Losung des Tages:

Freitag, 18.01.2019

Als mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott. Da erhörte er meine Stimme.

Psalm 18,7

Jesus berührte ihre Augen und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden geöffnet.

Matthäus 9,29-30

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Weihnachten – das Fest eines neuen Anfangs

Zum Festgottesdienst am Christfest

Mit feierlichem Vorspiel eröffnete der Truchtelfinger Posaunenchor den Festgottesdienst mit Abendmahl zum Christfest. Die Gemeinde sang das Weihnachtslied „Brich an du schönes Morgenlicht“ (EG 33,1-3) teils mit Orgel- teils mit Posaunenbegleitung. Anschließend betete sie anstelle des Psalms den Hymnus aus dem Kolosserbrief (1,15-20; EG 763). Schriftlesung war Jesaja 52,5ff. (Die frohe Botschaft). Darauf folgte ein Zwischenspiel durch den Posaunenchor: „Niemals war die Nacht so klar“. In seltenen Fällen wird das Nicänische Glaubensbekenntnis (EG 692) gesprochen. An diesem Christfest war es der Fall. Vielleicht sollte so die ganz besondere Bedeutung dieses Tages gezeigt werden. Vor der Predigt sang die Gemeinde „Herbei o ihr Gläub’gen“ (EG 45), wobei ihren Gesang bei den Strophen 1 und 2 der Posaunenchor und bei den Strophen 3 und 4 die Orgel begleitete. Predigtperikope war der Beginn des Johannesevangeliums (Johannes 1,1-5.9-14). Jesus wird als das Licht in der Finsternis der Welt betrachtet. In die Dunkelheit der Welt hinein werde Gott Mensch. Deshalb sei Jesus nicht von allen wohlgelitten gewesen und sei sein Weg in dieser Welt von Widerständen gekennzeichnet gewesen. Wo mich die Weihnachtsbotschaft treffe, könne ich nicht im Dunkel bleiben. Weihnachten sei, so schloss Pfarrer Christoph Grosse seine Predigt, das Fest eines neuen Anfangs. Die Gemeinde antwortete darauf mit dem Weihnachtslied „Dies ist der Tag, den Gott gemacht“ (EG 42), begleitet bei den Strophen 1 bis 4 von der Orgel, bei den Strophen 6 bis 8 vom Posaunenchor.

Die Strophen 3 und 4 des bekannten Weihnachtsliedes „Ich steh an deiner Krippe hier“ (Text: Paul Gerhardt; Melodie: Johann Sebastian Bach) leitete zum Abendmahl über.

Nach Abendmahl, Dank- und Fürbittengebet fand der Gottesdienst mit dem Lied „Nun singet und seid froh“ (EG 35,1-4), dem Segen und dem im Stehen gesungenen „O du fröhliche“ (EG 44,1-3), das genauso wie „Stille Nacht“ zum Heiligen Abend zu den Weihnachtsfeiertagen gehört, seinen Abschluss. Der Posaunenchor spielte unter Nico Schneider; an der Orgel war Hermann Schick.

Walter Rominger, Ebingen

„Stille Nacht …“ – Eindrücke von der Christvesper

Mit Jesu Geburt geht alttestamentliche Prophetie in Erfüllung

Passend zum Heiligen Abend sang die Gemeinde zu Beginn der Christvesper das weltbekannte Weihnachtslied „Stille Nacht“ (EG 46,1-3) und betete den Lobgesang der Maria (Lukas 1,46-55). Freilich durfte die wohlvertraute Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium nicht fehlen, die auf zwei Mal verlesen wurde (Lukas 2,1-4; Lukas 2,15-20), unterbrochen vom Kirchenchor mit der Weise „Hört der Engel helle Lieder“ (EG 54). Der Kirchenchor gestaltet den Gottesdienst mit; er sang im Wechsel mit der Gemeinde. Nach dem Eingangsgebet hatte er bereits das den meisten Gottesdienstbesuchern eher unbekannte Lied „Singt von der Liebe, die in Gott entsprang“ gesungen. „Lobt Gott ihr Christen alle gleich“, ist das Lied zum Heiligen Abend (EG 27); Chor und Gemeinde sangen im Wechsel (Chor Strophen 1+2, 5+6; Gemeinde Strophen 3+4).

Grundlage der Predigt war Jesaja 9,1-6. Diese prophetische Weissagung gehöre genauso wie Lukas 2 zum Christfest, sagte Pfarrer Christoph Grosse. In der Geburt Jesu hätten die frühen Christen die Erfüllung von Jesaja 9 gesehen. Der Weg Jesu eröffne den Menschen Perspektiven. Sein Weg sei einer, der Grenzen überschreite. An Ostern habe Gott mit der Auferweckung Jesu den Tod überwunden.

„Ich steh an deiner Krippe hier“ (EG 37) folgte auf die Predigt, wieder im Wechsel von Gemeinde (Strophen 1. 3. 4) und Chor (Strophe 2). Nach Fürbittengebet und Vaterunser ging die gelungene Christvesper am Heiligen Abend mit dem Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ (EG 30,1-4) seinem Ende entgegen. Im Anschluss an den Segen sang die Gemeinde im Stehen „O du fröhliche“ (EG 44,1-3) und ging dann in die „stille, heilige Nacht“ hinaus und strebte den weihnachtlichen Stuben zu.

Walter Rominger, Ebingen

„Bei Gott ist kein Ding unmöglich“ – „Traumschiffpianist“ berichtet eindrücklich über seine Lebenswende

Musikalischer Gottesdienst mit dem Musikevangelisten Waldemar Grab am vierten Advent

Das war schon ein besonderer Gottesdienst, den die Besucher am vierten Sonntag im Advent (23.12) in der Galluskirche erleben konnten. Der Pianist und Musikevangelist Waldemar Grab machte auf seiner Konzerttour auch in Truchtelfingen Station. Vor sechs Jahren war er schon einmal hier; über die Einladung habe er sich gefreut. Am Abend zuvor hatte er im Thalia-Theater in Tailfingen ein Weihnachtskonzert gegeben. Fernsehzuschauern, die die Serie „Das Traumschiff“ angeschaut haben, ist Waldemar Grab kein Unbekannter; über Jahre wirkte er dort als Traumschiffpianist mit. Zehn Monate im Jahr war er an Bord dieses Luxusschiffes, lebte in einem Fünf-Sterne-Hotel und blieb, wie er in seiner eindrücklichen, zeugnishaften Predigt berichtete, doch unerfüllt. Zunächst aber sang er mit der Gemeinde das wohl bekannteste Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ (EG 1, 1. 2. 5) des Königsberger Pfarrers Georg Weissel und von Martin Gotthard Schneider „Danke für diesen guten Morgen“ (EG 334), wozu er erklärte, es gebe so vieles für das wir Gott dankbar sein könnten. Vor Jahren hätte er sich nicht vorzustellen vermocht, dass er einmal vor Menschen von seinem Glauben Zeugnis ablegen werde. Doch was bei Menschen unmöglich sei, das sei bei Gott möglich (Matthäus 19,26; vgl. auch Lukas 1,37). Waldemar Grab, inzwischen 62 Jahre alt, berichtete davon, wie er zum Glauben an Jesus, den Christus Gottes gefunden habe. In seinen frühen Jahren war er Verlagskaufmann und Journalist, dann Chefstuart bei Helmut Schmidt und Hans-Dietrich Genscher. Seine Kanzlerzeit fiel in die Zeit des sog. „Deutschen Herbstes“. Anschließend ging er in die freie Wirtschaft und war nebenbei Hobbypianist. Erst einmal von André Rieu entdeckt, kam er aufs „Traumschiff“. Sieben Jahre wirkte er darauf als Pianist. Verankert war er damals in asiatischen Religionen. Doch das angenehme Leben und die östliche Religiosität genügten ihm nicht. Und so griff er zu einer ausgelegten Gideonbibel. Gott öffnete ihm das Herz. Eine Parallele zu Augustins Bekehrung in der Gartenlaube bei Mailand tut sich auf. Zwei Jahre liest Waldemar Grab in der Bibel. Dann geht er am 21. Dezember 2004 von Bord des Traumschiffs. Er lässt sich bei der Bibelschule „Neues Leben“ ausbilden. 2006 gründet er die Organisation „Hoffnungsträger e. V.“, die Inlandmission betreibt; freilich war das Gottesdienstopfer für diese Organisation bestimmt. Menschen sollen von Jesus erfahren. Waldemar Grab bekannte von sich, nicht mehr dort zu sein, wo er einmal war, aber auch noch nicht dort, wo er einmal sein möchte. Er ist sich jedoch darin gewiss, in der Ewigkeit einmal bei Jesus zu sein. Es sei bei Jesus völlig gleichgültig, welchen Status ich bei den Menschen habe. Aber es komme darauf an, im Leben die Entscheidung für Jesus zu treffen, da es zunächst um meine Erlösung gehe. Gott zeige mir anschließend dann schon, was ich zu tun habe. Er habe auf jeden Fall einen Neuanfang gewollt. Am Ende seiner eindrücklichen missionarischen Predigt warnte Waldemar Grab vor der Verfälschung des Wortes der Bibel.

Anschließend sang die Gemeinde zusammen mit Waldemar Grab am Keyboard vom Weihnachtslied „O du fröhliche“ (EG 44) vier Strophen (im EG sind nur drei abgedruckt). Auf Fürbitten, Vaterunser, Abkündigungen folgte ein von Waldemar Grab gesungener Segen. Beeindruckt von diesem musikalischen Gottesdienst mit missionarischer Predigt gingen die Gemeindeglieder in den vierten Advent und die bevorstehenden Weihnachtstage. Es ist zu wünschen, dass Waldemar Grab wieder einmal einen Gottesdienst in Truchtelfingen hält. Bis dahin brauchen ja keine sechs Jahre wie diesmal zu vergehen.                                                                                                          Walter Rominger, Ebingen