Losung des Tages:

Donnerstag, 13.12.2018

Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünden wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!

Jesaja 44,22

Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

Johannes 3,17

© Evangelische Brüder-Unität–Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen
finden Sie hier.

Herzlich Willkommen

Aktuelle Meldungen:

Gottesdienste im Advent  - bitte beachten Sie die Uhrzeit!

Vom 1.Advent bis 6. Januar beginnen die Gottesdienste um 10.00 Uhr.

1. Advent – Gottesdienst mit Posaunenchor (Verabschiedung Willy Schneider und Einsetzung Nico Schneider)

2. Advent - 9.00 Uhr Gemeindefrühstück im Gemeindehaus, 10.00 Uhr Gottesdienst mit dem Teenkreis
3. Advent - Familiengottesdienst mit den Kindergärten
4. Advent -  Musikgottesdienst mit Waldemar Grab

Kerzenscheinandachten im Advent

Fr. 07.12. 19.00 Uhr mit dem Posaunenchor

Fr. 14.12. 19.00 Uhr mit der Flötengruppe

Fr. 21.12. 19.00 Uhr mit dem Kirchenchor

Kinderkirche (mit Probe Krippenspiel) ist im Advent zu folgenden Zeiten:

1.Advent: 11.00 Uhr Gemeindehaus (KLEINER SAAL und/oder oben)

2.Advent: 11.00 Uhr Kirche

3.Advent: 11.00 Uhr Kirche (nach dem Familiengottesdienst)

Do 20.12.16.00 Uhr Aufführung im Pflegeheim

Samstag, 22.12. 16.00 Uhr Hauptprobe Kirche

„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht“ (Lukas 21,28)

Zum traditionellen Gemeindefrühstück am zweiten Sonntag im Advent und anschließendem Gottesdienst Zweimal im Jahr, jeweils am zweiten Sonntag im Advent und am Muttertag (zweiter Sonntag im Mai), lädt die evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen zum Gemeindefrühstück vor dem Gottesdienst ins Gemeindehaus ein. Recht viele nehmen dieses Angebot an. In allen Altern sind die Besucher des Gemeindefrühstücks. Schön ist, dass auch junge Familien darunter sind. An einem langen Tisch sind Köstlichkeiten zum Verzehr zu finden: Flocken, Quark und Milch fürs Frühstücksmüsli, Honig und verschiedene Marmeladen, Brot und Brötchen, auch Dinkelerzeugnisse und Hefe- und Nusszopf. Auf den Tischen stehen neben dem frisch gebrühten Kaffee Butter und auf Tellern Wurst und Käse. Dazu kann wer will sich auch noch mit Fruchtsäften bedienen und sich seinen Teller mit Rührei füllen lassen, sich einfach an einem, der liebevoll gedeckten Tische niederlassen, sich selbst bedienen oder auch bedienen lassen. Und dann noch die richtigen Tischnachbarn, man kennt sich ja meist – so macht ein Frühstück doch richtig Freude. Die Plätze sind zwar recht gut besetzt, doch einige sind immer noch frei und weitere Tische ließen sich wohl auch noch stellen. Das ist doch einladend, jedenfalls einen Versuch wert.

Leider vergeht beim Essen, Trinken und Reden die Zeit wie im Fluge. Bald schon rufen die Glocken der nahen Galluskirche zum Gottesdienst. Spätestens dann ist es Zeit, sich auf den Weg dorthin zu machen. Wenn auch nicht alle, so werden doch die meisten der Frühstücksbesucher im Anschluss zu Gottesdienstbesuchern. Dieser stand freilich ganz im Zeichen des Advents. Lieder und Lesungen stimmten darauf ein: zu Beginn das bekannte Lied „Es kommt ein Schiff geladen“ (EG 8,1-6), der Kanon „Seht auf und erhebt eure Häupter“ (EG 21), der den Wochenspruch aufnimmt (Lukas 21,28), ebenso das Lied „O Heiland reiß die Himmel auf“ (EG 7,1-3.7) und das im Ergänzungsheft zum evangelischen Gesangbuch (EG) stehende „Blinde werden sehen, Lahme werden gehen“, das die Gemeinde nach der Sprechmotette des Truchtelfinger Teen-Kreises, der am Gottesdienst beteiligt war, sang, in welcher die großen Visionen einer zukünftigen Welt vom Propheten Jesaja geschaut werden. Der Prophet beklagt einerseits die üblen Zustände seiner Zeit, die denen in heutiger Zeit nicht so unähnlich sind, entwirft aber in seiner Schau auch eine große Zukunft mit seinen kühnen Bildern von der zukünftigen Welt. Die Schriftlesung davor (Lukas 21,25-31) entstammt einer Rede Jesu, die er nur wenige Tage vor seinem Leiden und Sterben in Jerusalem hielt; Jesus kündigte darin sein zweites Kommen an und rief zur Wachsamkeit auf; dies ist das Thema des zweiten Sonntags im Advent. Die mit dem Advent verbundene Erwartungshaltung nahm Pfarrer Christoph Grosse in seiner Predigt auf, deren Grundlage Jesaja 35,3ff. war. Auf die möglicherweise bangen Fragen: Was kommt auf uns zu? und: Wer hat überhaupt eine (tragbare) Vision? biete der Prophet Jesaja die Antwort. Zwar herrsche in dem Menschen die Sehnsucht nach Heil und Heilung, aber ernste Sorgen nehmen uns den Atem. Doch Jesajas Vision reiche viel weiter als ich überhaupt zu denken vermag. Gerade in einer Welt, die so wenig Hoffnung habe, bedürfe es Orten der Hoffnung. Advent bedeute, Gott komme uns entgegen, weshalb wir uns aufmachen können, ihm entgegenzugehen, weil sich unserer Erlösung nahe (Lukas 21,28). Nach der Predigt sang die Gemeinde das bekannte Adventslied „Die Nacht ist vorgedrungen“ (EG 16,1-3). Dem schlossen sich Fürbittengebet, bei welchem auch Jugendliche des Teen-Kreises einzelne Bitten verlasen, und das Vaterunser an, bevor dann das Adventslied „Tochter Zion, freue dich“ (EG 13,1-3), der Segen und die Segensstrophe „O lass dein Licht auf Erden siegen“ (EG 14,6) den Gottesdienst zum zweiten Sonntag im Advent beschlossen.

Walter Rominger, Ebingen

Der Sohn folgt dem Vater nach

„Stabübergabe“ nach fast 30 Jahren Dienst als Posaunenchorleiter von Willy an Nico Schneider am ersten Sonntag im Advent

Es war ein recht denkwürdiger Festgottesdienst zum Ersten Advent. Denn beim Truchtelfinger Posaunenchor ging geradezu eine Ära zu Ende. Nach 29 Jahren gab Willy Schneider das Amt des Posaunenchorleiters ab und der Taktstock ging an dessen Nachfolger. Das Erfreuliche daran ist, dass es nahtlos weitergehen kann, und diese Aufgabe in der Familie verbleibt. Willy Schneiders Sohn Nico, der bereits in der vergangenen Zeit des Öfteren den Posaunenchor geleitet hat, übernimmt nun diese verantwortungsvolle Aufgabe. Und Willy Schneider wird als Trompeter dem Posaunenchor treu bleiben. Ein stattlicher Posaunenchor und eine überdurchschnittlich große Gottesdienstgemeinde waren aus diesem Anlass zugegen.

Nach dem Vorspiel durch den Posaunenchor sang die Gemeinde die Strophen 1 bis 4 des wohl bekanntesten Adventliedes „Macht hoch die Tür …“ (von Georg Weissel, EG 1) und betete anschließend im Wechsel den zum Advent passenden Psalm 24. Auf den Advent stimmte auch die Schriftlesung ein, Sacharja 9,9 und 10.

Zwar wurde an diesem ersten Adventssonntag mit dem Beginn eines neuen Kirchenjahres die bisherige alte Perikopenordnung der Predigttexte durch eine neue ersetzt, was aber beim diesjährigen Text zum ersten Advent keine Änderung bedeutet. Der Einzug Jesu in Jerusalem nach dem Matthäusevangelium (21,1-11) war Textgrundlage zur Predigt. Pfarrer Christoph Grosse wies darauf hin, wie gerade die Geschichte von Jesu Einzug in Jerusalem die christliche Frömmigkeit beeinflusst habe. Der Ruf „Hosianna“ sei in Wirklichkeit kein Jubel- sondern ein Hilferuf, bedeute dies „hilf doch“. Aber daraus sei zu Recht ein Jubelruf geworden, weil es Gott sei, der zu uns komme. Das „Hosianna“ dürfe für einen jeden Bitte als auch Lob sein.

Dazu passte gut die vom Posaunenchor musizierte Mottete „Stimmt Hosianna an“. Willy Schneider dirigierte diese zu seinem Abschied.

Anschließend überbrachte Corinna Konzelmann den Dank der Posaunenbläser Truchtelfingen. In der langen Zeit als Leiter war es Willy Schneider gelungen, dass der Chor auf bis zu 50 Bläsern anwuchs und damit der größte im ganzen Kirchenbezirk Balingen war. Willy Schneider hat es verstanden, die Bläser mitzunehmen und nachhaltig gewirkt. Sie bedankte sich im Namen der Bläser bei Willy Schneider für alles, was er in all den Jahren für den Posaunenchor getan habe. Zur Erinnerung überreichte Corinna Konzelmann Willy Schneider ein Fotoalbum, das Aufnahmen seit seinem Beginn als Chorleiter 1989 enthält.

Bezirksposaunenwart Jürgen Stengel aus Meßstetten betonte, Willy Schneider habe in vorbildlicher Weise Verantwortung für andere übernommen. Er überreichte ihm die von Landesposaunenwart Hans Ulrich Nonnenmann und Pfarrer Cornelius Kuttler, dem Leitenden Referenten des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (ejw) unterschriebene Urkunde für 29 Jahre Posaunenchorleitung und die silberne Nadel des ejw.

Für die Truchtelfinger Kirchengemeinde bedankte sich deren gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Adelheid Streich, für alles, was Willy Schneider an der Gemeinde getan hat. Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Leiter des Posaunenchors war er auch sechs Jahre im Kirchengemeinderat. Als Dank für seine treuen Dienste übergab Adelheid Streich für die Kirchengemeinde dem Ehepaar Schneider einen Reisegutschein für den Stilfzer Hof im Engadin.

Dann war „Stabübergabe“ von Willy Schneider an seinen Sohn Nico. Corinna Konzelmann wünschte gutes Gelingen. Nico Schneider ist ja bereits langjähriger Bläser in Truchtelfingen und seit Januar auch im Kirchengemeinderat. Pfarrer Christoph Grosse verpflichtete den neuen Posaunenchorleiter mit Handschlag.

Wohl kaum etwas passt fast am Ende eines so denkwürdigen Gottesdienstes besser als „Dankmusik“, welche der Posaunenchor jetzt unter Nico Schneider musizierte.

Nach Fürbittengebet und Vaterunser sang die Gemeinde noch aus dem Adventlied „Wie soll ich dich empfangen …“ (von Paul Gerhardt, EG 11,1-3), bevor der Posaunenchor nach dem Segen mit seinem Nachspiel den beeindruckenden Gottesdienst zum ersten Sonntag im Advent beendete.

Walter Rominger, Ebingen