Losung des Tages:

Samstag, 16.02.2019

Lobt den HERRN, alle Völker! Rühmt ihn, ihr Nationen alle!

Psalm 117,1

Es ist ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.

Epheser 4,6

© Evangelische Brüder-Unität–Herrnhuter Brüdergemeine
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Freitag, 1. März um 19.30 Uhr

im Gemeindezentrum St. Antonius   

 

Feier der Tauferinnerung

Das Christsein wird durch die Taufe begründet. Sie ist eines der beiden Sakramente, welches evangelische Kirchen feiern (bei manchen Freikirchen und protestantischen Splittergruppen mag die Einschätzung der Taufe eine andere sein). Von daher kommt der Taufe eine große Bedeutung zu. Doch dessen ist man sich im Protestantismus oft überhaupt nicht bewusst. Deshalb kann es nur begrüßt werden, dass die Truchtelfinger Kirchengemeinde Tauferinnerungsfeiern begeht, um damit an das „Grunddatum“ des Christseins zu erinnern. Eine solche Tauferinnerung war am vergangenen Sonntag, 3. Februar 2019 (5. Sonntag vor der Passionszeit). Passend dazu war, dass auch acht Konfi-3-Kinder im Gottesdienst waren und sich ihrer Taufe erinnerten, sinnenfällig nicht allein durch das mit Wasser benetzen Fingern auf die Stirn gezeichnete Kreuzzeichen, sondern auch durch das Entzünden der selbstgefertigten Taufkerzen. – Das Wochenlied hat sich gegenüber früher verändert; das neue ist „Gott liebt diese Welt …“ (EG 409; von Walter Schulz).

Mit Wasser hatte der Gottesdienst auch zu tun. „Ins Wasser fällt ein Stein …“ (EG 637,1-3) war das Eingangslied. Die Schriftlesung war die Segnung der Kinder durch Jesus. Die Taufe ist ja auch eine Segenshandlung. In der Predigt ging es um den sinkenden Petrus. Dazu sagte Pfarrer Christoph Grosse, den Halt könnten auch wir verlieren. Doch was trägt dann? Wohin können wir uns retten, wenn der Sturm braust? Entscheidend sei bei der Perikope vom sinkenden Petrus, dass Jesus zu verstehen gebe: Ich glaube an dich. Petrus habe das in seinem Leben oft erfahren dürfen. Er habe erlebt: Da ist einer, der sich auf mich einlässt. Die Taufe bedeute: Gott ist da, auch wenn es stürmisch wird. Jesus ist da und glaubt an mich und deshalb kann ich auch an ihn glauben.

Das vielen bereits aus Kindertagen bekannte Lied „Jesu geh voran …“ (EG 391,1-4) leitete zur Tauferinnerung über. Bei dieser Handlung zeichneten sich die Gemeindeglieder mit den mit Wasser benetzten Fingern das Kreuzzeichen auf die Stirn und sagten sich: „Ich bin getauft“. Pfarrer Christoph Grosse machte deutlich: Ich bin getauft; ich gehöre zu Jesus.

Vor den Fürbitten, die von den Konfi-3-Kindern vorgetragen wurden, sangen diese noch das Lied „Ob ich sitze oder stehe …“; danach „Du bist du …“ Mit Segenstrophe („Verleih uns Frieden gnädiglich …“), Segen und Orgelnachspiel fand der Gottesdienst sein Ende.

Doch ein guter Teil der Gottesdienstbesucher ging noch nicht gleich weg, sondern zum Kirchenkaffee. Eltern der Konfi-3-Kinder hatten dazu Hefezopf und Marmorkuchen gebacken und Kaffee in Warmhaltekannen mitgebracht. So stand man dann nach dem Gottesdienst noch geraume Zeit in kleinen Gruppen ins Gespräch vertieft zusammen.

Walter Rominger, Ebingen

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Eure Liebe sei ohne Falsch"

Zum Gottesdienst am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest, 20. Januar 2019

Am zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest (20. Janaur2019) hielt ein auswärtiger Prediger den Gottesdienst, was in Truchtelfingen nicht gerade häufig vorkommt. Doch dieser kam nicht von fernher, sondern auch aus dem Talgang: Pfarrer Philippus Maier aus Onstmettingen.

Am Gottesdienst mit beteiligt war der Kirchenchor, der einen Großteil der Choräle im Wechsel mit der Gemeinde sang. Den Gesang begleitete auf der Orgel Bernd Koch. Zum Eingang erklang das schöne Morgenlied „Die güldne Sonne“ von Paul Gernhardt (EG 449); die Gemeinde sang die Strophen 2, 4 und 8; der Chor die Strophen 1 und 3. Psalm 100 wurde im Wechsel zwischen Liturgen/Pfarrer und Gemeinde gebetet und wie üblich mit dem Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“ (EG 576) abgeschlossen. Die Schriftlesung war diesmal aus einem Psalm (35,8-18), was nicht gebräuchlich ist. Darauf folgte – vor der Predigt – das Wochenlied „In dir ist Freude“ (EG 398,1+2).

Predigtperikope für den diesjährigen zweiten Sonntag nach dem Erscheinungsfest ist aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kapitel 12, Verse 9 bis 16. Pfarrer Philippus Maier stellte gewissermaßen als Überschrift über seine Predigt den Vers des Apostels: „Eure Liebe sei ohne Falsch“. Das von Paulus benutzte Wort Demut sei nicht mehr geläufig. Es beinhalte das Eingeständnis, dass ich von mir aus es nicht könne/schaffe, sondern Gottes Hilfe brauche. In den verlesenen Versen habe Paulus Demut mehrfach angesprochen, etwa damit, den andern höher zu achten als sich selber, dem Herrn dienen und im Gebet beharrlich zu sein. Pfarrer Philippus Maier sagte, Gottes Barmherzigkeit gehe stets der unseren voraus. Zur Liebe gehöre auch Hoffnung. Gott habe in seiner großen Liebe eine große Zukunft für uns. Im Blick auf diese große Zukunft können wir froh und freudig sein (vgl. auch das Wochenlied „In dir ist Freude, in allem Leide …“). Das uns verheißene große Ziel befähige uns zur Liebe. Wichtig für das Christenleben sei das Gebet, in welchem wir Gott bei seiner Liebe behaften können. Das schwierigste beim Gebet sei das für die Feinde, doch gerade dieses verändere auch uns selbst; wir versetzen uns in diese hinein. Wenn ich mich in den andern hineinversetze, lerne ich diesen schätzen und lieben. So sei das Gebet ein wichtiges Kennzeichen der Liebe.

Lied nach der Predigt war „O König aller Ehren“ (EG 71), bei welchem der Chor die Strophen 1 und 2 sang, die Gemeinde die Strophen 5 und 6. Nach Fürbittengebet und Vaterunser erklang das Lied zum Erscheinungsfest „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ in der Fassung von Philipp Nicolai (EG 70); der Chor begann mit Strophe 1, die Gemeinde folgte mit den Strophen 3 und 4. Nach den Abkündigungen und vor dem Segen wurde noch die Strophe 8 („Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben“) aus dem andern Lied zum Erscheinungsfest gesungen: „Jesus ist kommen“ (EG 66) von Johann Ludwig Allendorf. Als Gesegnete gingen die Gottesdienstbesucher in den kalten aber schönen Wintermorgen hinaus und Pfarrer  Philippus Maier eilte zu seinem nächsten Gottesdienst – nach Onstmettingen.

Walter Rominger, Ebingen