Losung des Tages:

Dienstag, 17.07.2018

Der HERR spricht: Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.

2.Mose 19,6

Jesus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

Johannes 20,21

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Aktuelle Meldungen:

Kirchturmwetterfahnenfest am 29. Juli 2018

„Jesus wirkt weltweit“

Tobias Köhler von „Hilfe für Brüder“ berichtet über das Wachsen der Gemeinde Jesu trotz aller Widerstände: Es ist wie in frühchristlicher Zeit

Die evangelische Kirchengemeinde Truchtelfingen unterstützt seit Jahren die aus pietistischer Tradition hervorgegangene missionarisch-diakonische Organisation „Hilfe für Brüder“ (Stuttgart), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in der weiten Welt einheimische Kirchen und Gemeinden durch Ausbildung, Katastrophenhilfe usw. zu unterstützen und deren Entwicklung in einer guten und gewünschten, weil an der Heiligen Schrift ausgerichteten Richtung, zu fördern. Der inzwischen 80jährige Stuttgarter Pfarrer Winrich Scheffbuch hat 1980 „Hilde für Brüder“ gegründet. Heute ist „Hilfe für Brüder“ in 100 Ländern weltweit tätig.

Tobias Köhler, der Leiter von „Hilfe für Brüder international“, berichtete im Gottesdienst am 15. Juli (siebter Sonntag nach Trinitatis), dass in Äthiopien, in dem einst eine marxistische Regierung herrschte, kürzlich ein Christ, der ursprünglich Moslem war, zum Staatspräsidenten gewählt wurde. Bereits zu Beginn von dessen Regierungszeit ist es zum Friedensvertrag mit Eritrea gekommen. Tobias Köhler berichtete von der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen „Hilfe für Brüder“ und den äthiopischen Kirchen. Vieles von dem was etwa in Äthiopien erlebt werde, erinnere an das, was in der Apostelgeschichte berichtet werde. Trotz nicht zu leugnender Übergriffe auf Christen baue Jesus weltweit seine Gemeinde.

Es war dann auch naheliegend, dass Tobias Köhler einen Abschnitt aus der Apostelgeschichte (1,1-8, Christi Himmelfahrt) seiner Predigt zugrunde legte; bereits die Schriftlesung hatte auf das Thema Mission und Gemeinde eingestimmt (Apostelgeschichte 2,41-47, Die erste Gemeinde). Tobias Köhler stellte seine Predigt unter das Thema: „Jesus wirkt weltweit“. Er führte dies in dreifacher Weise aus. Zum einen: Jesus wirkt durchs sein Wort. Dieses Wort schaffe Fakten. Er warnte aber davor. Dieses Wort zu verwässern. Dann verliere es seine Kraft. In unseren Breiten sei vielfach der Egoismus zur Norm geworden. Doch es gelte, Kopf und Herz in Einklang miteinander zu bringen; Wort und Tat sollten zusammenkommen. Zum andern: Jesus wirkt durch seien Heiligen Geist. Die Gebetsbitte sei, Jesus möge mich gebrauchen können. Wie Jesus durch seinen Heiligen Geist wirkt, das verdeutlichte Tobias Köhler an der Entwicklung der Gemeinde Jesu im Iran. 1970 habe es in dem moslemischen Land so gut wie keine Christen gegen, gerade mal so um die 200. Zurzeit seien es bereits vier Millionen bei einer Gesamtbevölkerung von 80 Millionen. In keinem Land wachse die Christenheit mehr als im Iran. Dafür sei unterschiedliches verantwortlich: viele seien vom Islam enttäuscht, Jesus erscheine Menschen in Träumen und Visionen, christliche Sender strahlten evangelistische Sendungen aus. In die jungen Gemeinden sei zu investieren. Und schließlich: Jesus wirkt durch seine Mitarbeiter. Wir Christen seien eingebunden als Teil dieses weltweiten Geschehens. Verheißungsvoll ist dann: Jesu Gemeinde wächst weltweit.

Passend war das Lied nach der Predigt, ein Pfingstlied von Philipp Spitta, mit dem um den Heiligen Geist gebeten wird. „O komm du Geist der Wahrheit“ (EG 136,1-4) wie auch das Schlusslied von Josua Stegmann, mit dem um Gottes bleibende Begleitung gebeten wird: „Ach bleib mit deiner Gnade“ (EG 374,1-4).

Das Opfer dieses Gottesdienstes war freilich für „Hilfe für Brüder“ bestimmt. Es kommt einer Bibelschule in London zugute, die auch Prediger für den Iran ausbildet. Nach dem Gottesdienst bestand die Möglichkeit zu eventuellen Fragen an Tobias Köhler und konnte man sich mit Informationsmaterial versorgen.

Walter Rominger, Ebingen

Flötengruppe bereichert Gottesdienst auf eindrückliche Art und Weise

Zum Gottesdienst am 6. Sonntag nach Trinitatis, 8. Juli 2018

Wie sehr bereits eine zahlenmäßig recht überschaubare Flötengruppe den Gottesdienst zu beleben und emotional aufzuwerten vermag, das zeigte sich am 6. Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest (8. Juli 2018). Dessen Vorspiel war nicht, wie gewohnt, durch die Orgel, sondern erfolgte durch die Flötengruppe der Truchtelfinger Kirchengemeinde.

Zwar gilt die lange Zeit nach dem Dreieinigkeitsfest (in diesem Jahr zählen wir 23 Sonntage nach Trinitatis) als festlose Zeit im Kirchenjahr, aber an wesentliche Inhalte christlichen Glaubens wird an dem einen und anderen dieser Sonntage doch erinnert. Der 6. Sonntag nach Trinitatis erinnert uns an die Taufe, worauf auch der Wochenspruch (Jesaja 43,1) hinweist.

Im Zuge eines Kanzeltausches hielt Pfarrer Philippus Maier aus Onstmettingen den Gottesdienst in der Galluskirche, während Pfarrer Christoph Grosse in der Onstmettinger Philipp-Matthäus-Hahn-Kirche Dienst tat. Als Grundalge seiner Predigt hatte Pfarrer Philippus Maier eine Perikope aus dem Lukasevangelium ausgewählt (Lukas 14,25-35). Es sind vier Gleichnisse bzw. Bildworte, die in diesen gut zehn Versen stehen, wobei das Wort vom Kreuz tragen und Jesus nachfolgen dann Realität wird (Vers 26f.). In den Versen werde deutlich, wie unendlich kostbar es ist, Jünger Jesu zu sein. Aber es gelte auch, die Kosten dafür zu überschlagen, worauf, passend ausgewählt zur Predigtperikope, auch die alttestamentliche Schriftlesung hinausläuft (1.Könige 15,8-21). Jesus nachfolgen kann in dieser Welt durchaus Nachteile bringen und sogar das Leben kosten. Bleiben Christen in unseren Breiten auch vom Leiden noch weitgehend verschont, so sieht dies in anderen Teilen dieser Welt, besonders im islamischen Machtbereich, vollkommen anders aus. Und dennoch finden dort Menschen zum Glauben an Jesus. Sie haben unendlich mehr gefunden, als sie aufgeben. Freilich, von sich aus kann niemand Jesus in all dem Schweren was kommen kann, nachfolgen. Aber bei Jesus ist Hilfe zu haben. So können wir mit Jesu Hilfe alles drangeben und gewinnen Erlösung, Gott und die Ewigkeit. Welche herrliche Aussicht ist dies doch!

Außer dem Vorspiel steuerte die Flötengruppe zwei Zwischenspiele und das Nachspiel bei und begleitete auch den Gemeindegesang, teils abwechselnd mit der Orgel. Jedenfalls wurde der Gottesdienst durch die Flötengruppe bereichert und es ist gut, wenn eine Kirchengemeinde eine solche hat.

„Lobet ihn mit Posaunen“ (Psalm 150,3)

Serenade unter dem Kastanienbaum mit dem Posaunenchor

Die Glocken der nahen Galluskirche luden zur Serenade unterm Kastanienbaum im Garten des evangelischen Gemeindehauses in Truchtelfingen. Es waren wohl gut 100  Besucher, die sich beim Kastanienbaum einfanden. Die Witterung war in diesem Jahr so, dass es sich gut im Freien sitzen ließ.

Das musikalische Programm war breit, wobei Zeitgenossen überwogen. Zusammengehalten wurde es vom Thema Wasser, inspiriert von der diesjährigen Jahreslosung: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Viele der Stücke sind denn auch mit Wasser in Verbindung zu bringen, von dem alten Choral „Brunn alles Heils, dich ehren wir“, gedichtet von Gerhard Tersteegen, über zwei Stücke aus der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, dem das Spiritual, „Wade In The Water“, das an den Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer erinnert, bis zu dem ruhigen, balladenartigen Stück „Wunderbarer Hirt“ nach Psalm 23. Die einleitenden beiden Stücke „Intrada“ und „Air“ stammten von Georg Philipp Telemann (1681-1767), einem Zeitgenossen und persönlichen Freund Johann Sebastian Bachs (1685-1750). Das diesen folgende „Fröhlich spielt ihr Bläser alle“ erinnerte an den ersten Landesposaunentag in Ulm nach dem Krieg, anlässlich dessen es entstand. Den offiziellen Schluss bildete das bekannte Abendlied von Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“. Doch ohne eine Zugabe entließen die Zuhörer die Bläser nicht. In gewohnt gekonnter Weise musizierte der Truchtelfinger Posaunenchor unter Willy und Nico Schneider, die sich in der Leitung abwechselten.

Im Anschluss war durch Mitglieder des Posaunenchors für das leibliche Wohl im Saal des Gemeindehauses gesorgt: Zur Stärkung gab es Fleischküchle mit Wecken. Und wer dann wollte, konnte in Gemeinschaft ab 20:00 Uhr das Fußballspiel Schweden-Deutschland anschauen.

Walter Rominger

Aus Furcht wird Ehrfurcht

Familiengottesdienst am Johannistag

Als wahrlich vielseitig erwies sich der Familiengottesdienst am 24. Juni 2018, dem 4. Sonntag nach Trinitatis. In diesem Jahr fiel dieser Sonntag auf den Johannistag. Beteiligt war neben den Kindern und Erzieherinnen vom Kindergarten „Gänsbach“ auch noch der Kirchenchor. Dazu gab es die Aufnahme in die evangelische Kirche eines in der römisch-katholischen Kirche Getauften und im Anschluss den Kirchenkaffee.

Thematisch stand er Gottesdienst sowohl unter dem Gedenktag Johannes des Täufers als auch unter der „Sturmstillung“ (Matthäus 8,23-27; Markus 4,35-41; Lukas 8,22-25), die Pfarrer Christoph Grosse indes gut zusammenzuführen verstand. Nach dem Eingangslied „Der Gottesdienst soll fröhlich sein“ (EG 169), den Kindergartenkinder (Str. 1 + 2), Kirchenchor (Str. 3 + 4) und Gemeinde (Str. 5) im Wechsel sangen, betete die ganze Gemeinde Psalm 23, welcher in diesem Jahr die Kindergartenkinder begleitet. Eine „Sprechmotette“ zur „Sturmstillung“ führten die Kindergartenkinder, angeleitet von ihren Erzieherinnen, auf und erhielten am Ende Beifall. Nach dem Chorgesang „In dir ist Freude, in allem Leide“, nahm Pfarrer Christoph Grosse in der Predigt die „Sturmstillung“ auf. Aus Furcht vor dem Sturm werde bei den Jüngern Ehrfurcht vor Jesus. Bei ihnen komme es zu der Frage: Wer ist er – Jesus?  In ganz ähnlicher Weise habe auch Johannes der Täufer fragen lassen und sei von Jesus darauf verwiesen worden, auf die Zeichen, die er tue, zu achten. Wenn Jesus gewissermaßen mit im Boot ist, dann darf die Gewissheit bestehen, da ist einer, der größer als anderes ist. Er verspricht, bei uns zu sein alle Tage, bin an der Welt Ende (Matthäus 28,20). Da passte das Lied der Kindergartenkinder „Jesus fährt mit seinen Freunden übers Meer“.

Pfarrer Christoph Grosse teilte der Gemeinde mit, dass der frühere Truchtelfinger Pfarrer Günther Bayha (1975-1983) im Alter von 84 Jahren im fernen Australien, wo er zuvor lange Jahre verbracht hatte und auch seinen Ruhestand, im Alter von 84 Jahren heimgegangen sei.

Am Schluss des Familiengottesdienstes sangen Chor (Str. 1, 3, 5) und Gemeinde (Str. 2, 4, 8) im Wechsel aus Paul Gerhardts Sommerlied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ (EG 503) und nach dem Segen die Kindergartenkinder und der Kirchenchor das Segenslied „Gott steht hinter dir“.

Nach diesem beeindruckenden Familiengottesdienst traf sich noch eine stattliche Anzahl der Gemeindeglieder beim Kirchenkaffee. Dieser findet fast jeden Monat einmal statt. Dieses Mal war er bei angenehmer Temperatur und trockener Witterung auf dem Kirchhof.

Walter Rominger