himmelfahrt

   Donnerstag, 10. Mai

   Distriktsgottesdienst im Grünen

 

bei der alten St.-Michaels-Kirche Burgfelden 11.00 Uhr

mit Bläserinnen und Bläsern des Kirchendistrikts

im Anschluss einfache Bewirtung beim Bürgerhaus.

Für den Gottesdienst bitte nach Möglichkeit Klappstühle oder Decken mitbringen.

 

Bei schlechtem Wetter ist der Gottesdienst in der neuen St.-Michaels-Kirche (Kesselstr.11)

Die Youngsters sind wieder unterwegs!

Wann:                       Samstag, 5. Mai  2018 um 10.00 Uhr

Wo:                Gemeindehaus

Wir starten eine               Foto-Rallye!

Am 5. Mai verwandeln wir Truchtelfingen in eine große Foto-Kulisse!

Viele verschiedene Aufgaben stehen auf der Programmliste, dazu brauchen wir viele Kids mit schlauen Ideen. Bist Du dabei?

Wichtig! Damit wir planen können – auch für das Mittagessen - solltest Du Dich bis Donnerstag, 03. Mai beim Pfarramt anmelden:

-> per Telefon (07432/ 5136)

-> persönlich bei Pfarrer Grosse

-> per Mail hier

 

Wir freuen uns auf Dich:

Jugendreferent Kevin Klatt und die Evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen

P.S. Falls Du oder Deine Eltern nicht möchten, dass Du eventuell auf einem Foto für die Presse, Publikationen der Kirchengemeinde oder des Evangelischen jugendwerks erscheinst, bitte bei der Anmeldung Bescheid geben!

„Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld …“

Eindrücke vom Karfreitagsgottesdienst

Ganz dem Kasus angepasst und angemessen war der Abendmahlsgottesdienst zum Karfreitag. Lieder, Lesungen, Gebete und die Predigt waren auf das Sterben Jesu, dem Opfer für Sünder, ausgerichtet. Dem feierlichen, geradezu erhebenden Vorspiel durch den Posaunenchor folgten das spätmittelalterliche Lied „Ehre sei dir, Christe“ (EG 75,1-3), ein ursprünglich orthodoxes „Sanctus“ (EG 185,4), als Wechselgebet Teile aus Psalm 22 (EG 708) und dann als Schriftlesung der Bericht vom Sterben Jesu (nach Johannes 19,16-30). Als „Glaubensbekenntnis“ sprach die Gemeinde, passend zu Karfreitag, das alttestamentliche Lied vom Gottesknecht aus dem Propheten Jesaja (53,4ff.). Danach stimmte die Gemeinde mit abwechselnder Begleitung von Orgel und Posaunenchor das geradezu berühmte und so berührende Lied zum Karfreitag von Paul Gerhardt an: „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ (EG 83,1.2.4).

In seiner Predigt zu Hebräer 9,15.26-28, sagte Pfarrer Christoph Grosse, das Geschehen des Karfreitags sei aus der Perspektive von Ostern aus zu bedenken. So sind auch die frühen Christen verfahren, etwa der Verfasser des Hebräerbriefes. Jesus sei erschienen, um als Opfer die Sünden hinweg zu nehmen, um sich für andere zu opfern. Der Ausdruck Opfer sei im Deutschen mehrdeutig; Opfer könne ein Schimpfwort sein. Im Englischen werde richtegerweise unterschieden in sacrifice, was Hingabe bedeute, und in victim, was bedeute, zum Opfer werden. Bereits die Menschwerdung Jesu sei ein Opfer gewesen. Sein Opfer am Kreuz hebe alle anderen Ofer auf. Jesus macht den Weg zu Gott frei, indem er zum Opfer wird. Man dürfe Jesus auf seiner Seite wissen und könne darauf warten, dass Jesus einem begegne.

Das Passionslied „Das Kreuz ist aufgerichtet“ (EG 94,1-5), das teils von der Orgel und teils vom Posaunenchor begleitet wurde, leitete zur Abendmahlsfeier über. Nach Schuldbekenntnis und Zuspruch der Vergebung wurde noch das Gemeindelid „Korn das in die Erde“ (EG 98,1-3) mit Begleitung des Posaunenchors gesungen. Während des Abendmahlsempfangs erklang dezent die Orgel. Mit dem Dankgebet, zwei Gemeindeliedern („Kreuz auf das ich schaue“, EG 548,1-3; „Nun gehören unsere Herzen“, EG 93,1 – als Segenslied) und dem aaronitischen Segen fand der Gottesdienst zu Karfreitag sein Ende. Zu weiterem Nachdenken über das Sterben Jesu dürfte  er durchaus angeregt haben. Der Posaunenchor spielte unter seinem langjährigen Leiter Willy Schneider, und an der Orgel saß Bernd Koch.

Walter Rominger

Mitarbeiter gesucht

Für den Kindergarten Gänsbach suchen wir ab sofort eine Reinigungskraft als Krankheitsvertretung für täglich 2 1/2 Stunden.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Kirchenpflegerin Carmen Essigbeck oder im Pfarramt.

Für den Kindergarten Rossental suchen wir ab 1. Mai einen Hausmeister für die Außenanlagen, kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten sowie Schneeräumen. Der Umfang der Beschäftigung beträgt ca. 5 Wochenstunden.

„Der Herr ist auferstanden“ – „Er ist wahrhaftig auferstanden!

Zur Feier der Osternacht

Eine stattliche Anzahl von Christen fand sich frühmorgens um 6.00 Uhr trotz verhaltener Temperatur am die Dunkelheit erhellenden Osterfeuer hinter der Truchtelfinger Galluskirche ein. Sie wollten die Auferstehung ihres Herrn Jesus Christus feiern, der an jenem ersten Ostermorgen in der Frühe aus dem Grab mit unsterblichem Herrlichkeitsleib erstanden ist.

Mit sich wiederholenden Liedern, begleitet von der Flötengruppe, Gebeten und Lesungen zog die Gemeinde in die noch dunkle Kirche ein. Auf das Osterbekenntnis: „Der Herr ist auferstanden“ antwortete die Gemeinde: „Er ist wahrhaftig auferstanden“. Der bereits mittelalterliche Osterchoral „Christ ist erstanden“ (EG 99) erklang. Pfarrer Christoph Grosse verdeutlichte dann anhand von 1.Thessalonicher 4,13ff., dass Christen Ostern als Hoffnungstag feiern. Gott führe, so der Apostel Paulus, ans Ziel, in den Himmel, die, die bereits entschlafen sind, als auch die, die noch leben.

An der großen Osterkerze, die am Osterfeuer entzündet wurde, hatten die Gottesdienstbesucher inzwischen ihre kleinen Kerzen angezündet. Auch das Licht war mittlerweile eingeschaltet und die Orgel tat ihren Dienst.

Das alte Osterlied „Wir wollen alle fröhlich sein“ (EG 100,1 + 2) leitete zur Tauferinnerung über. Jesus habe seine Jünger mit der Taufe beauftragt (Matthäus 28,18-20) und Paulus diese Handlung dann gedeutet (Römer 6). Mit der Taufe hat das Neue begonnen; der Getaufte ist mit Jesus auferstanden und durch die Taufe zu Gottes Kind geworden. Zur Erinnerung an ihre eigene Taufe konnten sich die  Gottesdienstbesucher am Taufbecken mit Wasser benetzen. Die Tauferinnerung fand ihren Abschluss mit dem bekannten Tauflied „Ich bin getauft auf deinen Namen“ (EG 200,1).

Die sich anschließende Abendmahlsfeier wurde eingeleitet mit dem Gemeindelid „Kommt mit Gaben und Lobgesang“ (EG 229,1-3). Nach der Austeilung des Abendmahls ging die Osternachtsfeier mit dem Dankpsalm, dem Fürbittengebet und Vaterunser und dem Gemeindelied „Er ist erstanden, Halleluja“ (EG 116,1-5) zu Ende. An den Lesungen waren Konfirmanden beteiligt. Auch war die Feier der Osternacht in die Mini-Osterfreizeit integriert, die am Karsamstag und Ostersonntag erstmalig stattfand, und von Süddeutscher Gemeinschaft und Kirchengemeinde gemeinsam getragen wurde. Die Feier der Osternacht war beeindruckend, wurde in ihr doch in Lesungen, Gebeten und Liedern das grundstürzendste Ereignis, das je stattfand, zur Sprache gebracht und gefeiert: die Überwindung des Todes durch Christus und damit der Anbruch der Neuschöpfung.

Nach der Feier der Osternacht war die Gemeinde zum Osterfrühstück ins Gemeindehaus eingeladen. Konfirmanden und Jugendliche, die an der Mini-Osterfreizeit teilnahmen, hatten die Frühstückstische gedeckt und besorgten anschließend den Abwasch. Nicht wenige aus der Gemeinde ließen sich an den drei in langen Tafeln aufgestellten Tischen nieder, genossen den gedeckten Tisch und pflegten angeregte Unterhaltungen.

Walter Rominger

Mini- Osterfreizeit für Jugendliche und junge Erwachsene

Ostersamstag und Ostersonntag im Gemeindehaus (ohne Übernachtung)

Samstag 9.30 Uhr – 22.00 Uhr - Sonntag 6.00 Uhr (Osternacht) – 21.00 Uhr

Mit Bibelgespräch, Musik, Spielen, Kreativem, Osterrallye, Gemeinschaft u.v.m.

Kosten: 10,- € pro Tag (inkl. Mahlzeiten) – es ist auch möglich, nur an einem Tag teilzunehmen.

Veranstalter: Evang. Kirchengemeinde Truchtelfingen und Süddeutsche Gemeinschaft Truchtelfingen

Zur Anmeldung geht es hier

Mini-Osterfreizeit

7 Wochen ohne Kneifen

Denkanstöße der evangelischen Kirche zur Fastenzeit

Am 14. Februar beginnt die Fastenzeit. Traditionell verkneifen sich Christen in der Fastenzeit Süßes, Alkohol oder den Braten am Wochenende. Was aber, wenn man die sieben Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern mal nicht verzichtet, sondern über sich hinauswächst und Neues ausprobiert? Dieser Frage geht die Aktion „7 Wochen ohne“ der evangelischen Kirche nach.

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Was wäre wenn ich meinen Frust nicht in mich reinfresse? Wenn ich offen anspreche was mich stört und die Gefahr eines unangenehmen Gesprächs auf mich nehme? Denn nur durch ein klärendes Gespräch kann sich meine Situation verbessern, oder? Arnd Brummer, Geschäftsführer der Aktion „7 Wochen ohne“, wird sich seinen Zweifeln stellen. Er wird bei der Vorstandssitzung seines Vereins ansprechen was ihn stört, auch wenn ihn das zum „Buhmann“ machen wird. „Debatten sind lästig, aber ohne Rede und Gegenrede kommt eine Gemeinschaft nicht weiter“, sagt Brummer.

Seit mehr als 30 Jahren lädt die evangelische Kirche in Deutschland zur Fastenaktion „7 Wochen ohne“ ein. In jedem Jahr stehen steht diese Zeit unter einem bestimmten Motto. Vergangenes Jahr war es zum Beispiel „7 Wochen ohne Sofort“. Das Ziel der Aktionen ist, die Fastenzeit nicht nur auf den Verzicht von kalorienreichen Genussmitteln zu reduzieren, sondern neue Denkanstöße zu geben. Die Teilnehmer bekommen Impulse, wie sie die traditionelle Fastenzeit nutzen können um festgefahrenen Denkmustern im Alltag zu entkommen. Im besten Fall wächst man über sich hinaus und erfreut sich das ganze Jahr über an den neuen Erkenntnissen.

Alle Impulse sind eng mit Bibelstellen, Psalmen oder Menschen aus der evangelischen Kirchengeschichte verknüpft.

Mit gutem Geld die Welt FAIRändern

Informatives Männervesper in Tailfingen

Eine zweifache Premiere brachte das 38. Männervesper am 9. März in Tailfingen im Foyer der Zollern Alb-Halle. Zum einen sprach mit Frau Dr. Christina Alff erstmals nach bald 20 –jährigem Bestehen der Männervesper in Tailfingen eine Frau in dieser reinen Männerrunde und musizierte ebenfalls zum ersten Mal das Blechbläserensemble „MessingRüssel“, das sich aus Posaunenbläsern aus den Talganggemeinden zusammensetzt.

Nach schwungvollem Einstieg durch „MessingRüssel“ und einem ausgiebigen Vesper sprach dann Frau Dr. Christina Alff aus Stuttgart, Referentin bei der Genossenschaft Oikocredit, zum Thema „Mit Geld die Welt FAIRändern“. Sie wollte dafür sensibilisieren, was richtig angelegtes Geld positiv bewirken kann. Christina Alff berichtete, dass Oikocredit Kleinkredite zu niedrigen Zinsen an innovative Menschen in der Dritten Welt weitergebe, die bei gängigen Kreditinstituten wegen mangelnder Sicherheit keine bekämen. Die Kreditnehmer sehen sich in ihrer Würde bestätigt und empfinden Stolz, wenn sie die Darlehen zurückzahlen könnten. Zurzeit fördere Oikocredit etwa 800 Projekte in 70 Entwicklungsländern. Oikocredit hat ein Vermögen von einer Milliarde und Geldeinlagen von über 54000 Menschen.

Besonders (Eigen)Initiativen von Frauen werden gefördert, da diese das Geld, das sie verdienen, in die Bildung und Gesundheit ihrer Kinder stecken. Oikocredit ist bestrebt, Landwirtschaft und fairen Handel miteinander zu verknüpfen, da dann die Menschen am Anfang der Wertschöpfungskette mehr verdienen. Genossenschaften werden gefördert, weil so Zwischenhändler ausgeschaltet sind und damit die Chance für Entwicklungsländer bestehe, ihre Rohprodukte selbst weiter zu verarbeiten. Wenn Arbeit und Lohn vorhanden sind, dann ist der Anreiz, das Land zu verlassen, nicht mehr groß. Seit einigen Jahren ist Oikocredit auch bei erneuerbaren Energien wie Sonnenenergie und Wasserkraft eingestiegen, von denen Drittweltländer reichlich haben.

Die Dividende betrug während der vergangenen 27 Jahre im Durchschnitt zwei Prozent; angesichts der dauerhaften Niedrigzinsphase wird sie sich wohl nicht halten lassen.

Nach einigen Musikstücken von „MessingRüssel“ ging mit Brahms Wiegenlied „Guten Abend, gut Nacht …“ eine bereichernde Abendveranstaltung zu Ende.

Das kommende Männervesper findet am 26. Oktober 2018 im Foyer der Zollern Alb-Halle statt. Referent ist dann Gemeinschaftspastor Günter Röhm aus Ebingen. Sein Thema lautet: „Prioritäten“.

Walter Rominger

 „Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast“

Ein wirklich gelungener Familiengottesdienst am Sonntag Lätare

Mitten in der Passionszeit ein Hauch von Freude und Innehalten – das ist der Sonntag Lätare (Freuet euch); da klingt bereits österliche Freude an. Diese Vorfreude auf Ostern mitten in der Passionszeit kam denn auch bei, Familiengottesdienst am 11. März geradezu spürbar zum Ausdruck. Gut vorbereitet waren die Kinder des Kindergartens Rossental zusammen mit ihren Erzieherinnen gekommen, um den Gottesdienst mitzugestalten. Und sie machten ihre Sache wirklich prima. Vom Lied „Der Gottesdienst soll fröhlich sein“, sangen sie, begleitet von einer Gitarre, die ersten beiden Strophen, die Erwachsenengemeinde dann die nächsten beiden und alle zusammen die fünfte Strophe. Psalm 23 hatten sie offensichtlich auswendig gelernt und beteten diesen dann zusammen mit den Erwachsenen.

Ein wahrhaft freudiges Ereignis ist die Geschichte des Hauptmanns von Kapernaum (Matthäus 8,5-13; Lukas 7,1-10; vgl. auch Johannes 4,43-54), dessen kranken Knecht Jesus durch eine „Fernheilung“ von dessen Krankheit befreit. In einem Anspiel verdeutlichten die Kinder des Kindergartens diese Krankenheilung und wurden dafür mit spontanem Beifall aus der Gemeinde bedacht. In seiner Predigt ging Pfarrer Christoph Grosse ebenfalls auf diese Geschichte ein. Auch wenn keine Heilung geschehe, vollziehe sich so manches Mal ein Wunder, dann nämlich, wenn jemand zum Heil komme, was mehr sei, als gesund zu werden; es sei dann, wenn die Seele nicht mehr weine. Und dafür genüge manchmal ein Wort. Aber manchmal bekämen wir auch keine Antwort; Gott schweige. Das müssten wir aushalten. Trost sei auch dann vorhanden, wenn ich merke, Gott ist da, auch wenn er schweigt. Gott nehme nicht alle Last einfach ab, aber er helfe tragen. Pfarrer Christoph Grosse schloss gewissermaßen mit der Wiederholung: Heil ist, wenn mir die Seele nicht mehr weh tut.

Darauf nahm der Familiengottesdienst den gewohnten Gottesdienstverlauf und kam auch rasch zu seinem Ende. Nach dem Dank an die Kindergartenkinder und deren Erziehrinnen sangen diese noch das Segenslied: „Gott hält über dir segnend seine Hand“.

Im Anschluss an den Familiengottesdienst waren alle zum Kirchenkaffee eingeladen. Recht viele aus der Gemeinde blieben und unterhielten sich bei selbstgemachtem Kuchen und heißem Kaffee teils recht angeregt. Somit fand ein gelungener Gottesdienst einen schönen Abschluss.

Walter Rominger, Ebingen

„Geh unter der Gnade …“

Goldene Konfirmation in der Galluskirche am Sonntag Oculi

Es war, passend zum Anlass, ein schöner Vorfrühlingstag. Die Kirchengemeinde Truchtelfingen feierte am Sonntag Oculi (4. März) das Fest der Goldenen Konfirmation. Am 24. März 1968, dem Sonntag Lätare, waren 36 Konfirmanden und Konfirmandinnen vom langjährigen Truchtelfinger Pfarrer Rudolf Funk eingesegnet worden.

Dem Anlass entsprechend war der Gottesdienst in der Galluskirche festlich gestaltet, wozu ganz wesentlich das erhebende Spiel des Posaunenchors unter der Leitung von Nico Schneider beitrug. Nach festlichem Vorspiel und Begrüßung der Jubel-Konfirmanden und der Gemeinde durch Pfarrer Christoph Grosse, war das Lied zum Beginn des Gottesdienstes ein Danklied (Danke, für diesen guten Morgen, EG 334,1-6, von Martin Gotthard Schneider, Begleitung durch den Posaunenchor), wobei das Thema Dank den gesamten Gottesdienst durchzog und auch in der Predigt leitend war, ohne dass der „Ernst der Nachfolge“, welchen die Schriftlesung zum Ausdruck brachte, ausgeklammert blieb.

Treffend stellte Nico Schneider zum Zwischenspiel des Posaunenchors mit dem Titel „Eingeladen zum Fest des Glaubens“ fest, dass dies gut zur Konfirmation passe, bei der es doch um ein Festmachen des Glaubens gehe. Und Pfarrer Christoph Grosse ergänzte das, indem er einleitend zum Apostolischen Glaubensbekenntnis sagte, auch das Sprechen dieses sei ein Ja zum eigenen Glauben („Ich glaube …“).

Der Predigt lag Lukas 17,11-19 zugrunde, eine Begebenheit aus dem Leben Jesu: Er heilt zehn Aussätzige, aber nur einer kehrt um und dankt Jesus – und das ist ausgerechnet ein verachteter Samaritaner, ein „halber Heide“. Pfarrer Christoph Grosse richtete seine Predigt am Kasus aus, also der Jubel-Konfirmation. Die Gedanken gingen an einem solchen Tag zurück und es werde bestimmt die Frage aufkommen: Weißt du noch? Ja, darüber was damals und in all den Jahren dazwischen war, haben sich die Jubel-Konfirmanden sicher auch beim „gemütlichen Teil“ der Feier, nach dem feierlichen in der Kirche, nachgedacht. Es bestehe, so Pfarrer Christoph Grosse, aller Grund zur Dankbarkeit. Doch nehmen wir das Gute oft einfach als selbstverständlich hin, und fragten nur nach Gott, wenn es nicht mehr rund laufe. Jesus seien auch die neun, die nicht umkehrten und dankten, wichtig. Gesundheit sei das halbe Leben, sage man, doch die andere Hälfte sei Dankbarkeit. Und sie führe weiter. Pfarrer Christoph Grosse schloss seine Predigt mit dem Hinweis, das, was Jesus zu dem, der umkehrte, gesagt habe, könne Ansporn für uns sein: „Stehe auf und gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen.“ Das Lied nach der Predigt nahm den Gedanken des Bleibens bei Jesus und der Nachfolge auf: „Bei dir Jesu will ich bleiben …“ (Philipp Spitta, EG 406,1-4), bei dem der Posaunenchor die ersten beiden Strophen und die Orgel die restlichen zwei begleitete.

Pfarrer Christoph Grosse gab den Jubel-Konfirmanden die Jahreslosung für 2018 mit auf ihren weiteren Lebensweg: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Er las die Namen der anwesenden Jubel-Konfirmanden vor, die sich vor dem Altar aufstellten, ein Erinnerungsfoto wurde gemacht und ihnen, wie damals bei ihrer Einsegnung, der Segen zugesprochen.

Das Segensleid „Geh unter der Gnade …“ (Manfred Siebald, EG 5434,1-3) folgte darauf, bevor namentlich der bereits verstorbenen Jubel-Konfirmanden gedacht wurde. Für einen jeden war auf dem Taufstein eine brennende Kerze aufgestellt. Es waren nicht wenige, die diese Jubel-Konfirmation nicht erlebten, wiewohl sie dies doch gerne hätten.

Das bekannte Danklied „Nun danket alle Gott …“ (Martin Rinckart, EG 321,1-3), begleitet vom Posaunenchor, schloss gewissermaßen den Teil Jubel-Konfirmation ab und leitete über zu einem weiteren Dank. Dazu war der Anlass das 40jährige Dienstjubiläum als Kindergärtnerin von Frau Beate Beck, die zudem seit 1990 die Leitung des Kindergartens im Rossental hat. Es war ein beidseitiger Dank. Zum einen von Seiten der Kirchengemeinde und ihrer Kolleginnen, die ihren Dank in launiger Weise borbrachten, zum andern bedankte sich Beate Beck für die gute Zusammenarbeit mit dem ganzen Kindergartenteam. Applaus ist ein solches Jubiläum wert – und dieser erfolgte aus der Gemeinde.

Nach dem Segen erklang als Segenslied der Gemeinde die erste Strophe des Passionsliedes „Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha …“ (Friedrich v. Bodelschwingh d. J., EG 93). Wenn schon der Leiter des Posaunenchors der Ansicht ist, „seine“ Bläser und Bläserinnen hätten ihr Bestes gegeben, dann kann die Gemeinde applaudieren, was sie auch tat.

Die Jubel-Konfirmanden stellten sich zu einem weiteren Erinnerungsfoto unter dem rundbogigen Eingang zum Friedhof auf und konnten dann zum nächsten „Programmpunkt“ übergehen.

Walter Rominger